Steffen Kopetzky: „Monschau“

Hilflos und verliebt in der Eifel … (Spiegel Belletristik-Bestseller 15/21)

Steffen Kopetzkys neuer Roman mit dem Titel „Monschau“ gestattet eine narrative Zeitreise in die Eifel der frühen 1960er der Bundesrepublik Deutschland. Es geht um Alt-Nazis, Aufarbeitung der Vergangenheit, um das Wirtschaftswunder, um Wernher von Braun, um alte Männer, die zu viel essen, humpeln, Kriegsverbrechen begangen haben, um geläuterte Nazi-Ärzte und NSDAP-Mitglieder, um einen griechischen Einwanderer Nikos, der sich in Vera, eine Sartre lesende, Beauvoir zitierende Konzern-Erbin, verliebt, also um das einfache und doch so schwierige Leben der Schönen und Reichen der bunten Nachkriegszeit, die gerne Jazz hören und mit Pocken und Krankheiten nichts zu tun haben möchten. Vor allem aber geht es um eine sehr lokalisierte Pockenepidemie, die von einem Düsseldorfer Dermatologen Stüttgen samt seinem Assistenten Nikos und vielen anderen ungenannten bekämpft und mittels Impfungen zum Versiegen gebracht wird. Mit anderen Worten: Kopetzky hat einen Pandemieroman geschrieben und mit „Monschau“ vorgelegt.

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