Peter Handke: „Die Ballade des letzten Gastes“

Die Ballade des letzten Gastes
Die Ballade des letzten Gastes … ein etwas anderer Erlenkönig

In Peter Handkes Die Ballade des letzten Gastes kehrt ein verlorener Sohn heim. Das Thema der Rückkehr, die Odyssee, die ihren Abschluss findet und einen Neuanfang erlaubt, verknüpft Handkes Text, der nicht als Roman ausgewiesen ist, mit Birgit Birnbachers Wovon wir leben und mit Thomas Hettches Sinkende Sterne, der ebenfalls explizit auf Homer eingeht. Handkes Ballade beginnt mit dem Motto:

… Wohin nur könnte ich hinab-hinaus-voranflüchten?
[bei Johann Heinrich Voß übersetzt als: „Wo entflieh ich alsdann?“]

Homer aus: „Odyssee“ [20/43]
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Irvin D. Yalom und Marilyn Yalom: „Unzertrennlich: Über den Tod und das Leben“

Gegen den Tod und andere Übel … (Spiegel Belletristik-Bestseller 21/2021)

„Unzertrennlich“ von Marilyn Yalom, Historikerin, and Irvin D. Yalom, Psychoanalytiker, ist als Buch in jeder Hinsicht ein Grenzgänger. Es ist seitens Marilyn Yaloms auf dem Totenbett und seitens Irvin D. Yaloms in einem Alter verfasst worden, in welchem der Herztod jederzeit eintreten hätte können. Sie ist 87 Jahre alt geworden und verstarb im November 2019. Ihr Ehemann Irvin lebt noch und ist nur knapp ein Jahr älter, war also bereits 88 Jahre alt, als sie starb. Grenzgänger ist das Buch, weil es zwischen Autobiographie und Literatur, zwischen Dokumentation und Anamnese, zwischen Leben und Tod, zwischen zwei Menschen steht, die sich mittels dieses Texts versuchen zu verabschieden.

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