Halldór Laxness: „Am Gletscher“

Halldór Laxness "Am Gletscher"
Unaufgeregtheit als Passion … Nobelpreis für Literatur 1955

Ewiges Eis heißen die Gebiete, wo trotz Jahreszeitenwechsel das Eis nie schmilzt. Das Polargebiet kommt einem in den Sinn, aber auch die schneeverwehten Gipfel, Grate und Kämme großer Gebirge. Der Schnee vergeht dort nicht. Das Eis bleibt, und die Gipfel erstrahlen im hellen Weiß. Nicht nur Bergspitzen, auch Gletscher trotzen der Sonne und dem Sommer und legen Zeugnis ab von längst vergangenen Zeiten. Sie halten stand und geben ihr Geheimnis nicht preis. Sie dauern auf anderen Zeitskalen. Halldór Laxness‘ Roman Am Gletscher gleicht einem solchen und zwar in mehrerer Hinsicht:

Es war einer jener Tage im Mai, wunderschön gegen Abend, an denen das Glück des Lebens einem sterblichen Menschen entgegenlächelt. An einem solchen Tag pflegten die Alten zu sagen: Vor seinem Lebensende ist niemand glücklich zu preisen. Der Gletscher, der Terrinendeckel der Welt, deckte die Geheimnisse der Erde zu. Er sah mir und der Frau still nach in der Gewißheit, wenn er sich nur um ein Quentchen rührte, bekäme er einen Riß, aus dem die Maus herausspringt.

Halldór Laxness aus: „Am Gletscher“

Wer ist der Ich-Erzähler, wer ist die Frau und von welchem Gletscher spricht er? Der Gletscher liegt im äußersten Westen von Island und wird Snæfellsgletscher genannt und überzieht den Berg Snæfellsjökull, der einst als höchster Berg Islands gehandelt wurde. Um den Berg und seinen Gletscher ranken viele Sagen und Mythen, bspw. die Eyrbyggjasaga und die Vilundarsaga, und manche behaupten, über den Gipfeln UFOs gesehen zu haben, was andere mit außerordentlich geformten Lenticularis-Wolken in Verbindung bringen. Vor allem jedoch ist der Vulkan dafür bekannt, in Jules Vernes Roman Reise zum Mittelpunkt der Erde als Zugang zur Unterwelt zu dienen. Dort heißt es nämlich im 15. Kapitel:

Der Snäfields ist fünftausend Fuß hoch. Er schließt mit seinem zweifachen Kegel eine trachytische Kette ab, die sich von dem orographischen System der Insel sondert. Von dem Punkt unserer Abreise aus konnte man nicht sehen, wie seine beiden Spitzen auf dem grauen Hintergrund des Himmels hervortraten. Ich gewahrte nur, daß eine enorme Schneekappe dem Riesen über die Stirn gedrückt war.

Jules Vernes aus: „Reise zum Mittelpunkt der Erde“

Die enorme Schneekappe ist der Gletscher, von dem in Laxness Roman die Rede ist. Er schimmert geheimnisvoll am Horizont und prägt mit seiner glänzenden Präsenz, seiner Beständigkeit, Helligkeit das ganze Leben der Menschen im Dorf zu seinen Füßen. An manchen Tagen scheint er nicht einmal von dieser Welt zu sein, statt dessen schwebt und gleitet er zwischen den Welten, den Zeiten, ungreifbar, gleißend und verheißungsvoll:

Oft hört man von hellseherischen Leuten, daß ihre Seele den Körper verlassen kann. Das passiert dem Gletscher nicht. Doch das nächste Mal, wenn man wieder hinsieht, hat der Körper den Gletscher verlassen, und nur die Seele ist übrig, in Luft gehüllt. Wie Unterzeichneter weiter oben im Bericht erwähnt hat, steht der Gletscher zu gewissen Tageszeiten verklärt in einer besonderen Helligkeit da, in goldenem Licht von großer Strahlungskraft, und alles außer ihm wird armselig. Es ist, als gehöre der Berg nicht mehr zur Erdkunde, sondern sei in die Ionosphäre entrückt.

Der Ich-Erzähler nennt sich selbst „Unterzeichneter“ und unternimmt im Namen des Bischofs eine Reise zum besagten Gletscher, um dort seltsame Vorfälle zu untersuchen. Dem Bischof sind nämlich Ungereimtheiten zu Ohren gekommen. Beispielsweise soll der hiesige Gemeindepfarrer Sira Jon Jonsson seinen lutheranischen Amtspflichten nicht wirklich nachkommen. Die Kirche sei im Zerfall begriffen, Gottesdienste fänden genauso wenig statt wie Beerdigungen, und zudem soll eine Leiche oder etwas anderes auf den Snæfellsgletscher gebracht worden sein. Da hilft es auch nicht, dass Jon Jonsson sein Pfarrersgehalt seit Jahren nicht von der Dienststelle abgeholt hat. Der Ruf des Kirchenministeriums steht auf dem Spiel, und der Vertreter des Bischofs, kurz Vebi, soll sich über die Situation vor Ort Klarheit verschaffen. Die Arbeitsanweisung des Bischofs lautet kurz und prägnant: 

Wir bitten um einen Bericht, das ist alles. Egal, was für irrige Ansichten und Märchen die Leute vorbringen, Sie sollen sie nicht bekehren. Nichts und niemand reformieren. Ihnen gestatten zu sprechen, nicht dagegen reden. Und wenn sie schweigen, worüber schweigen sie? Notieren, was wichtig ist, ich umreiße das alles in der schriftlichen Vollmacht. Den Rahmen nicht selber erweitern. Sachlich schreiben. Wir wollen nichts Amüsantes vom Westland hören, wir lachen hier in Reykjavik auf unsere eigenen Kosten. Soviel wie möglich in der dritten Person schreiben. Akademisch, ja, aber in Maßen. Vom Tonband lernen.

Fortan schreibt der Ich-Erzähler zumeist in der dritten Person und geht den Ereignissen nach und nach gleich einem Kriminalfall auf die Spur. Zentraler Dreh- und Angelpunkt der Geschehnisse ist der Pfarrer Jon Jonsson, der gerne handwerklich arbeitet, sich für die Gemeindemitglieder einsetzt, Pferde beschlägt, Kocher repariert und an defekten Motoren herumbastelt. Bei all dem vernachlässigt dieser jedoch zum Leidwesen des Kirchenministeriums ein wenig zu sehr die Belange der Kirche, die, indes er keine Zeit und Mühen scheut, um Kellen, Messer oder zersprungene Tonkrüge wiederherzustellen, langsam vor sich hin rottet. Um ihn herum weben sich deshalb Sagen und Legenden:

Hingegen sagten die alten Leute, oft bleibt es um die Wahrheit besser still. Die Pferde draußen und die Schneeammern dürften am besten wissen, was für ein Mensch Sira Jon ist. Diese Tiere folgen ihm ja in Scharen. Sogar die Raben schließen sich ihm an, wenn sie ihn im freien Gelände sehen; und das gefällt mir am wenigsten. Denn viel Häßliches hat man von Raben gesehen.

Neben Jon Jonsson, der über die Handlung hinweg weitestgehend mit Abwesenheit glänzt, da er schlichtweg Besseres zu tun hat, als einem Vertreter des Bischofs Rede und Antwort zu stehen, gibt es noch die besagte Frau, von der der Ich-Erzähler in dritter Person berichtet. Sie hat viele Namen. Einer lautet Gudrun Sämundsdottir von Nedratradkot, ein anderer Helena oder Elena, aber auch Ursula, Ursa (Bärin), Ursalei oder kurz: Ua. Wie um Jon Jonsson ranken sich viele Legenden um sie. Sie bleibt mysteriös, und so vermag der Ich-Erzähler selbst nach eingehender Befragung der Dorfbewohner in Bezug auf den Pfarrer, seine Frau und den Geschehnissen nur konstatieren:

Gefragt wurde nach dem Gemeindeleben und der Kirche; geantwortet wurde mit der Fütterung von Schneeammern und dem Beschlagen von Pferden. Gefragt wurde nach verdächtigen Fahrten, vielleicht Bestattungen, auf dem Gletscher; geantwortet wurde mit einer Leiche, die nackend aufstand und ihren Leichenträgern Brot buk. Meine Frage nach dem Familienstand des Gemeindepfarrers wird mit Mitteilungen über eine spanische Edelfrau beantwortet, die die Brust bekam, bis die Gletscherleute ihr ein Kind machten. Interessante Antworten, doch gänzlich ohne Beziehung zu den Fragen, die ich mich zu stellen bemühte. Es dürfte den Männern im Kirchenministerium Kopfschmerzen bereiten, sich auf diese Auskünfte einen Reim zu machen.

Der vierte im Bunde, vom Ich-Erzähler, dem Abgesandten oder Unterzeichneten abgesehen, also der dritte neben Jon Jonsson und Gudrun Sämundsdottir ist Godman Syngmann, ein Großhändler, Angler, der auch Mundi Mundason alias Gudmundur Sigmundsson genannt wird, Ingenieur und Erfinder ist und am Gletscher mit Hilfe seiner vier Assistenten und dem Einstimmungsgesetz folgend versucht, Kontakt zu außerirdischen Wesen aufzunehmen. Diese sollen ihm nämlich beim Kampf gegen das Böse auf der Erde behilflich sein, denn um diese, so Syngmann, steht es ziemlich schlecht:

Wir wohnen hier am Rande des Weltraums. Der Versuch, hier zu leben, läuft. Er ist noch nicht sehr weit gediehen. Vielleicht mißlingt er ganz und gar. Wir wohnen in einer Welt, in der Teufel bestimmen. Die Mordwaffe ist es, wofür sie leben, der Mord, woran sie glauben; alles andere lügen sie. Und wenn ich sage, daß die Welt von lauter Teufeln regiert wird, die Teufel bleiben, bis sie die Welt vernichtet haben, dann schimpfe ich nicht, sondern gebrauche das Wort Teufel als Fachausdruck, als Formel, die für eine bestimmte chemische Verbindung steht, ohne politische, religiöse oder ethische Nebenbedeutung.

Syngmann selbst glaubt an das Leben und möchte es mit Hilfe von Bioastrochemie und Kosmobiologie am Gletscher fördern, verlängern, zum Wiederauferstehen zwingen. Nun findet sich alles zusammen. Jon Jonsson und Syngmann verehren Gudrun. Gudrun verehrt das Leben, die Spontaneität, und ist seit 35 Jahren verschollen. Beim Versuch, Kontakt mit außerirdischen Lebensformen aufzunehmen, stirbt Syngmann. Gudrun, oder Ua, taucht zu seinem Begräbnis in dem Dorf am Gletscher wieder auf, ohne jedoch Jon Jonsson aus der Fassung zu bringen. Er hat die nie wirklich vollzogene Trennung bereits verarbeitet:

Die Ua, die gekommen ist, ist nicht die, die gegangen ist. Denn Ua kann erstens nicht weggehen, und zweitens kann sie nicht wiederkommen. Sie kommt nicht wieder, weil sie nicht fortging. Ua blieb bei mir, wie ich Ihnen sagte, als wir uns hier am Schuppen das erste Mal sahen. Sie blieb nicht nur äußerlich, sondern vor allem in mir selbst.

Der Roman Am Gletscher beschreibt also ganz oberflächlich gesehen eine Dreiecksgeschichte, in der die Liebe als Passion eine mystische, alles verbindende Kraft darstellt. Sie heilt. Sie repariert. Sie knüpft und löst Bande, um das Leben gedeihen, wachsen, sich entfalten zu lassen. Sie ist die Unruhe im System. Jon Jonsson dagegen ist die Ruhe. Unruhe und Ruhe bewegen sich in einem Tanz aufeinander zu und voneinander weg. In diesem Geben und Nehmen schöpfen sie Kraft und Energie. Die äußere Form bleibt hierbei völlig nebensächlich. Reihenfolgen, Beiordnungen, Binnendifferenzierungen führen zu nichts. Im Grunde findet alles auf derselben Ebene statt, wechselwirkt, kommuniziert, interagiert, ob kosmisch, irdisch oder göttlich, oder in Jon Jonssons, an den Vertreter des Bischofs gerichteten Worten:

Wenn ich ein kaputtes Schloß repariere, meinen Sie dann, es sei ein Kleinod oder der Verschluß für einen Geldschatz? Hinter dem letzten Schloß, das ich in Ordnung brachte, waren ein halber Rochen und drei Pfund Roggenmehl verwahrt. Ich brauche das Unternehmen nicht zu beschreiben, das ein solches Schloß besitzt. Doch wenn man das Leben überhaupt gelten läßt, dann repariert man ein solches Schloß mit keineswegs geringerem Vergnügen als das Schloß an der Staatsbank, in der das Gold ist, wie die Leute meinen. Wenn dir dieses einfache alte rostige Schloß nicht gefällt, das ein Stümper vor Zeiten für eine einfache Proviantkiste angefertigt hat, dann gibt es für dich keinen Grund, das Schloß an einer Großbank zu reparieren. Wenn du nur Maschinen in Schnellgefrierhäusern reparierst, die rentabel sind, dann bist du um dein Los nicht zu beneiden.

Die Dreiecksgeschichte liest sich dann als Ruhe, repräsentiert durch den alles geduldig reparierenden Jon Jonsson, die Unruhe, die die rastlose Gudrun um sich erzeugt, von Pfarrersfrau in Island am Gletscher über Bordellvorsteherin und Nonne in Südamerika, und als Versuch, beides zu vereinen, und zwar im kosmischen Wissen und Kommunizieren eines Professor Doktor Syngmanns und seiner Wissenschaft. Die Dreiecksgeschichte entpuppt sich als Trinität, besonders deutlich, sobald der letzte Name für Syngmann fällt, nämlich Lord Maitreya. Vor diesem Hintergrund wäre Jon Jonsson der Sohn, Syngmann der Vater, und Gudrun der Heilige Geist. Mit der klassischen christlichen Trinität haben diese drei nicht mehr viel gemein, wie der Vertreter des Bischofs auf die soeben zitierten Worte von Jon Jonsson auch nicht müde wird zu antworten:

Vebi: »Das, was Sie sagen, Sira Jon, mag gute Poesie sein; es steht jedoch leider kaum in realer Beziehung zu der Angelegenheit, auf die ich Sie von Amts wegen aufmerksam machte.«
Sira Jon: »Wer nicht in der Poesie lebt, überlebt hier auf der Erde nicht.«
Damit wickelte Sira Jon Primus die Reste des Haifischs wieder in die Zeitung und steckte sie in die Tasche; er reichte mir zum Abschied seine große, gute Hand, die auf diesen Blättern bereits erwähnt wurde.

Am ehesten lässt sich das explizit dialoglastige Am Gletscher mit dem Schalk und Witz eines Gotthold Ephraim Lessings in Nathan der Weise vergleichen. Auch in diesem geht es um die Versöhnung der verschiedenen Transzendenzbezüge, vor allem in der Ringparabel im dritten Aufzug. In dieser heißt es im Dialog zwischen Saladin und Nathan:

SALADIN. Die Ringe! – Spiele nicht mit mir! – Ich dächte,
Daß die Religionen, die ich dir
Genannt, doch wohl zu unterscheiden wären.
Bis auf die Kleidung; bis auf Speis und Trank!
NATHAN. Und nur von Seiten ihrer Gründe nicht. –
Denn gründen alle sich nicht auf Geschichte?
Geschrieben oder überliefert! – Und
Geschichte muß doch wohl allein auf Treu
Und Glauben angenommen werden? – Nicht? –
Nun wessen Treu und Glauben zieht man denn
Am wenigsten in Zweifel?

Wo Lessing den Schluss zieht, dass der Glaube ans Gute das Gute gewährt, den wahren Ring auszeichnet und seien es derer drei, unterwandert Laxness die Metapher, oder den Wahrheitsglauben insgesamt, indem er ihn vervielfacht, polymorph und humorvoll erweitert. Hinzutritt nämlich der Gletscher, als Außenstehender, der Kosmos, als weitere Grenze, das Denkbare, die Vögel, die Tiere, die Sonne Islands, das Meer, die Weite des Himmels, das Beständige und Wandelbare, das Drehen und Gedreht-Werden, der Schein und das Angeschienen-Sein, die Reflexion im schneehellen Licht, die verhindern, dass sich die von Nathan konstatierte Geschichte bei Laxness aufs Zwischenmenschliche verengt. In diesem Sinne sagt Jon Jonsson:

Es macht Spaß, den Vögeln zuzuhören. Aber es wäre alles andere als ein Vergnügen, wenn die Vögel stets die Wahrheit zwitscherten. Meinen Sie, die Goldumrandung an dieser Wolke, die wir dort in der Ionosphäre sehen, ist wahr? Doch wer nicht bereit ist, für diese Wolke zu leben und zu sterben, der ist von allen guten Geistern verlassen.

Was bleibt, ist die Ode auf die Liebe, das, was den Glauben und das technische Erkenntnisstreben verbindet, die Liebe zum Abenteuer, zum Kosmos, zum Offenen und unvorhersehbaren Spontanem, dem Leben und Lieben selbst, und so predigt Jon Jonsson bei seiner sehr eigenwilligen Bestattungszeremonie anlässlich Syngmanns Tod:

Viele meinen, daß der Mensch das erbärmlichste Geschöpf auf Erden oder sogar die niedrigste Entwicklungsstufe des Lebens im gesamten Universum darstellt und daß die Zeit längst gekommen ist, diese Kreatur auszulöschen wie das Mammut in den Tundren. Wir kannten einmal eine Schildmaid, du und ich. Es ließ sich nur ein einziges Wort für sie finden: ua. So wundervoll war dieses Geschöpf, daß es nicht übertrieben ist zu sagen, sie war ganz und gar unerträglich; ich glaube auch, daß wir zwei einander geholfen haben, sie wie einen Geist zu bannen, und vielleicht lebt sie dennoch. Es gab nichts, was ihr glich.

Am Gletscher von Halldór Laxness ist also ein Liebes- und Reiseroman, in welchem dem Vertreter des Bischofs am Ende vor Gudrun, der Schildmaid, ganz Angst und Bange wird, so unverwüstbar kam und ging, verschwand und tauchte sie in ihrer ziemlich weiten Completjacke aus hellblauem Samt wieder auf. Es gibt eben Mächte, gegen die kommt nichts an, und so gibt nicht nur Ua oder Gudrun, sondern auch kleine Vögel wie die Schneeammer im Sturm, oder eben der Laxness‘ Roman mehr als nur einen, der Zukunft zugewandten Grund zur Zuversicht.

tl; dr … eine Kurzbesprechung findet sich hier.

10 Antworten auf „Halldór Laxness: „Am Gletscher““

  1. Schön … sehr interessiert gelesen. Erinnerungen an den feinen humorvollen Roman werden wieder wach. Danke dafür!
    Herzliche Abendgrüße vom Lu

    1. Alexander Carmele – Ich lese gern, reise viel, laufe Langstrecken, studiere, lerne und bin wissbegierig und interessiert an neuen Erfahrungswelten. Studiert, am Arbeiten, Hobbydenker, Freizeitsportler, offen für moderne Unterhaltung aller Art. Germanistik, Physiker, und blogge herum.
      Alexander Carmele sagt:

      Gern! Dieser Roman ist nun in das Regal meiner lebensbejahenden Freunde gekommen, wohin sich mein Blick richtet, wenn mich alles allzu sehr verdattert, dann greife ich zu einem dieser Bücher und werde fröhlich und wohlgemut! „Am Gletscher“ hilft. Ein unergründlicher Text voller Magie. Herzliche Grüße zurück und ein tolles Wochenende!!

  2. Wolfgang Schiffer – Köln, BRD – Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
    Wolfgang Schiffer sagt:

    Mein „Lieblingsroman“ von Halldór Laxness!

    1. Alexander Carmele – Ich lese gern, reise viel, laufe Langstrecken, studiere, lerne und bin wissbegierig und interessiert an neuen Erfahrungswelten. Studiert, am Arbeiten, Hobbydenker, Freizeitsportler, offen für moderne Unterhaltung aller Art. Germanistik, Physiker, und blogge herum.
      Alexander Carmele sagt:

      Ja, wenn es einen Lieblingsroman gibt dann gehört dieser dazu!! Ich stimme voll und ganz zu. Ich bin froh, Laxness entdeckt zu haben. Dein „Dass die Erde einen Buckel werfe“ passt sehr zu „Am Gletscher“ … ich habe viele Parallelen gesehen. Herzliche Grüße!!

