Erwin Schrödinger: „Was ist Leben?“

Der Mensch als Haufen Atome? …

Wer sich fragt, was die moderne Physik zur Beantwortung metaphysischer Fragen beizutragen hat, wird über kurz oder lang auf das schmale Bändchen von Erwin Schrödinger Was ist Leben? stoßen, das zum ersten Mal in englischer Sprache 1944 erschien und von L. Mazurczak aus dem Englischen übersetzt wurde. Der österreichische Physiker Erwin Schrödinger ist bekannt für seine Beiträge zur statistischen Physik und Quantenmechanik und gilt als ein exponierter Vertreter der modernen Naturwissenschaft. Für seine Grundlagenarbeit auf dem Gebiet der Quantenmechanik erhielt er 1933 gemeinsam mit Paul Adrian Maurice Dirac den Nobelpreis. In Was ist Leben? überträgt Schrödinger seine Expertise nun auf einen Bereich, der üblicherweise entweder der Philosophie oder Theologie vorbehalten bleibt, und wenn überhaupt von der spekulativen Biologie bearbeitet wird, den des Lebens und der Willensfreiheit:

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Dirk Rossmann und Ralf Hoppe: „Der Zorn des Oktopus“

Harmlos-naive Zeitreise in das Niemandsland der politischen Phantasie … Spiegel Belletristik-Bestseller 41/2021

Es gibt Bücher, über die kann man ohne schlechtes Gewissen reden und urteilen, selbst ohne sie gelesen zu haben. Die Werbekampagnen, die Berichterstattungen, die allgegenwärtigen Kommentaren geben genügend, schon formalen, Anlass, skeptisch auf Distanz zu bleiben. Ein Multimillionär, der die Welt zu retten versucht, indem er Romane schreibt; ein Konzernchef, der seine politische Vision in Stenographie zum Besten gibt und eine Werbung nach der anderen zur besten Sendezeit schaltet, um ausreichend Aufmerksamkeit für seinen Text zu sichern, reichen möglicherweise aus, um sich eine, meist ablehnende, Meinung zu bilden. Im Folgenden nun eine Leseerfahrung von Dirk Rossmanns und Ralf Hoppes sechshundert Seiten langen Roman „Der Zorn des Oktopus“, der sich in der 41. Kalenderwoche Platz 1 der Beststeller-Listen gesichert hat und darum automatisch auf meine Leseliste gekommen ist.

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