Mein Lesejahr 2022

Wie im letzten Jahr möchte auch dieses Mal kurz vor Neujahr mein Lesejahr Revue passieren lassen und mit meinem letzten Post des Jahres 2022 meine diesjährigen Lesehighlights nennen. Letztes Jahr unterschied ich in den Kategorien „Selbstironie“, „Selbstlosigkeit“ und „Selbstbewusstsein“ sowie ein „Jenseits der Bestseller-Listen“. Dieses Jahr möchte ich in „Vorwärts“ und „Rückwärts“ sowie in „Hoffnungsvoll“ und „Zeitlos“ unterscheiden, um die verschiedenen Erzählhaltungen zu kategorisieren: Jene, die nach vorn schauen, in eine ungewisse Zukunft, und die, die rückwärts schauen, in eine wiederentdeckte, sich aufdrängende Vergangenheit; solche, die die Zeit mittels dialektischer Bilder im Stillstand aufzulösen versuchen, und jene, die sich von der Zeit einfach nicht bange machen lassen wollen.

Wegen Zeitmangels habe ich einige Leseprojekte noch nicht beenden können und stecke noch inmitten Gotthard Günthers Polykontexturalitätstheorie und mit Albert Vigoleis Thelen und seinem Roman Die Insel des zweiten Gesichts auf Mallorca. Auch habe ich Alfred Korzybskis Ansatz einer generellen Semantik bislang nicht weiter verfolgen können. Einen höchstpersönlich eigenen Erfolg konnte ich dennoch mit dem Durchlesen von Elfriede Jelineks Die Kinder der Toten und Ayn Rands Atlas Shrugged verbuchen, die ich seit Jahren lesen wollte und nun endlich mit Wonne, Schauder und Schrecken und Staunen zugleich gelesen habe. Nun aber zu meinen Jahreshighlights 2022:

Kategorie: Rückwärts

In der Kategorie „Rückwärts“ haben mich sehr nachdenklich gemacht:

Vom Wunsch, nur mit einem Schrecken davonzukommen. Die Protagonisten in Ralf Rothmanns Roman Die Nacht unterm Schnee leiden an ihren Kriegserfahrungen. Sie finden nicht zueinander. Sie bleiben außen vor, denn etwas ist zerbrochen:

Wind trieb die Wolken aufs Meer, und getroffen von einem Sonnenstrahl wollten mir die Bilder an den Wänden, die überfüllten Bücherregale bis zum Deckenstuck hinauf und die Manuskriptstapel auf dem Boden, all das, was man Kultur nannte, plötzlich vergeblicher vorkommen als die flüchtigen Schatten der Möwen auf den Segeln draußen. Denn die sagten mir deutlicher, wie ich gemeint bin.

Ralf Rothmann aus: „Die Nacht unterm Schnee“

Meines Erachtens lässt sich kaum eindringlicher von den psychischen und emotionalen Verwüstungen berichten, die ein Krieg und eine Flucht einem Menschenleben zufügen. Der pointierte, distanzierte Stil Rothmanns zeichnet Silhouetten um Silhouetten, die sich von Seite zu Seite mehr mit Leben füllen. Die Kälte, die Nüchternheit, die Einsamkeit schillern durch alle Zeilen hindurch und verdammen den Krieg auf eindrücklich empfindsame, sentimentale Weise.

Auch gegen den Krieg, aber anders. Nicht um den 2. Weltkrieg geht es in Tatjana Gromačas „Die göttlichen Kindchen“, sondern um die Bürgerkriege in Kroatien. Gromača setzt sich einen Schalk in den Nacken und berichtet wild drauf los:

Wegen des stinkenden Öls, des alten Fleischs und Sauerkrauts im Konsum musste ich oft gegen Übelkeit ankämpfen, also hatte ich, von solchen Umständen umgeben, die ideale Grundlage, um Gelassenheit und Liebe zu trainieren, besonders wenn man berücksichtigt, dass es im Konsum keine Frische Luft gab, dass die Musik aus den Lautsprechern nur so dröhnte und die Beleuchtung zu grell war, was zusammengenommen zweifellos Kopfschmerzen verursachen konnte.

