Martin Walser: „Das Traumbuch“

Walser, nur ein klein bisschen leiser.

Alterswerke präsentieren sich oft eigenwillig und aufmüpfig. In ihnen wird kein Blatt mehr vor den Mund genommen. Sie geben dann noch mal alles, resümieren, rekapitulieren und ziehen alle Register. Manche Alterswerke jedoch nicht. Martin Walsers Das Traumbuch – Postkarten aus dem Schlaf gehört zu diesen, wie auch Herta Müllers spartanisches Der Beamte sagte oder Friederike Mayröckers entschlossenes da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete. Auch wäre da noch Helga Schuberts sanftes Vom Aufstehen und Irvin D. Yaloms und Marilyn Yaloms rührendes Unzertrennlich zu nennen. Walser stellt sich in diese Reihe, versöhnt mit sich und der Welt:

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