
[Keine Spoiler] Sanditz bearbeitet das Thema DDR unter dem Fokus von Männerliebe und/oder abwesenden Vätern und stellt sich als eine Art Vermittlerroman zwischen Lutz Seilers Kruso und Clemens Meyers Die Projektoren dar, und zwar unter der ästhetischen Ägide eines Uwe Tellkamp mit seinem Der Turm, von dem Rietzschel viele Motive und strukturelle Zusammenhänge aufnimmt, diese aber von der DDR-Intelligenz und Oberschicht in den Alltag der arbeitenden Bevölkerung verlegt. Sanditz, ein fiktiver Ort in der Lausitz, in Mitleidenschaft gezogen vom angrenzenden Braunkohletagebau, mehr oder weniger wirtschaftlich aktiv durch ein Flachglaswerk, wird geprägt durch eine außerordentliche Tristesse:
Streng genommen wurde alles, was die Umsiedlung wegen des Braunkohletagebaus erträglicher gemacht hätte, vernachlässigt. […] Eine Schule wollten sie wieder haben, idealerweise einen Bahnhof, und wenn schon keine alten Bäume, dann wenigstens neue, in großer Zahl, angepflanzt zu einem kleinen Park. Und eine Kirche mit Geläut. […] was hatten sie bekommen? Keine Schule, keinen Fleischer, keinen Bäcker, keinen Friedhof, keine Kirche. Von Linden oder einem Bahnhof ganz zu schweigen. Vier flache Häuser an einer Straße, das war die Entschädigung.
Lukas Rietzschel aus: „Sanditz“
Inhalt/Plot:
Der fast 500 Seiten umfassende Roman deckt den Zeitraum von 1978 bis 1998 und von 2021 bis 2022 ab, indem er die Bewegung auf das Jahr 1998 hin mit Geschehnissen, die den Corona-Lockdown und den Beginn des Russland-Ukraine-Krieges thematisch aufarbeiten, unterbricht und mischt. Wie in Tellkamps Der Turm hält der Roman den Fokus auf drei Männerfiguren: Roland, ein Bauarbeiter und Müßiggänger, der sich zu seiner eigenen Überraschung in einen Mann, in Achim, einen Lebenskünstler, verliebt; Dirk, der bei seiner Mutter wohnt und sich mit Drohnen und elektronischen Krimskrams beschäftigt und an einer Depression leidet; und Tom, der als Polizist unehrenhaft entlassen wurde und nun seine Zeit mit Chats auf Telegram mit Impfgegnern und Pro-Ukraine-Aktivisten verbringt. Rolands Geschichte prägt die Zeit zwischen 1978 und 1998, Tom die zwischen 2021 und 2022, wohingegen Dirk das Ende des Romans mehr oder weniger vorbehalten bleibt. Alle drei Männerfiguren zeichnen sich durch Verschlossenheit, Verzagtheit, Ängstlichkeit und auch eine gewisse körperliche Ungelenkheit aus:
Anders als Roland ließ sich der andere Mann davon nicht beeindrucken. Er beachtete seinen hustenden Kollegen gar nicht, der halb auf dem Bordstein, halb auf der Straße lag, ging leicht in die Knie, in eine Art Lauerstellung, bereit, Lovro wie ein Tiger an den Hals zu springen. »Sehr gut«, sagte er. »Du bist nicht nur eine Schwuchtel, du bist ja sogar eine Ausländerschwuchtel.« Aber er stürzte sich nicht auf Lovro. Er ging auf Roland los, schlug ihm ins Gesicht. Roland wehrte sich, versuchte, so wie Lovro die Nase zu treffen. Handballen, dachte er, Handballen, aber nahm die Faust, traf Stirn oder Schläfe, knack, er schrie. Schon bekam er einen Gegentreffer in den Bauch, dann einen auf den Kopf, ihm wurde schwarz vor Augen, schwindelig, kalt. Er wollte sich setzen, ausruhen, nur kurz.