Tatjana Gromača aus: „Die göttlichen Kindchen“

Die Chronistin der eigenen Mutter spricht warm, voller Wärme und Empathie über die Fehler, die Ängste, die Probleme ihrer Eltern. Das kurze Büchlein sprüht vor Sprachwitz, vor munterem Elan über sehr ernste Themen, denn der Bürgerkrieg in Kroatien führte zu verheerenden Gewalttaten, an denen das sanfte Wesen der Mutter letztlich zerbrach. Gromačas Stil nimmt der Vergangenheit die Unvermeidbarkeit und gibt der Mutter den Raum, ihr wahres Wesen erscheinen zu lassen.

Kategorie: Vorwärts

In der Kategorie „Vorwärts“ haben mich wachgerüttelt:

Mitten in den Marschen lebt es sich ganz ungeniert. Rundum Zeno, einen zwölfjährigen Jungen, leben die unterschiedlichsten Menschen in einem kunterbunten, seltsamen Mischmasch und versorgen sich gegenseitig. Umgeben von und Teil sind sie einer darbenden Natur:

Als die Eisschollen wegtauen, findet Zeno den ersten toten Fisch. Eine Äsche, der prächtig gepunktete Kamm zerknickt und grau. Nicht weit davon zierliche getigerte Elritzen, nebeneinander wie ordentlich sortiert, die sonst schlanken Bäuche aufgetrieben zu Blasen. Der alte Rapfen liegt unter dem Schlangengras hinter der Buhne, da, wo das Salzland in etwas anderes übergeht […]

Leona Stahlmann aus: „Diese ganzen belanglosen Wunder“

Mit wuchtigen Sätzen, einprägsamen Worten, mit einem Gefühl für die langsame, verödende Zerstörung des Lebens schreibt Leona Stahlmann in ihrem Roman Die ganzen belanglosen Wunder von widerborstigen Individuen, in sehr eigenwilligen Rhythmen und einer harten Logik komponierter barocker und ornamentaler Allegorik. Alles fließt, verdichtet, verzerrt sich, während die Ich-Erzählerin „sternhagelwach“ bleibt und an die Weite und Möglichkeiten selbstbewusster Erzählformen erinnert.

Zu den Urgründen der eigenen Sprache hinabgestiegen. In Dass die Erde einen Buckel werfe lässt Wolfgang Schiffer in lyrischer Sprache die Erinnerungen an die eigenen Eltern ungemindert emporsteigen und rebelliert gegen Linearisierung und Nivellierung der Sprachgewohnheiten:

Wo blievst gej? Mot ek ersch en Tass Koffie drenke, dat ek ran maake kann? So oder zumindest so ähnlich muss es geklungen haben, er erinnert das Platt seiner Kindheit nicht mehr genau, das bis weit über das siebte Lebensjahr hinaus auch seine einzige Sprache, seine Muttersprache gewesen ist, bis Lehrer mit Linealen und dünnen Bambusstöckchen über seine Finger und Handrücken Hochdeutsch in seinen Kopf schlugen.

Wolfgang Schiffer aus: „Dass die Erde einen Buckel werfe“

In abrupten Stilwechseln, mit rhythmischer Prosa, mit narrativer Lyrik, mit Erzählen, Aufzählen, mit Wochen- und Speisekarten entwirft Schiffer eine Mit- und Umwelt, in der das Leben kein Schatten seiner selbst bleiben muss, antizipiert eine Welt, die sich als Kosmos versteht, sich entfaltet und experimentiert und einem Utopia entgegenstrebt.

Kategorie: Hoffnungsvoll

In der Kategorie „Hoffnungsvoll“ inspirierten mich:

Sich den Mund nicht verbieten lassen. Eva Christina Zeller schreibt mit Unterm Teppich über alles, was sie bewegt. Sie schreibt es auf in 61 Bildern oder in sich rundenden, verdichteten Kapiteln:

[…] vermischt mit dem Blick hinunter ins Land, zerpflügt, zersiedelt, zerstückelt, da war mal ein Gletscher, später die Römer. Dort oben, Dreifürstenstein, stapf ich durch den Schnee, die Wanderzeichen sind nicht zu lesen, zugeschneit. Da mach ich die Ohren zu und bin allein auf der Welt.

