Cees Nooteboom: „Allerseelen“

Allerseelen von Cees Nooteboom. Schwebend aus eigener Schwere heraus. 

Allerseelen lässt sich als Abschluss einer vielleicht unbewusst angelegten Trilogie denken, die mit Rituale (1980) ansetzt, über Die folgende Geschichte (1991) seine Richtung sucht und als eine Reise durch die Nacht mit Allerseelen (1998) die Todessehnsucht durchschreitet und den Weg in die Welt der Lebenden findet. In allen drei Romanen steht der Topos Tod im Vordergrund. In Allerseelen nun auch vom Titel her:

Als die beiden anderen weg waren, lag Arthur da und schaute immer noch auf die Bilder. Allerseelen. Er wußte nicht genau, was er sich darunter vorzustellen hatte, aber er hatte den Eindruck, das Wort habe mehr mit Lebenden als mit Toten zu tun. Es mußten Tote sein, die sich noch irgendwo aufhielten, es war unmöglich, sie ganz wegzubekommen, man mußte ihnen noch Blumen bringen.
Cees Nooteboom aus: „Allerseelen“

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