Sowohl Dirk wie Roland wie Tom müssen ihren sich selbst zu geschriebenen Mangel an Männlichkeit mit Attitüde kompensieren, was ihnen aber nur mäßig gelingt. Sie gehören eher zu den Stillen, nur Tom braust hin und wieder gerne auf und sucht sich politische Herausforderungen, um seine Stärke und Durchsetzungskraft zu beweisen, nur um dann doch immer wieder am Ende verwirrt und alleine dazustehen. Seine Freundin Caro lässt ihn direkt am Anfang im Stich, wie seine WG-Mitbewohner und auch andere Freunde. Die Annäherungen eines Adrian, muskelbepackt, aber freundlich wehrt er passiv-aggressiv ab, was durch die problematische Beziehung mit seinem Vater, Roland, motiviert wird:
Tom öffnet die Augen. »Wusstest du«, sagt er und will Adrian erzählen, dass er mal Trompete gespielt hat. Aber Adrian hat seine Arme auf dem Tisch verschränkt und seinen Kopf wie darauf abgelegt. Er schluchzt. Sein Körper zittert.
»Alles okay?« Tom schaltet die Musik aus, steht auf und geht zum Tisch. Er weiß nicht, was er tun soll. Sein Vater war oft nicht zu Hause, wenn er als Kind weinte oder sich übergeben musste. War oft weg, wochenlang, und wenn er da war, hat er höchstens mal über Mutters Schultern ins Zimmer gespäht. Hilflos stand er im Türrahmen, völlig überfordert, als wäre in Tom der Teufel gefahren.
Bleibt zuletzt der etwas mysteriös im Hintergrund bleibende, über vierzig Jahre alte Dirk, der noch bei seiner Mutter wohnt, ein Einsiedlerleben führt und sich mit allerlei elektronischen Spielzeug ablenkt, bspw., indem er überall in der Wohnung Digitalkameras aufstellt und die Aktivitäten seiner Mutter beobachtet oder aber mittels einer Drohne die Nachbarschaft ausspioniert. Das Zusammenleben mit seiner Mutter erweist sich insgesamt alles andere als harmonisch, zumal Dirk kaum Energie hat, sich ihr gegenüber zu öffnen und mit ihr von gleich zu gleich zu kommunizieren.
Dirks Schritte sind schon im Flur zu hören. Gerade hätte sie lieber Gesellschaft als Ruhe. Sie nimmt in Kauf, dass er sie anschreien und sie zurückschreien wird. Dass sie sich hochschaukeln, bis einer weint und das Haus verlässt. So oft sitzt sie neben ihm und beobachtet ihn vom Sessel aus, während der Fernseher läuft, und weiß nicht, was sie sagen soll. Sie würde sich gern mit ihm unterhalten, vielleicht fehlt ihr die Geduld, ein richtiges Gespräch aufzubauen. Es ärgert sie, dass auch Dirk keine Energie dafür aufbringen kann. Sich ihr nicht zuwendet, wenn sie spricht, sie nicht einmal ansieht. Starr den Kopf Richtung Fernseher richtet. Manchmal schläft er sogar ein, während sie etwas erzählt. Es ist so viel einfacher, ihn zu provozieren und von ihm angeschrien zu werden.
Diese drei Männer, die jeweils ihre eigenen Traumata besitzen – Roland seine unterdrückte Homosexualität, Tom seine Vaterlosigkeit und Dirks Depression durch den Militärdienst – bilden das Rückgrat des Romans, wobei als Klammer Rolands verlorene Liebe dient und ihm Dirks Versuche, aus seinem Alltagstrott letztlich doch auszubrechen, zusätzliche Dramatik verleiht sowie Toms Suche nach einem Sinn im Leben, einer Art Rechtfertigung und Bestätigung seiner Existenz, die sich ansonsten für ihn wie im Sande zu verlaufen droht.