Eva Christina Zeller aus: „Unterm Teppich“

Mit eindringlichen Sprachbildern gegen die Einsamkeit geschrieben findet die Erzählerin den Mut zum Ausdruck, die Freude an der Sprache und lässt ihr Publikum auf Schritt und Tritt daran teilhaben. Danach heißt es, wiederlesen und selber weiter schreiben. Mehr vermag ein Roman für mich nicht zu leisten.

Vielleicht nur noch ein Lachen. In Zandschower Klinken improvisiert Thomas Kunst auf das Thema strukturschwacher Ländlichkeit. Sein Roman besteht aus Wiederholungen, ineinander übergehenden Schleifen und windschiefen Assoziationen, die sich aber allesamt um ein freies Miteinander drehen:

Zandschow ist ein Nest im äußersten Norden. Ein Feuerlöschteich im Zentrum. Wohncontainer. Getränke-Wolf. Apfelbäume. Wenn hier alle stranden, denen bei diesem Huckelpflaster ihr Hundehalsband vom Armaturenbrett rutscht, braucht man sich um diese Walachei keine Sorgen mehr zu machen. Ich habe nachgeholfen.

Thomas Kunst aus: „Zandschower Klinken“

Bernhardesk, rhythmisch, verrückt und eigenwillig, mit schier unbeeindruckbarem Schwung schreibt Thomas Kunst voller Elan und Intensität über ein Leben, das sich zu träumen traut. Inhalt und Form des Romans gehen ineinander über. Sie bilden eine sprachverrückte Einheit. Wie trist auch immer, in Zandschow lässt es sich leben, und, wie Kunst zeigt, scheinbar sehr gut sogar.

Kategorie: Zeitlos

In der Kategorie „Zeitlos“ beruhigte mich sehr:

Beide Romane stehen monistisch für sich. Ihr Text ist Klang, ihre Sprache geformte Erinnerung, und der Stil auf je eigene Weise Mut und Freude zum unbeschränkten Ausdruck. Liest sich Am Gletscher leicht, aber inhaltlich hermetisch, dreht Jelinek wie gewohnt den Spieß um, denn Die Kinder der Toten liest sich schwer, aber inhaltlich klar und sogar einfach. Beide lassen sich ihre Welt nicht nehmen. Beide protestieren auf ihre Weise: Laxness mit Humor und Spiel und eine perspektivisch verschobenen Unendlichkeit, derweil Jelinek voller Mut und Abenteuerlust in die Haltlosigkeit stürzt und der Literatur so das Fliegen lehrt. Zwei Bücher, die ich 2022 das erste, aber nicht zum letzten Mal gelesen habe.

Das war’s für den diesjährigen Jahresrückblick. Ich danke allen für das schöne Lesejahr und wünsche einen guten Rutsch, Gesundheit und viele tolle Bücher für 2023!

21 Antworten auf „Mein Lesejahr 2022“

  1. Ich bin schlecht mit Jahreszahlen, ich muss es zugeben, aber ich glaube, meine Leseentdeckung des Jahres 2022 bist du bzw. dein Blog. Ich empfinde dich als eine höchst interessante, eigenständige Stimme in all den Bücherblogs, die ich gern lese und deren Empfehlungen ich zu selten (leider) folge. Ich danke dir für die umfangreiche Arbeit, die du dir machst, und freue mich auf dein neues Lesejahr 2023!
    Komm gut rüber!
    Morgenkaffeegrüße 🌥️🐅☕🍪🎶

