Problematik des Freitodes von Hölderlins „Tod des Empedokles“

Seminararbeit/Sommersemester 1999.

1. Einleitung

Die Schwierigkeit, ein Fragment zu interpretieren, resultiert aus eben der Unvollendetheit des Textes. Der Text ist dann keine Einheit, mit der der Autor sich zufrieden gab, sondern ein Entwurf, der mehr Fragen an den Stoff offenläßt, als vom Autor intendiert war. Der Stoff muß in seiner Unvollständigkeit trotzdem als Ganzes angenommen werden, das es zu deuten gilt. Meistens jedoch ist selbst im Fragment eine klare Linie vorgezeichnet, die zu extrapolieren möglich ist, wodurch der Text eine Schein-Ganzheit gewinnt. Dies ist meist bei Texten möglich, die unbeabsichtigt, d.h. durch äußere Umstände erzwungenermaßen, ein Fragment geblieben sind. Ganz anders sind die Umstände bei Texten, die vom Autor verworfen wurden, die also aus welchen Gründen auch immer nicht beendet wurden, obwohl die Zeit dazu noch dagewesen wäre. In einem solchen Fall hat der Autor selbst nicht die Einheit gefunden, hat es selbst nicht geschafft, einen Stoff in seinem Sinne zu bearbeiten, so daß in sich widersprüchliche und dadurch umso schwerer zu interpretierende Texte entstehen.

Genau solch ein Text stellt Hölderlins Drama “Der Tod des Empedokles” dar, dessen Stoff er in drei Fassungen bearbeitet hat, ohne eine endgültige Fassung zu finden. Die erste der drei Fassungen ist zugleich die umfangreichste, die als einzige der drei Fassungen den Tod des Empedokles beinhaltet. Diese Arbeit nimmt sich zur Aufgabe, die Handlungsweise des Protagonisten Empdokles von einem erweiterten Blickpunkt aus zu erklären.

In der Forschungsliteratur wird die Notwendigkeit des Freitodes und dessen Stellung im Drama kontrovers behandelt. Jürgen Söring sieht im Tod des Empedokles eine “Legende vom traurigen und freudigen, in jedem Fall aber exklusiven Schicksal eines Außenseiters”.[1] Ernst Cassirer sieht im Freitod die Konsequenz einer tiefgreifenden Dichtertätigkeit: “Denn nur indem er sich selbst, als begrenztes Individuum, hingibt und vernichtet, vernimmt der Dichter dieses Lebenslied der Welt. Er hat zu wählen zwischen der reinsten und höchsten Erfüllung seiner Aufgabe und seiner menschlichen Existenz.”[2]

Katharina Grätz dagegen sieht im Freitod nicht die Konsequenz einer individuellen Entwicklung, sondern betont die dem Freitod zugrundeliegende Geschichtsauffassung Hölderlins. In ihrem Aufsatz[3] konzentriert führt sie diesen Interpretationsansatz aus. Diese Arbeit nimmt diesen Ansatz auf und wendet ihn konkret auf die Erklärung des Freitodes von Empedokles an. Dabei wird erst ausgeführt, wie sich der Freitod darstellt und daß er aus einer zyklischen Geschichtsauffassung heraus verständlich wird. Diese Geschichtsauffassung wird dann erläutert und im dritten Schritt am Text nachgewiesen.

2.1 Die Problematik des Freitodes

Hölderlins Tragödie greift ein Thema auf, das seinen Platz in der Literatur eher am Rande findet: Den Freitod. Doch noch anders als Werke wie z.B. Goethes “Leiden des jungen Werthers” stellt Hölderlins Tragödie den wohl einzigartigen Versuch dar, einen Freitod positiv zu beschreiben, in dem Freitod einen Akt der Befreiung zu sehen.

Der Freitod wird stets tragisch empfunden, in ihm wird der Untergang eines Individuums gesehen, das den Anforderungen und Aufgaben nicht gerecht werden konnte. Egal aus welcher Situation sich der Freitod ergibt: Stets ist er verbunden mit einem individuellen Scheitern. Das Scheitern wird mit einer psychischen Disposition oder mit lebensunwürdigen und auch lebensbedrohlichen äüßeren Umständen erklärt. Nur Wahnsinn und Extremsituationen machen einen Freitod in einer Kultur verständlich, in der Selbsterhaltung an oberster Stelle steht: das se se conservare bei Spinoza. Der Freitod ist in der christlich- abendländischen Kultur verpönt; es ist Zeichen von Schwäche und psychischer Krankheit, und philosophisch nicht legitimierbar. Die Kultur des Abendlandes basiert auf dem Glauben an das starke “Ich”, welchem sich die ganze Welt, alle Tiere und Pflanzen unterwirft: In der Bibel steht im ersten Buch Mose im 1. Kapitel: “Gott segnete sie [die Menschen] und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch, und füllet die Erde, und macht sie euch untertan, und herrschet über Fische im Meer und über Vögel unter dem Himmel und über alles Tier, das auf Erden kreucht.” Der starke Mensch ist untrennbar mit der gesamten geistigen Tradition des Abendlandes verbunden, wenn auch in verschiedenen Epochen und bei verschiedenen Vertretern unterschiedlich stark.