Lukas Rietzschel schreibt mit Sanditz also eine Art DDR-Endzeit-Chronik mit dem Fokus auf verwirrte, verunsicherte Männerfiguren, die sowohl vor wie nach der Wende keinen Platz in der Welt finden, vor sich hin irren und hierbei allerlei Chaos, Schmerz, Enttäuschung und Trauer stiften. Die inhaltliche Parallele zu Uwe Tellkamps Der Turm wird hier augenfällig, zumal auch dort drei mehr oder weniger freischwebende Männerfiguren im Fokus stehen: Richard Hoffmann, Chirurg, der abwesende Vater mit Zweitfamilie wie Roland; Meno Rohde, Verleger, in sich gekehrt, vergeistigt und zurückgezogen wie Dirk; und Christian Hoffmann, Student, der als Soldat wie Tom als Polizist sich gegen die Befehle seines Vorgesetzten wendet und Demonstranten zu verteidigen sucht.
Die Männerfiguren von Tellkamp und Rietzschel charakterisiert eine gewisse Einsamkeit und so eine verzweifelte Suche nach einer passenden Partnerin, die sich aber nicht finden und/oder deren Liebe sich nicht erzwingen lässt. Wie bei Tellkamp so bei Rietzschel bleiben die Frauenfiguren unausgeführt und matt, bis undurchsichtig, und finden keinen wirklichen Abschluss. Rietzschel lässt diese sogar plötzlich und völlig (Caro, Maria und Marion) aus dem Bild fallen. Genauso wie die Frauenfiguren hängt der Beginn in der Luft, das Zerstören einer Bismarckstatue von Raben, die sich in Menschen verwandeln. Solche Schnitzer hat sich Tellkamp weder in Der Turm noch in Der Schlaf in den Uhren erlaubt und gibt Sanditz inhaltlich gesehen etwas Bemühtes und noch Unausgereiftes.
Vollständige Inhaltsangabe mit Spoilern hier.
Stoffbereich: Liebe mit Plot: Gewalt/Verbrechen/Krieg und Unerfüllte Liebe/Eifersucht
Stil/Sprache/Form:
Auffällig geschliffen geschrieben zeichnet Lukas Rietzschel in Sanditz das Leben seiner Männerfiguren nach. Hier eifert er aber nicht Uwe Tellkamps barocker Lust am Ornamentalen nach, dennoch wirken seine Sätze nie langweilig, generisch oder sequenziell. Für die Gegenwartsliteratur untypisch besitzen die Passagen stets eine gewisse Sprachmelodie und einen nachvollziehbaren Leserhythmus, der die einzelnen Motive gewissenhaft verknüpft.
Und als dann dieser wunderbare Regen einsetzte und den aufgewirbelten Ackerstaub aus der Luft wusch, öffnete Lothar den Mund und streckte die Zunge heraus. Die Tropfen hüllten Roland in einen Kokon, kühlend und wärmend zugleich. Kühl für die Haut des geschundenen Körpers, warm für den Kopf, der träumend dahindämmerte und sich nach Lothars Mund sehnte. Er hatte sich geschämt für diesen Gedanken, hatte sich gefragt, was nicht mit ihm stimmte, weil er lieber bei Lothar als bei Marion sein wollte.
Auch gelingt ihm das verstockte Begehren, die Scham, den sozialgestifteten Selbstekel literarisch herauszuarbeiten, das Schlafwandelnde der sich versteckenden, eine Angst vor äußerer Gewalt befürchtenden männlichen Existenzen. Die drei Männerfiguren dienen jeweils motivisch als je spezifische Umgangsform mit dieser Angst: Roland harrt sich geißelnd aus, Dirk versteckt sich, und Tom überkompensatorisch sucht die Rettung im Angriff. Im Gegensatz jedoch zur herausstechenden sprachlichen Form erscheint die Erzählinstanz oder Erzählweise äußerst spröde, episodenhaft, sprunghaft und wenig konsistent. Sie wirkt nachträglich hineinmontiert, um den eher intensitätsarmen Stoff, den Mangel an Dramatik und an mitreißendem Plot durch ein gewolltes Puzzlespiel der Zeitabfolge auszugleichen. Selten passt das episodische Erzählen zu einem solchen Stoff. Es bedarf eher epischer Inhalte wie in Krieg und Frieden, in denen das Unübersichtliche des Weltgefüges thematisch wird, anstelle individueller Schicksale, die zu übersichtlich und kompakt sind, um das lockere Gefüge zu plausibilisieren.
Kommunikativ-literarisches Resümee:
Lukas Rietzschel betreibt mit Sanditz einen breiten Spagat zwischen der sehnsuchtserfüllten Idylle eines Kruso auf Rügen, dessen Roman sich ebenfalls um einen verschwundenen Freund dreht wie bei Roland und Achim, und der im Krieg gesuchten und gerechtfertigten Zärtlichkeit und Freundschaft zwischen Männern wie bei Clemens Meyer in Die Projektoren. Nimmt Rietzschel den in fast allen DDR-Romanen vorkommenden Hiddensee/Rügen-Topos direkt auf, ersetzt er jedoch Meyers Balkankrieg mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, ohne die Motive zu ändern, die darin bestehen, dass Vaterlosigkeit und Orientierungslosigkeit Gewaltexzesse nahelegen und durch einen äußeren Feind legitimierte Intimität ermöglichen. Den eigentlichen Clou jedoch betreibt Rietzschel damit, dass er nahezu eine identische Geschichte wie Uwe Tellkamp erzählt, nur eben die Handlung in die Unterschicht der DDR verlegt. Hierin sticht Sanditz aus vielen anderen kritischen DDR-Aufarbeitungen hervor. Es geht nicht um die Intellektuellen, um den Kunst- und Kulturbetrieb, sondern um Bauarbeiter, Küchenhilfen und Sparkassen-Angestellte.
Anders als erwartet, waren seine Knie erstaunlich belastbar. Sie wurden blau und rot, aber blieben beweglich und stabil. Mühelos konnte er über den Boden kriechen und im nächsten Augenblick die beinahe zwei Meter hohen Styroporpakete auf dem Rücken durchs Treppenhaus schleppen. Problematischer waren seine Zehen, die er in den Arbeitsschuhen nicht bewegen konnte. Zusammengedrückt durch die Stahlkappen, wurden sie steif und kalt wie Eiszapfen. Abends in der Pension setzte er sich aufs Bett, zog die Schuhe aus, fast betäubt durch den Gestank seiner Socken, und fühlte sich, als wäre er einem Sarkophag entstiegen. Er cremte die Füße ein, massierte die Zehen, jede einzeln, minutenlang.
Die Probleme erscheinen jedoch auch bei Rietzschel allesamt dieselben: Lügen innerhalb der Familie, Bespitzelung der eigenen Kollegen, sadistische Vorgesetzte beim Militär sowie Inkompetenz in der Planung und mangelhafte Infrastruktur in der Ökonomie. Nur ersetzt Rietzschel die Problematik der Rede- und Presse- und Lehrfreiheit mit denen der freien sexuellen Persönlichkeitsentfaltung. Die DDR erwies sich als zu starr, zu engstirnig, und wie in Sanditz beschrieben auch die BRD, denn die Angriffe auf Homosexuelle finden sowohl in Sanditz wie in Frankfurt am Main statt, wodurch Rietzschels Roman eher ein unspezifisches Drama darlegt, das wenig mit den historischen Umständen zu tun hat, schon gar nicht mit sozioökonomischen. Sowohl Rolands wie Dirks Probleme werden von der Wende nämlich gar nicht berührt noch verändert, und Tom lebt sowieso in seiner eigenen Welt. Rietzschel, der seinen Roman mit einem Zitat aus Max Horkheimers und Theodor W. Adornos Dialektik der Aufklärung beginnt, hat konsequenterweise die Psychodynamik der autoritären Persönlichkeit in der Figur Toms rekonstruiert:
Anstelle jener Katharsis, deren Gelingen ohnehin in Frage steht, tritt der Lustgewinn, in der eigenen Schwäche auch ein Exemplar der Majorität zu sein und damit nicht sowohl, wie ehedem die Sanatoriumsinsassen, das Prestige des interessanten pathologischen Falls zu gewinnen, als vielmehr gerade vermöge jener Defekte sich als dazugehörig auszuweisen und Macht und Größe des Kollektivs auf sich zu übertragen. Der Narzißmus, dem mit dem Zerfall des Ichs sein libidinöses Objekt entzogen ist, wird ersetzt durch das masochistische Vergnügen, kein Ich mehr zu sein […]
Theodor W. Adorno aus: „Minima Moralia“
Die Katharsis gerät hier zur Lüge und Betrug und Gewalt am Mitmenschen unter dem Vorzeichen für die gute Sache in den Krieg zu ziehen. Die Dialektik der Aufklärung steht hier auf Messers Schneide der Barbarei, und Dirk, der sich aus allem heraushält, realisiert das, was Adorno als utopische Resteverwertung noch zu formulieren vermag:
Rien faire comme une bête, auf dem Wasser liegen und friedlich in den Himmel schauen, »sein, sonst nichts, ohne alle weitere Bestimmung und Erfüllung« könnte an Stelle von Prozeß, Tun, Erfüllen treten und so wahrhaft das Versprechen der dialektischen Logik einlösen, in ihren Ursprung zu münden.