    1. Vielen Dank, ich freue mich sehr, dass mein Blog ein wenig zur Lesefreude beitragen kann. Das fröhliche Kommentieren, das Hin und Her, deine Etüden und die lebendigen fröhlichen Bemerkungen und Weiterverweise haben mein eigene Lesefreude ebenfalls sehr gesteigert. Ich danke dir für deine Weiterempfehlungen (bspw. Leky) und auch für dein „ich wandere rundum Hamburg“-Projekt, das ich sehr gerne verfolgt habe. Ich bin froh, dass es diesen Blogkosmos gibt und möchte ihn auch nicht mehr missen, und dein Blog trägt maßgeblich dazu bei. Fröhliche Mittagskaffeegrüße! Auch an den Fellträger 🙂

    2. Da kann ich mich nur anschließen. Dieser Blog war auch für mich eine Entdeckung, der mein Lesen auch verändert hat. Es ist vor allem das zueinander in Beziehung setzen, was ich als so bereichernd empfinde.

  2. Lieber Alexander, danke vielmals für die ausgedehnten Lesefreuden, die mir dein Blog selbst, das Nachvollziehen so mancher deiner Leseempfehlungen und deine Kommentare an verschiedenen Orten in diesem Jahr bereitet haben.

    1. Liebe Ule, ich freue mich immer über deine Worte und Kommentare und freue mich stets über den Austausch, über deine Fotos und fröhlichen Bemerkungen. Schön, dass es dir auch so geht. Ich bin und bleibe übrigens sehr gespannt auf dein Clemens J. Setz-Projekt, denn mein Blog ist auch dazu da, meine eigenen, ungewollten mglw. engstirnigen Ansichten zu verändern. Einen guten Rutsch wünsche ich dir! Und nochmals Danke für deine wirklich netten Worte!!

  3. Lieber Alexander, ganz herzlichen Dank, dass Du uns an Deinen Lese-Entdeckungen nicht nur regelmäßig teilhaben lässt, sondern uns damit stets selbst einen großen Lesegenuss zu bereiten verstehst – mit Deinem genauen Blick für Strukturen, mit Deinem guten Gespür für Sprache und Stil, selbst immer sprachlich gewandt und stilistischer – und vor allem mit den zahlreichen offenen wie verborgenen Linien, die Du zwischen Deinen neuen Lesefrüchten und Deinen alten Leseerfahrungen zu knüpfen verstehst. Kurzum: Danke für Deinen anregenden Blog, den ich nicht mehr missen möchte! Und natürlich die besten Wünsche für 2023 – auf die guten Bücher!📚
    Herzlich, Sabine

    1. Liebe Sabine, vielen Dank! Auf die guten Bücher, das ist eine schöne Losung! Ich schreibe ja beständig, wie wichtig und fröhlich mich der Lyrifant-Blog macht. Du machst mit deinen Gedichten Mut, das Wuseln, Assoziieren, die Freiheit im Reim, den Worten, die stets das Gedicht sanft umgarnen, erhalten neue Leuchtkraft. Für mich bleibt und ist das Lesen ein Abenteuer, eine besonders intensive Kommunikation, und ihr in aller Ruhe nachzuspüren, eine meiner großen Freude. Schön, dass es dir auch so geht. Einen schönen Start ins neue Jahr und schön, dass der Blogumzug so gut gelungen ist! Viele Grüße!!

  4. Lieber Alexander Carmele, herzlichen Dank! Es ist mir eine Ehre zu sehen, dass Sie „Dass die Erde einen Buckel werfe“ zu Ihren Lesehighlights des Jahres 2022 zählen! Für das kommende Jahr wünsche ich Ihnen alles Gute! Herzlichst, Ihr Wolfgang Schiffer

    1. Es ist keine Frage gewesen, dass dieser wunderbare Gedichtband unter die Top-6 gelangt. Ich habe für den Jahresbericht wieder hineingelesen und mich gefreut. So viel Freude an Sprache und Hoffnung im Ausdruck ist in den Zeilen verbogen. Ich als Leser habe also zu danken. Ihnen auch alles Gute! Und gutes schönes Jahr für alle!

  5. Da möchte ich mich unbedingt anschließen. Ich lese deine Rezensionen auch sehr gerne und nehme sie als Empfehlung oder Abraten. Alles Liebe und viel Freude im neuen Lesejahr !