Da der Freitod nur aus der Beschreibung einer Krankheit oder einen unmöglichen Situation heraus verständlich wird, muß der Freitod des Empedokles verstörend wirken. Denn er geschieht nicht aus einem Wahnsinn und auch nicht aus lebensbedrohlichen Umständen heraus, sondern im Gegenteil aus einer tiefen Einsicht in die Vorgänge der Natur und aus einer menschlichen Reife heraus.

Der Akt des Freitodes wird von Empedokles feierlich begangen, mit zutiefst glücklichen und himmelhochjauchzenden Worten bringt er sich um:

Zufrieden bin ich’s, suche nun nichts mehr / Denn meine Opferstätte. Wohl ist mir. / O Iris Bogen über stürzenden / Gewässern, wenn die Wog in Silberwolken / Auffliegt, wie du bist, so ist meine Freude.”[4] (Z. 1938 – 1942)

Empedokles ist glücklich, hat mit seinem Leben abgeschlossen und hat sich von allen irdischen Wünschen und Gefühlen befreit, um sich den Naturgewalten zu überantworten. Die Vereinigung mit der Natur ist das Motiv des Freitodes. Die Alleinheit der Natur wird höher geschätzt und verspricht größeres Glück als das Festhalten an der Individualität, als das irdische Leben unter Menschen.

Nicht der Mensch steht im Mittelpunkt bei Hölderlin, sondern die Natur in all ihren verschiedenen Daseinsformen. Die Natur ist für Hölderlin das “Eine in sich Unterschiedene”, das sich in allen von ihm bearbeiteten Stoffen wiederfindet. Sowohl auf theoretischer Ebene, in seiner Philosophie, als auch in seinen literarischen Werken, gibt er der Ganzheit den Vorzug: Sein ist dem Bewußtsein, die Natur dem Menschen übergeordnet.

Hölderlins Schaffen fällt zwar in die Zeit des Deutschen Idealismus, aber im Vollzuge der Rezeption der antiken Vereinigungsphilosophie stellt er mehr einen Gegenentwurf zum absoluten Ich eines Fichte dar, als daß er so einfach dem Deutschen Idealismus zu  zurechnen wäre. So ist denn auch das Fragment gebliebene Werk “Der Tod des Empedokles” eine Absage an den sich absolut setzenden Menschen, der sich die Natur unterwirft. Das Handeln und der Freitod von Empedokles sind nur zu verstehen, wenn man eine Einstellung zugrundelegt, die eine tiefe Liebe zur Natur ausdrückt und alles, was aus der Natur entspringt, für den Menschen als verbindliche Norm anerkennt.

2.2. Die zyklische Geschichtsauffassung Hölderlins

Katharina Grätz schlägt in ihrem Aufsatz “Hölderlins Geschichts- auffassung im “Tod des Empedokles” ” die Deutungsmöglichkeit vor, den Tod des Empedokles über Analogien zu interpretieren. Nicht die komplizierte Dialektik der Schuld und der Notwendigkeit des Untergangs soll anhand Empedokles Schicksal dargestellt werden, sondern dessen Schicksal ist, so führt Grätz aus, einfach die literarische Gestaltung einer Geschichtsauffassung, die Hölderlin gegen Ende des 18. Jahrhunderts unter maßgeblichen Einfluß Herders entwickelte, nach der der Mensch sein Leben nach dem Zyklus der Natur richten soll.

In Hölderlins Geschichtsauffassung tritt der Verjüngungsgedanke mit der damit verbundenen zyklischen Geschichtsauffassung in den Vordergrund. Er orientiert sich dabei an der Natur, an der er den Zyklus von Leben und Tod, Blüte und Reife, Werden und Vergehen erkennt, wie er sich im Wechsel der Jahreszeiten oder im Leben eines Menschen vollzieht. Wie die Natur ist auch die Kultur diesem zyklischen Wechsel unterworfen, ob es die Menschen nun wollen oder nicht, denn der zyklische Charakter ist dem Lauf der Geschichte eingeschrieben, der sich unbeirrbar über die Köpfe der Menschen hinweg vollzieht. Es ist das Schicksal des Menschen und das Wesen der Natur dem ständigen Wechsel von Leid und Glück, von Höhe und Tiefe, Leben und Tod unterworfen zu sein. Der Tod ist in dieser Geschichtsauffassung das notwendige Ende, das den Weg zum Neuen und Lebendigen öffnet. Der Untergang einer Kultur, sowie der Tod eines Indivduums ist gleichsam nur ein Schritt wie jeder andere im zyklischen Verlauf der Geschichte. Er birgt damit nicht mehr Schrecken und Furcht, die sowieso nur aus der Angst des Menschen vor dem Neuen resultieren, sondern ist die notwendige Voraussetzung für die Verjüngung, die die “Lebensgeister” weckt, die Kultur und den Einzelnen erfrischt und mit neuem Leben erfüllt.

So schreibt Hölderlin in seinem theoretischen Versuch “Werden und Vergehen”:

Aber das Mögliche, welches in die Wirklichkeit tritt, indem die Wirklichkeit sich auflöst, dies wirkt, und es bewirkt sowohl die Empfindung der Auflösung als die Erinnerung des Aufgelösten.”[5]

Der Tod löst die Wirklichkeit auf und durch diese Auflösung ist ein Moment geschaffen, in dem von allen Möglichkeiten eine gewählt werden kann, die dann Wirklichkeit wird und dem Alten, nun Aufgelösten, einen Platz in der Erinnerung zuweist. Dieser Moment des Überganges, in dem alles möglich und noch nichts wirklich ist, zeichnet sich durch die größte Gottesnähe aus, in diesem Moment ist der Mensch eins mit sich und der Natur, befindet sich in der lebendigen Bewegung des Ganzen und erfährt so die absolute Einheit.

Denn die Welt aller Welten, das Alles in Allen, welches immer ist, stellt sich nur in aller Zeit- oder im Untergange oder im Moment oder genetischer im Werden des Moments und Anfang von Zeit und Welt dar […].”[6] 

Doch dieser Moment des Werdens, des Erschaffens und Wirklichwerdens einer Möglichkeit kann nicht von Dauer sein. Allem Werden ist im Zyklus der Natur auch ein Endpunkt der Entwicklung, ein Tod und Untergang vorausbestimmt. Das Werden, die Entwicklung schreitet bis auf ihren Höhepunkt voran, bis das Wesen des werdenden Momentes sich vollständig ausgedrückt und in aller Schönheit sich entfaltet hat, wie aus der Knospe, die schönste Blüte sich entfaltet, um dann zu verblühen. Das Werden und Lernen ist der Weg zur Schönheit und Vollendung, dieser Weg, dessen Ziel eben die Vollendung ist, ist begleitet von dem Glück und der Zuversicht, das Schöne zu erreichen, einen klaren und bestimmten Weg gehen zu können, an dessen Ende die Belohnung steht wie der Topf voller Gold am Ende des Regenbogens. Wenn die Entwicklung abgeschlossen ist, ist der Zustand der Vollendung erreicht, der für eine begrenzte Zeit das höchste Glück vermittelt. Doch dann muß der Zustand vergehen, muß Platz machen für ein neues Moment des Werdens, da Leben “in Bewegung sein” heißt und da das Vollendete schon vollendet ist und nicht mehr “mehr” werden kann, muß es untergehen und der Bewegung Platz machen. So vergeht die Blüte der schönsten Blume und die höchste Kultur des Menschen, denn dem Leben ist stets eine Dynamik inne, es ist niemals statisch, also kann nur noch der Untergang des Wirklichen und des Bestehenden das Mögliche und damit die nur in der Bewegung vorhandene Lebendigkeit wieder in die Welt bringen. Der Untergang stellt sich als notwendige Folge des Entstehens dar und belebt die Welt aufs neue.

Dieser Untergang oder Übergang des Vaterlandes[…] fühlt sich in den Gliedern der bestehenden Welt so, daß in ebendem Momente und Grade, worin sich das Bestehende auflöst, auch das Neueintretende, Jugendliche, Mögliche sich fühlt.”[7]

Die Kultur ist dem gleichen Verjüngungsprozeß unterworfen, wie die Natur es ist, die im Laufe eines Jahres den Wechsel vom Tod (Winter) über die Geburt (Frühling), über die Blüte und das Blühen (Sommer) zum Verblühen (Herbst) und schließlich wiederum zum Tod (Winter) durchläuft. Herder selbst verdeutlicht seinen Verjüngungsgedanken in dem von Hölderlin zitierten Teil seines “Tithon und Aurora” am Beispiel der Natur:

So ruhet der Acker, damit er desto reicher trage; so erstirbt der Baum im Winter, damit er im Frühling neu sprosse und treibe.”[8]

Die Aufgabe der Kultur und der Menschen ist es diesen zyklischen Geschichtsverlauf als notwendigen einzusehen und, um die Schönheit und die größte Erhabenheit zu vollbringen, das unabänderliche Schicksal an sich selbst zu vollziehen, denn im Gegensatz zur Blume, die vollständig im Prozeß des Werdens und Vergehens der Natur integriert ist, ist es dem Menschen möglich, sein Schicksal hinauszuzögern, seinen geistigen Tod zu überleben, entfremdet und kraftlos sein Leben zu fristen, bis ihm die Natur den physischen Tod beschert. Dieses Überleben seiner selbst kann der Mensch verhindern, indem er sich die Notwendigkeit seines Unterganges, seines Todes bewußt macht und diese Einsicht dann vollzieht, wenn er den Höhepunkt seines Lebens überschritten hat, um zu neuer Frische zu entstehen.

Diese Geschichtsauffassung Hölderlins hat sich in der Handlungsweise der Figur des Empedokles im Drama “Tod des Empedokles” niedergeschlagen. Empedokles erkennt sich als dem Naturganzen unterworfen und verdeutlicht in seiner Person, daß der Mensch allein im Zyklus von Werden und Vergehen glücklich werden kann.      

2.3. Die zyklische Geschichtsauffassung im “Tod des Empedokles”

Empedokles fungiert als Mittler zwischen Göttlichem und Irdischem, indem er den Menschen den Prozeß der zyklischen Verjüngung vorlebt. Er überträgt den Verlauf der Natur einerseits auf das Leben eines Menschen, was sich an seiner eigenen Person zeigt, und andererseits auf seine Kultur, was in seiner Abschlußrede an das Volk zum Ausdruck kommt, in der er ihnen zum Neuanfang rät.

Sein Leben ist geprägt von der Liebe zur Natur. Von anfang an steht er mit der Natur im engsten Kontakt und erkennt deren Weisheiten für verbindlich an:

Kennt ihr der Götter Stimmen nicht? Noch eh / als ich der Eltern Sprache lauschend lernt, / Im ersten Othemzug, im ersten Blick / vernahm ich jene schon, und immer hab / Ich höher sie denn Menschenwort geachtet.” (Z. 1653 – 1657)

Empedokles Entwicklung führt hin zur vollendeten Schönheit eines Menschen. Er sehnt sich von Kindesalter an nach der Natur und versucht ihre Rätsel zu entschlüsseln.

“ O himmlisch Licht ! – es hatten mich’s die Menschen nicht gelehrt – schon lange, da / Mein sehnend Herz die Allebendige / nicht finden konnte, da wandt ich mich zu dir, / Hing wie die Pflanze dir mich anvertrauend, in frommer Lust dir lange blindlings nach, / Denn schwer erkennt der Sterbliche die Reinen, / Doch als / der Geist mir blühte, wie du selber blühst, Da kannt ich dich, da rief ich es: Du lebst!” (Z. 376 – 382)

Empedokles’ Lehrmeister ist die Natur. Er hört nicht auf die Weisheiten der Menschen, sondern er vertraut hingebungsvoll der Sonne, die für die Weisheit der Natur steht. Er vergleicht seine Entwicklung mit der einer Pflanze, die immer weiter wächst, immer weiter in die Geheimnisse der Natur vordringt, bis er soweit vorgedrungen ist, daß er selbst Teil der Natur wurde und blühte. Er hat die höchste Erkenntnis erreicht, die Sonne hat ihn erleuchtet. Von nun an blüht er und versorgt die Menschen mit der Kraft der Natur:

“ […] in mir, / In mir, ihr Quellen des Lebens, strömtet ihr einst / Aus Tiefen der Welt zusammen, und es kamen / Die Dürstenden zu mir […].” (Z. 300 – 303)

Doch zu tief ist Empedokles in die Geheimnisse eingedrungen, um nicht zu wissen, was allen Lebendigen bevorsteht, denn auf das Blühen folgt das Verblühen:

[…] und oft in heil’ger Nacht / Gelobt ich’s ihr [der Erde], bis in den Tod / Die Schicksalvolle furchtlos treu zu lieben / Und ihrer Rätsel keines zu verschmähn.” (Z. 390 – 393)

Sein “Schicksal ahndend” (Z.404) wird Empedokles in der höchsten Erkenntnis klar, daß es sein Schicksal ist, früher zu sterben, den “kürzesten Pfad” (Z. 942) zu wählen.

 Als Zeichen für seine schwindende Kraft versteht Empedokles die von ihm begangene Hybris. Er erklärt sich vor dem Volk zum Gott, woraufhin ihn die Götter und die Kräfte der Natur verlassen: 

“[…] an eurer Einfalt hielt ich euch, / Ihr reinen immerjugendlichen Mächte! / Die mich mit Freud erzogen, mich mit Wonne genährt, / Und weil ihr immergleich mir wiederkehrtet, / Ihr Guten, ehrt ich eure Seele nicht.” (Z. 474 – 478)

Die Natur, an der er anteilnahm, “nährte ihn mit Wonne” und verwöhnte ihn mit Kräften, aber, weil diese ihm stets verfügbar waren, konnte er sie irgendwann nicht mehr ehren. Empedokles sieht die Hybris in der Gewohnheit begründet. Er konnte die Götter, die “immerjugendlichen Mächte”, nicht mehr ehren, weil sie für ihn alt geworden waren und er sich an sie gewöhnt hatte, und sie so das Neue und Faszinierende verloren hatten.

Ich kannt es ja, ich hatt es ausgelernt, / Das Leben der Natur, wie sollt es mir / Noch heilig sein, wie einst! Die Götter waren / Mir dienstbar nun geworden, ich allein / War Gott und sprach’s im frechen Stolz heraus.“ (Z. 479 – 483)

Aber dieser Ausspruch ist nicht so zu interpretieren, daß er sich eines Vergehens für schuldig befindet, daß er hätte verhindern können. Er trägt keine subjektive Schuld. Eine Blüte kann sich auch nicht den Vorwurf machen, daß sie verblüht und stirbt. Es macht gerade die Eigenart des Textes aus, daß der zyklische Verlauf der Natur auf das Leben der Menschen übertragen wird. Es ist keine Frage der individuellen Disposition des Empedokles, seine Hybris folgte notwendig auf seinen Höhepunkt des Lebens. Sie zeigt an, daß seine Zeit abgelaufen ist. Er verblüht wie eine Blume im Herbst, weil er letztendlich “ausgelernt” hat und dadurch nicht mehr im Werden begriffen ist. Aber nur in der Bewegung, im Werden ist das Göttliche. Die Stagnation, die erstarrte Form ist schon der Anfang des Unterganges, wie die Blüte das Ende der Blume markiert. Er hat den Endpunkt seiner Entwicklung erreicht und muß deshalb untergehen:

Und mögen / Die Götter mich zernichten, wie sie mich / Geliebt.” (Z.487 – 489)

Nachdem er von seinem Volk verstoßen wurde, was ausschließlich eine Dopplung seines Schicksals darstellt: Er wurde von den Göttern aus ihrem Kreis verstoßen und nun auch von seinem Volk, wird ihm klar, daß er die Gelegenheit ungenutzt vorbeiziehen ließ, sich einen schönen Abschied zu gewähren, nämlich einen auf dem Höhepunkt seiner Einigkeit mit den Göttern und auf dem Höhepunkt seiner geistigen und menschlichen Kräfte:

Und schämen muß ich mich, / Daß ich gezögert bis zum Äußersten. / Was mußt ich auch so lange warten, / Bis Glück und Geist und Jugend wich und nichts / Wie Torheit überblieb und Elend. / Wie oft, wie oft hat dich’s gemahnt! Da wär / Es schön gewesen. Aber nun ist’s not!” (Z. 855 – 860) 

Hier ist deutlich Hölderlins Geschichtskonzeption wiederzuerkennen, denn der Tod ist zum Zeitpunkt der Gottverlassenheit, im Zustand der Starre und Bewegungslosigkeit notwendig geworden. “Aber nun ist’s not!”

Empedokles hat längst mit seinem Leben abgeschlossen, weiß seine Bestimmung und sein Schicksal. Ihn lassen alle irdischen Gegebenheiten unberührt. In sich ruhend wandert er in Begleitung seines Schülers Pausanias zum Ätna. Er will nichts mehr von der Welt der Sterblichen wissen und reagiert deswegen wütend auf das herannahende Volk Agrigents, das sich bei ihm für die Verbannung entschuldigen will. Als ihn das Volk um Verzeihung für die an ihm verübte Schmach bittet und ihm den Wunsch seiner Rückkehr entgegenbringt. Er verzeiht ihnen zwar, aber er will nichts von einer Rückkehr wissen und verschmäht stattdessen das Leben des Volkes:

“[…] Tag für Tag / Den schauderlichen Tanz mit anzusehn, / Wo ihr euch jagt und äfft, wo ruhelos / Und irr und bang, wie unbegrabne Schatten, / Ihr umeinander rennt, ein ärmliches / Gemeng in eurer Not, ihr Gottverlaßnen, / Und eure lächerlichen Bettlerkünste, / Die nah zu haben, ist der Ehre wert. / Ha! wüßt ich Bessers nicht, ich lebte lieber / Sprachlos und fremde mit des Berges Wild […] als daß ich noch / In eurer blindes Elend wiederkehrte.” (Z.1314 – 1326) 

Wenn er sie als “Schatten” beschreibt, so meint er, daß sie lebendig tot sind. Sie sind bereits erstarrt, ein Zeichen dafür, daß sie ihren Tod überlebt haben, weil sie die Notwendigkeit des Verjüngens nicht eingesehen haben. Seine Kultur hat sich von der Natur entfremdet, befindet sich nicht mehr im Einklang mit ihr. Im Leben des Volkes sieht Empedokles seine Zukunft, sollte er sich nicht von seiner Individualität lösen können. Der Zustand des Volkes, dessen Lebensweise erklärt sich aus seiner Unfähigkeit, Abschied zu nehmen und den Untergang als notwendige Voraussetzung für die Wiederbelebung einzusehen. Empedokles dagegen sieht die Notwendigkeit ein, er weiß, daß seine Zeit gekommen ist und betätigt sich in seiner Abschiedsrede als Volkserzieher, indem er versucht dem Volk seine Einsicht näher zu bringen:

Ihr botet / Mir eine Kron, ihr Männer! nimmt von mir / Dafür mein Heiligtum.” (Z.1498 – 1500). 