Theodor W. Adorno aus: „Minima Moralia“
Roland, hin und her gerissen zwischen diesen beiden Polen, verdorrt in Starre, und verurteilt Sanditz als Roman zu einer zeitweisen Tortur, denn was bleibt eigentlich nach all den Seiten noch am Leben schön und übrig? Seine Antwort, in der DDR schon mal gar nichts. Die Unentschiedenheit aber als poetische Strategie wirkt so wenig überzeugend wie die Handlungsschematik verirrter, ängstlicher Hauptfiguren als Plot, darüber hilft weder DDR als graues, finsteres, tristes, aber passives Monstrum noch der drohende Krieg als Warnung hinweg. Vor diesem beißscheuen Hintergrund bleibt zu viel offen und werden zugleich zu viele Antworten vorbereitet. Die einfachere, homoerotische Leidensgeschichte Rolands im Sinne eines James Baldwin in Giovannis Zimmer hätte durchaus genügt, ganz ohne DDR, AFD, Ukraine-Krieg, Impfgegner und Stasi-Unterlagen, die sowieso nur als narrative Mogelpackung mitversendet wurden. So verblassen literarisch sehr überzeugende Szenen von Roland im Gesamtgeflecht zur bloßen Anekdote und müssen zusehen, wie ihr erzählerisches Potential für augenblickshafte Diskursgefälligkeit verspielt wird.
tl;dr … eine Kurzversion der Lesebesprechung, aber mit detaillierter Inhaltsangabe findet sich hier.
Andere (mir bekannte) Rezensionen:
Buch-Haltung
Lesefalten
Die Kurzversion findet sich hier und auch andere aktuelle Kurzrezensionen.


Das Zitat aus Minima Moralia zur utopische Resteverwertung finde ich sehr treffend gewählt um Dirk zu beschreiben.
Schade. Wenn er das in diese Richtung ausgearbeitet hätte, statt so glatt daraus zu rutschen, wäre Dirk eine echte Highlightfigur gewesen.
Danke für diesen Gedanken. Das hat mich weiter gebracht 🙂
Ich finde, dass es sehr viele gute Anschlusspunkte und -figuren in „Sanditz“ gibt. Auch Maria, die für mich auch etwas erstaunlich sang- und klanglos verschwindet, oder Marion. Auch die Bismarckstatue, die von den Raben zerlegt wird – weshalb ich das Buch überhaupt angefangen habe zu lesen 😀 … das Zitat aus Minima Moralia gibt auch den Schlüssel zu Adornos Werk schlechthin. Schön, dass es den Gedanken weitertreibt. Für mich war Roland definitiv die ausgearbeiteste Figur, insbesondere die Frankfurtszenen fand ich intensiv.
Ja, Roland ist auf jeden Fall die am intensivsten ausgeleuchtete Figur. Frankfurt für fand ich krass.
Ich bin ja auch großer Fan der Kapitel um Sauerländer Peter Schulte, auch wenn das etwas ironisch überzeichnet ist.
Vielleicht kann dich meine Rezension auf dem Blog etwas näher an die Frauenfiguren bringen 🙂