    1. Liebe Myriade, es freut mich, dass mein Blog zu Empfehlungen gereicht – mein Abraten ist leider stets das Zeugnis eines misslungenen Lesens. Ich versuche im Grunde immer das Gute, das Kommunikative heraus zu konstruieren. Nur manchmal will es mir nicht gelingen. Ich mag deine Leseberichte und deine Literaturweltreise und deine Kreativwerkstatt auch sehr gerne. Danke für die Inspirationen, deine guten, mutmachenden Worte. Es ist sehr schön, nicht alleine zu lesen. Alles Gute für das neue Jahr!!

      1. Ich weiß, dass du nicht abrätst, aber deine Rezensionen sind sehr informativ und ich kann ihnen auch entnehmen, wenn mir das eine oder andere Buch wahrscheinlich nicht gefallen wird. Es gibt ja genügend andere 😉

      2. Das stimmt. Es gibt so viele Bücher – und hauptsächlich möchte ich ja informieren. In jedem Buch steckt ja auf diese oder jene Weise Mühe, und ich wünschte, ich könnte manchmal feststellen, wo und wie, um dem Buch gerecht werden zu können. Nur fehlt oft die Zeit oder das Wissen oder was anderes dazu. Ich wollte mein Bedauern darüber nur kundtun 🙂 Viel Freude wünsche ich dir und deinen Lieben!!

  6. Auch ich habe Deinen Blog in diesem Jahr über Barbaras Kulturbowle entdeckt und bin wirklich beeindruckt. Genau wie alle Mitschreiber in meinem Blog, die regelmäßig hier mitlesen. Dankeschön und alles Gute für 2023. Herzliche Grüße Bettina

    1. Liebe Bettina, vielen Dank, insbesondere für deine Kommentare und Bemerkungen, die meine Einladung zum Kommunizieren aufnehmen und weitergetragen haben. Mein Blog ist ja aus dem Wunsch entstanden, mir selbst neue Horizonte zu erschließen und deine Beiträge tragen sehr dazu bei, dass dies gelingt. Ich wünsche dir einen guten Rutsch und ein gutes und schönes Jahr 2023 für uns und alle! Herzliche Grüße zurück, Alexander!

  7. Hallo Alexander,

    eine schöne Zusammenstellung! Die „Zandschower Klinken“ haben mich ziemlich herausgefordert, und letztlich kam ich zu dem Schluss:

    „Thomas Kunst verpackt das in eine Sprache, die Leser:innen einiges abverlangt, da schwirrt dir beim Lesen nur so der Kopf. Das vorherrschende Stilelement, gnadenlos ausgereizt, besteht aus Wiederholungen ganzer Passagen. Wieder und wieder und wieder liest du dieselben Sätze, dieselben Abschnitte, bis sie irgendwann an dir vorüberziehen wie im Rausch.

    Und ja, da steckt durchaus auch Kritik drin: gesellschaftlich, sozial, politisch. Bei allem Chaos, aller sprachlichen Anarchie, ist das Buch doch nicht beliebig, sondern durchaus bewusst komponiert. Ich bin hin- und hergerissen, aber eines ist sicher: Das ist wirklich mal was ganz Neues und Gewagtes, das ist eine Sprache zwischen Poesie und Prosa, die dich provokant aus der Wohlfühlzone schubst.

    Meines Erachtens verdient der Titel alleine für Originalität und verbale Experimentierfreude schon die Nominierung für den Deutschen Buchpreis. Ist er mein Favorit? Zugegeben, das nicht.“

    LG,
    Mikka

    1. Liebe Mikka, ich finde deine Schlussfolgerungen sehr zutreffend. Mir hat dieser Worttanz sehr viel Freude bereitet. Ich mochte den Rhythmus, die Wiederholungen, aber viele mögen es auch nicht so. Ich freue mich, dass dir die Zusammenstellung gefallen hat. Es war ein sehr buntes Jahr, währenddessen ich auch öfters auf deinem Blog gewesen bin, den ich sehr mag. Einen guten Rutsch und auf viele schöne, spannende Lektüren!! Gruß Alexander

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: