Han Kang: „Die Vegetarierin“

Die Vegetarierin
Die Vegetarierin von Han Kang. Literatur-Nobelpreis 2024.

2024 erhielt die südkoreanische Autorin Han Kang den Nobelpreis für Literatur. Für Die Vegetarierin erhielt sie zudem noch den Man Booker International Prize 2016. Wie Elfriede Jelinek in Die Kinder der Toten, Terézia Mora in Das Ungeheuer, Olgar Tokarczuk in Empusion, verhandelt Kang das brenzlige Verhältnis zwischen der Frau und das sie umliegenden soziale Feld in all seiner Differenziertheit und Gewaltpotentialität. Anders aber als Tokarczuk oder Jelinek, eher ähnlich zu Murata, greift Han Kang auf eine äußerst verdichtete, reduzierte Form zurück. Ihre Sprache strebt Stille, ein Schweigen an, das zwischen den Zeilen unheimliche Dimensionalität entfaltet:

Fünf Minuten, länger kann ich nicht schlafen. Dann ist er wieder da, der Traum. Wenn man ihn denn so nennen kann. In meinem Kopf ist ein Kaleidoskop von wirren Szenen. Die glühenden Augen einer Bestie, Blut, ein offener Schädel, wieder die Augen eines Raubtieres. Der Ausgangspunkt für das alles scheint mein Bauch zu sein. Wenn ich zitternd aufwache, überprüfe ich schnell, ob meine Nägel noch kurz und meine Zähne keine Fangzähne sind.
Han Kang: „Die Vegetarierin“

Inhalt/Plot:

Die Vegetarierin umfasst drei Kapitel, die aus jeweils einer anderen Sicht erzählt werden. Das erste Kapitel, „Die Vegetarierin“, wird aus der Sicht eines Ehemannes erzählt, dessen scheinbar unscheinbare Frau sich plötzlich weigert, Fleisch zu essen und damit den Alltagstrott ihrer Ehe gefährdet. Zudem in Kursiv wird in diesem Kapitel noch aus der Sicht eben dieser, seiner Ehefrau, Yong-Hye berichtet, die ihre Träume und Ängste festhält und aufschreibt. Sie emanzipiert sich quasi wie Franz Kafkas Gregor Samsa in Die Verwandlung, indem sie in den Augen ihrer Familie zu einer Art Ungeheuer wird:

Sie nahm immer mehr ab. Ihre ohnehin schon prominenten Wangenknochen traten noch deutlicher hervor und entstellten ihr Gesicht zusehends. Wenn sie nicht geschminkt war, sah sie richtig krank aus. Der Verzicht auf Fleisch konnte aber nicht der einzige Grund für ihre Gewichtsabnahme sein. Andernfalls wäre dies die Patentlösung für alle Übergewichtigen. Ich wusste, dass meine Frau nicht nur wegen ihrer veränderten Essgewohnheiten abmagerte. Es lag an ihrem Traum. Sie schlief nämlich kaum noch.

Alle Versuche, sie von ihrem Lebensweg abzubringen, scheitern. Ein Geschäftsessen gerät sonderbar, und ein Familienzusammentreffen endet in einer Katastrophe. Der Vater will sie zum Fleischessen zwingen, woraufhin sie sich zur Wehr setzt und sich die Pulsadern aufschneidet. Im Krankenhaus setzt die Familie die Bekehrungsversuche fort, während Yong-Hye mehr und mehr versteht, was in ihr, in ihrem Leben und Denken und Fühlen eigentlich passiert, nämlich die radikale Ablehnung von Gewalt und Brutalität, auch in der sublimsten Form:

Mein Handgelenk tut mir nicht mehr weh. Es ist mein Herz, das schmerzt, und in meiner Magengrube spüre ich einen undefinierbaren Druck. Er ist immer da. Im Moment sogar, wenn ich keinen BH trage. Auch ein tiefer Atemzug bringt keine Erleichterung. Was sich dort angesammelt und festgesetzt hat, das sind Schreie und Gebrüll. Und die kommen vom Fleisch. Ich habe zu viel davon gegessen. All die Seelen sind dort eingeklemmt, da bin ich sicher. Blut und Fleisch werden verdaut, die Nährstoffe überall im Körper verteilt. Der Rest wird ausgeschieden. Aber die Seelen klammern sich hartnäckig in meinem Magen fest.