Diese Einsicht und dieses Wissen sieht er selbst als sein Vermächtnis an, nämlich den Rhythmus der Natur zu leben und diesen Rhythmus zum Ausdruck zu bringen. In der Rede zeigt sich Empedokles als Vertreter der Geschichtsauffassung des zyklischen Verjüngungsprozesses:

Doch müssen sie [die Erdenkinder] zuletzt, / die Ängstigen heraus, und sterbend kehrt / Ins Element ein jedes, daß es da / zu neuer Jugend, wie im Bade, sich / Erfrische.” (Z. 1524 – 1528)

Empedokles beschreibt hier den Menschen, als ein ängstliches Wesen, das das Neue scheut, aber von der Natur, die ihn sterblich gemacht hat, am Ende gezwungen wird, sich dem Neuen zu öffnen, da ein jeder stirbt und der Tod das Neue bereits beinhaltet. Dem Tod wird der Schrecken genommen, indem der Schrecken als die menschliche Angst vor dem Neuen gedeutet wird, die der Tod mit sich bringt. Der Tod wirkt als Erfrischung. Jeder Tod wird als ein “reinigender Tod” (Z. 1530) verstanden.

Den Menschen zeichnet es aus, daß es ihm im Gegensatz zu den Tieren und Pflanzen möglich ist, den notwendigen Untergang in die eigene Hand zu nehmen:

Menschen ist die große Lust / Gegeben, daß sie selber sich verjüngen.” (Z.1528 – 1530)

Es ist ihm möglich, da er sich selbst im Naturzusammenhang begreifen kann. Er kann über die Analogie an der Natur ablesen, was das Schicksal seines Volkes und seines Daseins ist, und so der Natur zuvorkommen, indem er freiwillig in sein Schicksal einwilligt, wie es Empedokles tut. Der Mensch ist also determiniert, seine Freiheit zeigt sich nur im Gehorchen und Vorwegnehmen des ihm innewohnenden Gesetzes des zyklischen Wechsels von Werden und Vergehen. So ruft Empedokles das Volk Agrigents auf:

O gebt euch der Natur, eh sie euch nimmt! – ” (Z.1533)

Das Volk kann sich erneuern und sich erfrischen, indem es von alten Traditionen abläßt und sich dem Neuen öffnet. Empedokles spricht zum Volk:

Ihr dürstet längst nach Ungewöhnlichem, / Und wie aus krankem Körper sehnt der Geist / von Agrigent sich aus dem alten Gleise. / So wagt’s! was ihr geerbt, was ihr erworben, / was euch der Väter Mund erzählt, gelehrt, / Gesetz und Brauch, der alten Götter Namen, / Vergeßt es kühn und hebt, wie Neugeborne, / Die Augen auf zur göttlichen Natur […]” (Z. 1534 – 1541).

Empedokles fordert die gesamtgesellschaftliche Erneuerung, damit die Kultur aus den verfestigten Formen ausbricht und sich Neuem überantwortet, um so im Werden und Lernen wieder im Einklang mit dem Rhythmus der Natur zu sein. Im großen Akkord alles Lebendigen kehrt dann die Frische und Lebendigkeit zurück und mit ihr die Freude, wonach das Volk Agrigents dürstet.

Nachdem er sein Vermächtnis vermittelt hat, verabschiedet er sich von seinem Volk, das ihn zuerst nicht gehen lassen will. Doch zuvor zeigt sich Empedokles als Vertreter der Natur, wenn er sagt:

Es sprechen, wenn ich ferne bin, statt meiner / Des Himmels Blumen, blühendes Gestirn / Und die der Erde tausendfach entkeimen, / Die göttlichgegenwärtige Natur / Bedarf der Rede nicht […]“ (Z. 1625 – 1629).

Seine Weisheit erschöpft sich im Anblick der Natur. Sie ist jedem zugänglich, der sich auf die Natur einläßt und ihr ist nichts hinzuzufügen. Empedokles fungiert als Mittler zwischen den Göttern, der Natur und den Menschen. Er veranschaulicht den Menschen das Wesen der Natur, damit sie wieder in den großen Akkord alles Lebendigen einstimmen.

2.4. Empedokles als Symbol seiner Kultur

Empedokles stellt komprimiert die Entwicklung seiner ganzen Kultur dar. Er zeigt dem Volk dessen einstige Frische und Lebendigkeit als die Kultur noch im Werden begriffen war, den Höhepunkt der Kultur und den Untergang, der notwendig ist, um das Volk mit neuer Kraft wiederauferstehen zu lassen. Den Untergang will das Volk nicht einsehen, deswegen wollen sie Empedokles auch nicht von sich ziehen lassen, da sie sich in ihm sehen und auch seine Zukunft auf sich beziehen. Empedokles mag die Kraft haben, in sein Schicksal einzuwilligen, doch das Volk meint, diese Kraft nicht zu haben und bittet ihn deswegen, ihm zu liebe zu bleiben:

“[…] wohl trägst und siehst / Ein eigen großes Schicksal du in dir / Und trägst es gern, und was du denkst, ist herrlich. / Doch denke derer, die dich lieben, auch, / Der Reinen, und der andern, die gefehlt, / Der Reuigen. Du Gütiger, du hast / Uns viel gegeben, was ist’s ohne dich? / O möchtest du uns nicht dich selber auch / Noch eine Weile gönnen, Gütiger!” (Z. 1736 – 1744)

Das Volk spricht zu Empedokles, wie es zu seiner Kultur sprechen würde. Sie möchten den Untergang noch eine Weile aufschieben. Die Angst vor dem Abschied von Empedokles ist gekoppelt mit der Angst vor dem Neuen und dem notwendigen Untergang. Doch Empedokles weiß von der Macht der Natur, die den Zyklus von Werden und Vergehen über die Köpfe der Menschen hinweg vollzieht:

“[…] sprecht, ihr Törigen! zur Macht, / Die mächt’ger ist denn ihr, doch hilft es nicht, / Und wie die Sterne geht unaufgehalten / Das Leben im Vollendungsgange weiter.” (Z. 1649 – 1652)

Ob die Einwohner Agrigents es nun jetzt einsehen und ihrem – aus der Sicht des Empedokles’- kümmerlichen Dasein durch eine Revolution ein Ende bereiten oder ob sie warten, bis die Natur den unweigerlichen Untergang ihrer Kultur vollzieht, bleibt in letztendlicher Konsequenz das Gleiche, nämlich daß die Kultur untergehen wird. Doch wenn sie es selbst vollziehen, ist ihnen die Freude gegeben, daß sie sich selbst erfrischen und damit mündig und weise im Einklang mit der Kultur leben können.

Empedokles muß sterben, weil sich in ihm seine Zeit individualisiert hat und seine Zeit im Untergang begriffen ist, da sie wie alles Lebendige auch dem Zyklus von Werden und Vergehen unterworfen ist. Empedokles ist der Wegbereiter für das Neue, so sagt er zu Pausanias:

Mein Liebling! gerne weich ich, lebe du / Nach mir, ich war die Morgenwolke nur, / geschäftlos und vergänglich! und es schlief, / indes ich einsam blühte, noch die Welt, / Doch du, du bist zum klaren Tag geboren.” (Z.1708 – 1712)

Extrapolierte man die Handlung über das von Hölderlin Geschriebene hinaus, dann müßte die Kultur Agrigents nach dem Tod des Empedokles untergehen. Das läßt sich aber am Text selbst nicht belegen, denn Hölderlin hat exakt an diesem Punkt, an dem die Idee von Empedokles aufs Volk, vom Besonderen ins Allgemeine übergehen müßte, die erste Fassung abgebrochen. Später im “Grund zum Empedokles” ist der Übergang von Hölderlin genannt und die Notwendigkeit des Freitodes mit eben diesem Übergang begründet worden:

So individualisiert sich seine Zeit in Empedokles, und je mehr sie sich in ihm individualisiert, je glänzender und wirklicher und sichtbarer in ihm das Rätsel aufgelöst erscheint, um so notwendiger wird sein Untergang.” In dem Absatz davor schreibt er die Begründung: “[…] von dem aus [dem Individuum, in dem sich die Widersprüche seiner Zeit aufgelöst haben] dann erst die gefundene Auflösung ins Allgemeine übergehen muß.”[9]

3. Resumé

Der Freitod des Empedokles wird vor dem Hintergrund einer Philosophie und Geschichtsauffassung verständlich, die die Subjektivität der Natur und das Einzelne dem Ganzen hintenanstellen und die die zyklische Verjüngung der Natur auch für den Menschen und dessen Kultur als verbindlich erklären. Empedokles’ Leben steht in Analogie zum Prozeß des Werdens und Vergehens in der Natur, sowie er auch in Analogie mit der Kultur seines Volkes steht. Für ihn und gleichsam für seine Kultur ist die Zeit des Vergehens, des Unterganges gekommen, weil beider Entwicklung zum Stillstand gekommen ist, beide die Vollendung erreicht haben und nun im Zustand der Stagnation gefangen sind. Empedokles’ Tod fungiert so als Präfiguration des Unterganges seiner Kultur. Indem er den Schritt zum Freitod vollzieht, wird dem Volk die Notwendigkeit ihres bevorstehenden Unterganges bewußt.

Jedoch hat, wie oben bereits erwähnt, Hölderlin an dieser Stelle des Überganges die erste Fassung abgebrochen, so daß sie ein Fragment geblieben ist. Vielleicht deutet sich darin auch ein gewisser Pessimismus an, daß Hölderlin nicht mehr an eine Revolution glauben konnte, nachdem die von ihm erhoffte Revolution in Deutschland ausgeblieben ist. Zumindestens ist die Zeit der Entstehung der ersten Fassung von einem Rückschlag der revolutionären Bewegung in Süddeutschland gekennzeichnet. In dem Abbruch könnte sich also möglicherweise die Enttäuschung über die trotz aller guten Voraussetzungen ausbleibende Revolution spiegeln.[10] 

Jedenfalls ist die erste Fassung des “Tod des Empedokles” als Appell zu lesen, sich dem Rhythmus der Natur anzugleichen und deren Verlauf und Ereignisse für unser Leben verbindlich zu machen. Hölderlin veranschaulicht in der Tragödie seine Ablehnung gegenüber Stagnation und Festhalten. Ihm ist die Bewegung, der Vollzug des Lernens, Werdens und Vergehens die Grundlage für alles Glück im Leben. So läßt er Empedokles in der Abschiedsszene von Pausanias auf dessen Bitten hin, nicht den Freitod zu wählen, mit folgenden Worten antworten, die die ganze Tragödie zusammenfassen:

Vergehn? Ist doch / Das Bleiben gleich dem Strome, den der Frost / Gefesselt. Töricht Wesen! schläft und hält / Der heil’ge Lebensgeist denn irgendwo, / Daß du ihn binden möchtest, du den Reinen? / Es ängstiget der Immerfreudige / Dir niemals in Gefängnissen sich ab / Und zaudert hoffnungslos auf seiner Stelle, / Frägst du, wohin?  Die Wonnen einer Welt / Muß er durchwandern, und er endet nicht. -” (Z. 1892 – 1901)

In der Ablehnung gegenüber jeglicher Instititionalisierung und Absolutierung von menschlichen Gedanken und Einrichtungen zeichnet sich Hölderlin als Vorgänger der Ideologiekritik aus, die dann im 20. Jahrhundert an Wichtigkeit gewann. Nicht die festen und für immer gültigen, gleichsam die synthetischen Urteile apriori können Grundlage für ein gerechtes Zusammenleben der Menschen sein, sondern die in der Bewegung begriffenen; nicht die Verdinglichung und Ideologie, sondern die Bewegung und die Offenheit fürs Neue ermöglichen auch für Hölderlin allein das harmonische und friedliche Leben unter und zwischen den Menschen.

Literaturverzeichnis:

Primärliteratur:

Hölderlin Sämtliche Werke und Briefe. Herausgegeben von Günter Mieth. Carl Hanser Verlag München Wien 1970. 2 Bände

Sekundärliteratur:

Jürgen Söring, “Dialektik der Rechtfertigung – Überlegungen zu Hölderlins Empedokles- Projekt”, 1973, Athenäum Verlag, Frankfurt am Main.

Ernst Cassirer, “Hölderlin und der Deutsche Idealismus”, in: Ders.: Idee und Gestalt. Goethe, Schiller, Hölderlin, Kleist. Berlin 1921, S.79 – 118.

Katharina Grätz, “Der Übergang vom Alten zum Neuen. Hölderlins Geschichtsauffassung in seiner Tragödie “Der Tod des Empedokles” “. In Heinz Ludwig Arnold, Andreas Döhler (Hrsg.): Friedrich Hölderlin. Frankfurt am Main 1996, S.99 -117 (= Text und Kritik Sonderband).

Christoph Prignitz, “Hölderlins Empedokles – Die Vision einer erneuerten Gesellschaft und ihre zeitgeschichtlichen Hintergründe”, Helmut Bruske Verlag, Hamburg 1985


[1]Jürgen Söring, “Dialektik der Rechtfertigung – Überlegungen zu Hölderlins Empedokles- Projekt”, 1973, Athenäum Verlag, Frankfurt am Main. S.142.

[2]Ernst Cassirer, “Hölderlin und der Deutsche Idealismus”, in: Ders.: Idee und Gestalt. Goethe, Schiller, Hölderlin, Kleist. Berlin 1921, S.79 – 118. S.115

[3]Katharina Grätz, Der Übergang vom Alten zum Neuen. Hölderlins Geschichtsauffassung in seiner Tragödie “Der Tod des Empedokles” “. In Heinz Ludwig Arnold, Andreas Döhler (Hrsg.): Friedrich Hölderlin. Frankfurt am Main 1996, S.99 -117 (= Text und Kritik Sonderband).

[4]Hölderlins Sämtliche Werke und Briefe. Band 2. S. 15 – 84 (Z.1 – 2051).

(Z.1938 – 1942) im folgenden Zeilenangabe im Text.

[5] Hölderlin Sämtliche Werke und Briefe. Herausgegeben von Günter Mieth. Carl Hanser Verlag München Wien 1970. Band 1. “[Das Werden im Vergehen]” S.901.

[6]a.a.O. S.900.

[7]a.a.O. S.900.

[8]Hölderlins Sämtliche Werke und Briefe. Band 2. S.607. Brief 83: An Neuffer [um den 10.-15.Juli 1794]

[9]Hölderlins Sämtliche Werke und Briefe. Band 2. [Grund zum Empedokles].S.122.

[10]Siehe für eine detaillierte Ausführung dieses Gedankens: Christoph Prignitz “Hölderlins Empedokles – Die Vision einer erneuerten Gesellschaft und ihre zeitgeschichtlichen Hintergründe”, Helmut Bruske Verlag, Hamburg 1985