Mit Lukács‘ Kunstbegriff im ersten Teil, dass die Kunst als Widerspiegelung der menschlichen Verhältnisse zur Sinnstiftung dient, und mit den Maßstäben des Gelingens im zweiten Teil, die hauptsächlich auf der Abgeschlossenheit, Organizität und dem Typischen beruhen, lässt sich nun Georg Lukács‘ Die Eigenart des Ästhetischen ob seiner Aktualität überprüfen. Es wird sich zeigen, dass sich Lukács eigentümlicherweise mit seinen Begriffen, seinem Blickwinkel und seiner Kunstvorstellung durchgesetzt hat. Dies gilt insbesondere für sein Interesse für den Alltag, das Alltägliche und die hieraus hervorgehenden zwischenmenschlichen Konflikte:
„Georg Lukács: „Die Eigenart des Ästhetischen“ (iii: Aktualität)“ weiterlesenEiner der entscheidenden Grundgedanken dieses Werks besteht darin, daß alle Arten der Widerspiegelung – wir analysieren vor allem die durch das Alltagsleben, die Wissenschaft und die Kunst – stets dieselbe objektive Wirklichkeit abbilden. Dieser als selbstverständlich, ja als trivial scheinende Ausgangspunkt hat aber weittragende Konsequenzen. Da die materialistische Philosophie alle Gegenständlichkeitsformen, alle den Gegenständen und ihren Beziehungen zugehörigen Kategorien [als] eine vom Bewußtsein unabhängig existierende objektive Wirklichkeit erblickt, können sich alle Divergenzen, ja Gegensätzlichkeiten in den einzelnen Widerspiegelungsarten nur innerhalb dieser materiell und formell einheitlichen Wirklichkeit abspielen.
Georg Lukács aus: „Die Eigenart des Ästhetischen“