Hier nun könnte sich der Eindruck ergeben, dass das Vegetarier-Sein als Haltung dem Roman einen moralischen Unterton verleiht, dass hier also ein wichtiges Thema literarisch-narrativ verarbeitet und in einen Ideenroman verwandelt wird, und die Figuren mehr oder weniger zum Träger von Einstellungen degradiert werden, ohne eine eigene Tiefenschärfe zu erhalten, oder wie es in Jonathan Safran Foers Bestseller-Buch Tiere Essen heißt:

Das Thema Tiere essen schlägt Saiten an, die tief in unserer Selbstwahrnehmung nachhallen – unseren Erinnerungen, Wünschen und Werten. Dieser Nachhall ist potenziell kontrovers, potenziell bedrohlich, potenziell anregend, aber immer bedeutungsvoll. Essen ist wichtig, und Tiere sind wichtig, und das Essen von Tieren ist noch wichtiger. Die Frage, ob wir Tiere essen, entspringt letztlich unserem Streben nach einem Ideal, das wir, vielleicht fälschlicherweise, »Mensch sein« nennen.
Jonathan Safran Foer aus: „Tiere Essen“

Han Kang geht in ihrem Buch Die Vegetarierin aber weiter. Nicht nur poetisiert sie den Ausdruck. Den Stoff Natur dynamisiert sie mit dem Plot Aussteiger/Duldsamkeit, indem sie Yong-Hye über das Denkbare hinaus eine Entwicklung nehmen lässt, die typische Diskursschranken sprengt, und zwar im zweiten Kapitel namens „Der Mongolenfleck“ die der Kunst, im dritten Kapitel „Bäume in Flammen“ die der Medizin. Das zweite Kapitel beschreibt aus der Perspektive des Ehemannes der Schwester, wie dieser Yong-Hyes Zustand der Friedlichkeit künstlerisch ausbeutet, im Namen der Kunst Sexfilme mit ihr dreht und seine Ehefrau mit ihr betrügt, woraufhin auch die Ehe ihrer Schwester in eine schwere Krise gerät. Im dritten Teil nun ergreift In-Hye, ihre Schwester, das Wort, indem sie von der schwindenden Lebenskraft Yong-Hyes und ihrer Liebe zu ihrem Sohn berichtet:

[In-Hye] kann es nicht erklären. Wie konnte sie auch nur in Betracht ziehen, ihren Sohn so mir nichts, dir nichts im Stich zu lassen? Das war ein Fehler, ein Zeichen von grausamer Verantwortungslosigkeit, für die sie keine Rechtfertigung findet. Nicht vor sich und auch nicht in den Augen anderer. Das ist unentschuldbar. Sie sieht die Wahrheit klar und deutlich: Wenn nicht ihr Mann und Yong-Hye die Ersten gewesen wären, die Grenzen überschritten und damit ihre heile Welt zerstört hatten, dann wäre es wahrscheinlich sie selbst gewesen, die sich aufgelöst hätte und auf Nimmerwiedersehen verschwunden wäre.

Am Ende wird nämlich klar, dass Yong-Hye das Tier-Sein überhaupt durchschreiten, das Essen selbst, auch das von Pflanzen, überhaupt die Zerstörung überwinden will. In-Hye begreift durch ihre Schwester, dass die auferlegten Mechanismen der Normalität nur darüber hinweg täuschen sollen, dass tierisches Leben Leben isst und so als Teil eines Gewaltzusammenhanges beschrieben werden könnte, der die Zivilisation in Geißelhaft hält. Deshalb entscheidet sich Yong-Hye für das Dasein einer Pflanze und verweigert jede Nahrungsaufnahme und beschließt, sich nur noch von Sonne und Wasser zu ernähren.

Stil/Sprache/Form:

Han Kangs Stil vermeidet überschwängliche Beschreibungen. Sie kreiert eine bedrückende, unheimliche Atmosphäre mit äußerst kurzen, knappen Sätzen. Sie verwendet Sprache beinahe rudimentär, aber so ausgewogen, ausgesucht und dezidiert, dass dahinter kein mangelndes Vokabular vermutet werden kann. Zu klar bestimmt der Rhythmus der narrativen Stimmführung die Sprache, die Tiefe, den Tempus und die Kon- und Interjektionen. Sie wechselt zwischen szenisch und beschreibend, zwischen direkter und indirekter Sprache, und lässt sich mit narrativem Präsens auf die Situation selbst ein, um dann im distanzierten Präteritum wieder hinter die sichere Wand der Erzählgegenwart zu verschwinden:

Sie versteht nicht, was diese Fluten bedeuten. Ebenso wenig, was ihr damals die Bäume sagen wollten, die im Morgengrauen am Ende des Hügelweges in den Himmel ragten wie blaue Fackeln. Mit Sicherheit keine zärtlichen Worte, keine zum Trost und auch nicht zur Unterstützung. Sie wollten sie nicht ermutigen oder ihr helfen, sich wieder zu fangen. Es mussten im Gegenteil harte Worte sein, grausam, feindlich und furchteinflößend. Vergeblich schaute sie sich um. Da war kein Baum, der ihr Leben auffangen wollte. Sie standen da wie riesige Tiere, kräftig und unerbittlich.

Han Kang schreibt fast Prosagedichte, und deshalb wirkt die karge Sprachen niemals einfach. Sie zeichnet ihre Figuren in den Hintergrund hinein, lässt Zeithorizonte, Traum und Handlungsgegenwart verschmelzen, Gedanken mit Beschreibungen, und versucht durch diese immersive Sprache, die nicht mehr wirklich zwischen Bewusstsein und Wahrnehmung, zwischen Vorstellung und Empfindung unterscheidet, die Wunde der Trennung zu schließen, die zwischen dem Ich und der Welt klafft. Hieraus erklärt sich auch das episodische multifigurale Erzählen, das wiederum im Ton und Stimmung zu einem Ganzen wird, ohne seine Disparatheit zu leugnen.

Es ist immer noch finster, der neue Tag noch jung. Drei oder vier Stunden, bevor das Kind wieder aufwacht. Das ist die Zeit, in der man keine Geräusche hört. Eine Zeit, lang wie die Ewigkeit und bodenlos wie ein Sumpf. Wenn sie sich mit geschlossenen Augen in die leere Badewanne verkriecht, dann wird sie eingehüllt von einem dunklen Wald. Regentropfen bohren sich wie kleine Pfeile in Yong-Hyes Körper, ihre fleischlosen Füße sind im Schlamm vergraben. In-Hye schüttelt den Kopf, um diese Bilder zu vertreiben, aber dann flirren vor ihren Augen die Blätter von Bäumen an einem hellen Sommertag, als wären sie große grüne Flammen.

Sie verwendet in einem Bild „Regentropfen“ und „Flammen“, die sie einhüllen, als wären sie Wasser, da die Vorstellungen die leere Badewanne füllen. Yong-Hye rettet sich, indem sie wieder Teil der Nacht und des Tages, des Wassers und des Feuers wird, aber als Tanz der Widersprüche, als Vermittlung, wie der Baum, der in der Erde wurzelt, aber gen Himmel wächst und des Sumpfigen des Bodens bedarf wie auch das Grelle und Helle der Sonne und des Sommers. So austariert, verlieren die Figuren ihre Konturen, werden Teil einer besungenen, beschrieben, lyrisiert-irisierten Welt.

Kommunikativ-literarisches Resümee:

Wie in Olga Tokarczuks Empusion oder in Elfriede Jelineks Die Kinder der Toten evoziert Han Kang eine eher unheimliche Szenerie der Natur- und Weltverbundenheit. Die Vegetarierin beschreibt eine psychodynamische Heimsuchung, die beginnt, als sich der Ehemann der Protagonistin von ihr ein Kind wünscht, sie sich also mit der eigenen Verkettung und Verschmelzung mit dem Weltganzen beschäftigen muss. Diese Beschäftigung führt in den Rückzug und die Abstinenz vom Tier-Sein schlechthin, ein Jenseits von Fressen und Gefressen-Werden, oder wie es Theodor W. Adorno in Sur l’eau aus Minima Moralia beschreibt:

Rien faire comme une bête, auf dem Wasser liegen und friedlich in den Himmel schauen, »sein, sonst nichts, ohne alle weitere Bestimmung und Erfüllung« könnte an Stelle von Prozeß, Tun, Erfüllen treten und so wahrhaft das Versprechen der dialektischen Logik einlösen, in ihren Ursprung zu münden.
Theodor W. Adorno aus: „Minima Moralia“

Yong-Hye lässt sich treiben, isst nicht mehr, will nur noch Licht, Luft und Wasser, leben wie eine Pflanze und repräsentiert auf diese Weise eine vom Lebenstrieb gesättigte Mater(-ialität), wie sie Sigmund Freud in Jenseits des Todesbetriebs beschrieben hat. Die Heimsuchung unterminiert jedoch ihr soziales Sein. Sie entfremdet sich. Sie hört die Stimmen der Gefressenen, selbst jene der Pflanzen, denen sie sich mehr und mehr verbunden fühlt.

Es war Glück oder, wie ihr Arzt meinte, ein Wunder, dass Yong-Hye während der systematischen Durchsuchung des Waldes von einem Pfleger gefunden wurde. Sie stand zwischen tropfenden Bäumen an einem abgelegenen Abhang mitten im Wald. Unbeweglich, als sei sie eine von ihnen.

Insofern verbindet sich der Lebenstrieb mit dem Todestrieb in Yong-Hye zu einer trotzigen, gespenstischen Mesalliance, als eine Form der an sich selbst verübten Sühne und Rache zugleich, die auch die Werke von Jelinek und Tokarczuk charakterisieren, ein eigenartig schwebendes, zerstörerisches und doch horizonterweiterndes Total auf das Weltgeschehen. Jelinek beschreibt diese Form der Befreiung und Rache in Die Kinder der Toten, als sich die Berg- und Naturwelt an den Bewohnern zu rächen beginnt:

Der Wald, erzwungen von der elementaren Macht der Suche nach einem Ausweg, marschiert jetzt ins Tal hinunter, er kommt, er kommt! und es kommt mit ihm durchs nagelneue Bachbett, wo das alte Geschiebe und die alten Moränenreste besonders labil geschichtet sind, weil sie ja schon mehrfach, jedoch zumindest einmal, aufgrund der Unwetter der letzten Wochen, beim Schlafen gestört worden sind, sich den Wasser- und Erdzutritt erzwingend: DIE MURE. DIE FURIE. Die Erde gibt sofort den Widerstand gegen das Wasser auf und geht gleich mit ihm.
Elfriede Jelinek aus: „Die Kinder der Toten“

Die Gebirgswelt hält das Dasein, das Miteinander-Sein der Menschen nicht mehr aus und malmt sie nieder, wie Yong-Hye sich in Die Vegetarierin selber niedermalmt, und zwar durch die vollständige Entsagung. Sie ist der Gewalt müde, die um sie herum herrscht, der Vergewaltigungen durch ihren Ehemann, der Schläge und des Missbrauches durch ihren Vater, des Benutzens ihres Körpers im Namen der Kunst, der Medizin ein für alle Mal über. Hier schließt Terézia Moras Das Ungeheuer an, deren Protagonistin Flora fast selbiges Schicksal in allen Facetten teilt:

[Flora] hat den ganzen stürmischen Herbst und den ganzen harten Winter in einer Hütte am Waldrand überstanden, so harte Winter wie in den letzten 2 Jahren habe ich noch nie erlebt, sie hat das alles durchgestanden, und im Frühling ist sie doch gestorben. Sie hat sich erhängt, an einem Baum, abseits des Wegs, anderthalb Tage, bis sie jemand fand, barfuß, ich habe sie nicht gesehen, aber ich weiß, ihre Füße waren ganz ohne Hornhaut, immer.
Terézia Mora aus: „Das Ungeheuer“