      1. Wolfgang Schiffer – Köln, BRD – Literatur (und alles, was ihr nahe ist) ist m. E. eines unserer wichtigsten Nahrungsmittel. Also zehre ich von ihr und versuche, sie zugleich zu nähren: als Autor, als Übersetzer, als Vermittler und nicht zuletzt als Hörer und Leser.
        Wolfgang Schiffer sagt:

        🙏💚

  3. Was für einen zutiefst entspannten Blick Laxness auf die Liebe, das Leben und die Poesie hat. So geht nichts verloren, alles ist immer da, solange wir leben.
    Dein Lesebericht war mal wieder schiere Freude für mich, danke!

    1. Alexander Carmele – Ich lese gern, reise viel, laufe Langstrecken, studiere, lerne und bin wissbegierig und interessiert an neuen Erfahrungswelten. Studiert, am Arbeiten, Hobbydenker, Freizeitsportler, offen für moderne Unterhaltung aller Art. Germanistik, Physiker, und blogge herum.
      Alexander Carmele sagt:

      Vielen Danke, liebe Ule! Dieses Buch gehört zu den tollsten, die ich je gelesen habe. Für mich eine phantastische Neuentdeckung, voller Magie und Lebensbejahung. Ich habe es mir gleich in einer neuen, schöneren Hardcover-Version gekauft, auf dass es ein treuer, kompakter Begleiter bleibt! Viele Wochenendgrüße zurück!

  4. Christiane – Home of abc.etüden ;-) Christiane lebt im Süden Hamburgs, hat einen bunten Schreib-/Gedichte-Blog und einen Regenblog und schreibt, fotografiert und liest gern ;-) https://365tageasatzaday.wordpress.com/ https://regensucherin.wordpress.com/
    Christiane sagt:

    Deine komplexe Besprechung macht wirklich Lust aufs Selberlesen, vielen Dank dafür! 👍
    Frostige Vormittagskaffeegrüße 🌤️❄️☕🍪👍

    1. Alexander Carmele – Ich lese gern, reise viel, laufe Langstrecken, studiere, lerne und bin wissbegierig und interessiert an neuen Erfahrungswelten. Studiert, am Arbeiten, Hobbydenker, Freizeitsportler, offen für moderne Unterhaltung aller Art. Germanistik, Physiker, und blogge herum.
      Alexander Carmele sagt:

      Das höre ich gern! Ich konnte in der Besprechung nur ein Bruchteil unterbringen. Das Buch ist so reich an Querverweisen, an Metaphern, an fröhlichen Vergleichen und Assonanzen. Ich hätte ewig darüber schreiben können 😀 … es ist ein bezauberndes Buch. Beispielsweise konnte ich meine Lieblingsstelle in der Besprechung nicht unterbringen, so nutze ich deinen Kommentar frecher Weise, um es dennoch zu tun, nämlich über die Schneeammer:

      „Oft scheint mir, mit der Allmacht verhält es sich so wie mit einer Schneeammer, gegen die sich alle Wetter verschworen haben. So ein Vogel wiegt nicht mehr als eine Briefmarke. Dennoch wird er nicht hinweggeweht, wenn er bei schwerem Sturm auf freiem Felde steht. Haben Sie jemals den Kopf einer Schneeammer gesehen? Sie hält diesen zarten Kopf dem Unwetter entgegen, den Schnabel zur Erde, legt die Flügel fest an die Seiten, der Schwanz zeigt nach oben. Der Sturm kann den Vogel nicht packen, sondern er muß sich spalten. Selbst in den schlimmsten Böen schwankt der Vogel nicht. Wo er steht, ist Windstille. Nicht einmal eine Feder an seinem Körper bewegt sich.«

      Wenn diese Passage kein Grund zum Lesen und Wiederlesen ist, dann weiß ich auch nicht 😀 Viele fröhliche Mittagsgrüße zurück (durchgeschlottert vom Einkaufen-Fahren)!!

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