Kalenderwoche 18: Lesebericht.

Lesen in der Sonne.

Die Sonne macht es einem leichter am Fenster zu lesen. In dieser Woche habe ich mich vor allem mit Gotthard Günthers Die Amerikanische Apokalypse beschäftigt und in Hannah Arendts Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft gelesen. Günther hat eine gewisse Leichtigkeit der Geschichte gegenüber, fast schwadronierend, leichtfertig, unbesonnen, die gut Arendts zum Schwermut tendierenden, die Reflexionszonen des Soziologischen und Historischen aussondierenden Stil ausgleicht. Eigentlich hatte ich noch Ulrich Plenzdorfs Die neuen Leiden des jungen W. erneut lesen wollen. Aber es klappte wieder nicht (obwohl die Sonne schien). Jean Paul schrieb zwar:

„Ein Buch, das nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden, ist auch nicht wert, dass man’s einmal liest.“

Jean Paul aus: „Siebenkäs“ – Vorrede

Doch es gibt so viele Bücher, dass es kaum möglich ist, die bereits gelesenen nochmals zu lesen, obwohl sie es verdient hätten. Plenzdorf gehört dazu. Nun zu meiner dreigliedrigen Liste – gekauft, angelesen, ausgelesen:

„Kalenderwoche 18: Lesebericht.“ weiterlesen