Yong-Hye aber legt keine Hand an sich. Sie wehrt sich selbst gegen diese Form der Gewalt. Ihr steht die Sonne als sich selbst verzehrendes Dasein vor Augen: das aus sich heraus Leuchten; das aus sich heraus, allein durch das Eigengewicht Strahlen. Was in Jelinek und Tokarczuk und noch in Mora als gewalttätige Rache auftritt, als sühnendes Gewaltmonument, kehrt sich bei Han Kang nach innen, auf die Protagonistin selbst, in entsagender Friedlichkeit.

Ihre Schwester kam mit ihrem fleischlosen Gesicht näher an sie heran. »Ich bin kein Tier mehr, große Schwester«, flüsterte sie, als sei dies ein wichtiges Geheimnis. Dabei ließ sie ihren Blick verstohlen durch das Zimmer gleiten, obwohl außer ihnen niemand da war. »Ich brauche keine Nahrung. Ich kann ohne leben. Ich brauche nur Sonne.«

Die Welt der Menschen steht bei Han Kang unter Generalverdacht, aber sie zieht nicht in den Krieg gegen diese Welt. Sie zieht sich zurück. Ihr Weg bleibt ein eminent pazifistischer. Sie hält sich raus, und in den letzten Momenten begreift ihre Schwester, jenseits von Worten, welches Potential in Yong-Hyes Einsichten liegt. Indem Han Kang diese in Worte zu kleiden versucht, geht die Erzählerin den nächsten Schritt, nämlich den Versuch, eine wirklich gemeinsame Sprache für alle und jeden zu finden, und sei’s um den Preis erst einmal wieder die Stille und das Schweigen wie in ihrem auf Die Vegetarierin folgenden Roman Griechischstunden schätzen zu lernen.

tl;dr … eine Kurzversion der Lesebesprechung, aber mit detaillierter Inhaltsangabe findet sich hier.

Nächste Woche am 03.11.2024 auf Kommunikatives Lesen:
wahrscheinlich von Caroline Peters Ein anderes Leben.

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6 Antworten auf „Han Kang: „Die Vegetarierin““

  1. klingt gut, ich werde es auf meine Leseliste setzen. Ich werde es auf französisch lesen und sage dir bescheid, ob es auch so poetisch wirkt.

    1. Bei asiatischen Sprachen würde mich der Unterschied in der jeweiligen Übertragung auch sehr interessieren, da ich gar keine Vorstellung vom Original besitze (leider). Poetisch wirkte es auf mich durch die Sanftheit der Wortwahl, nicht wirklich durch lyrische Beschreibungen, eher melodiös … ein Vergleich der Übertragung könnte neue Einblicke in die Technik von Han Kang bringen. Stimmt. Vielen Dank für den Tipp! Viele Grüße!

  2. Hab den Roman auf English gelesen, kann leider auch keine der ostasiatischen Sprachen…:-(

    Ich war von der „Vegetarierin beeindruckt ud bin es noch heute. Zwei Sachen haben mir besonderen Antrieb gegeben:
    1. Dass die drei Kapitel von verschiedenen Personen „erzaehlt“ werden…
    2. Dass unsere „Heldin“ am Ende auf dem Kopf steht. (Der Baum ist naemlich in mehrere Hinsicht der umgekehrte Mensch).
    Alexanders Buchbesprechung ist na klar weit differenzierter. Danke dafür!

    1. Mich hat wie gesagt die Absage beeindruckt, Leben in essbar und nicht essbar zu unterteilen – also die Pflanzen auch miteinzubeziehen. Das sind anstrengende Gedanken, aber Han Kang hat sie gut ausgeführt, und zwar als Ausflucht einer sehr gewalttätigen Welt gegenüber, insbesondere gegenüber von Frauen. Hast du noch andere Bücher von ihr gelesen?

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