Teresa Präauer: „Kochen im falschen Jahrhundert“

Kochen im falschen Jahrhundert
Gesprächsabbruch unter fragwürdigen Bedingungen … Shortlist des Österreichischen Buchpreises 2023.

Schreiben, um sich Luft zu machen, besitzt Tradition. Ein solches Schreiben nähert sich dem Genre des Pamphlets. Es wird geschimpft wie ein Rohrspatz. Es wird angegriffen. Es wird klar gestellt. Die Linie lässt sich von antiken Klassikern wie Ciceros Zweiter Philippischer Rede über Émile Zolas J’Accuse…! bis ins 20. Jahrhundert zu Valerie Solanas SCUMM Manifest und in die Gegenwart mit Virginie Despentes Liebes Arschloch ziehen. Teresa Präauer legt mit Kochen im falschen Jahrhundert eine ebensolche Polemik vor:

Seit ein paar Jahren war die Gastgeberin mit ihrem Partner zusammen, der wiederum mit seinem Smartphone zusammen war. Der Schweizer hatte eine Freundin, konnte aber auch gut alleine sein. Er könne Mixgetränke überhaupt nicht leiden, wiederholte dieser, den Crémant aus dem Elsass würdigend, und hob sein Glas. Santé!

Teresa Präauer aus: „Kochen im falschen Jahrhundert“
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Deutscher Buchpreis 2023: Mein Fazit.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels lobt jedes Jahr zu Beginn der Frankfurter Buchmesse, dieses Jahr am 16. Oktober, den Buchpreis ‚Roman des Jahres‘ aus, um über die Ländergrenze hinaus Aufmerksamkeit für deutschsprachige Gegenwartsliteratur zu schaffen. Dieses Jahr standen auf der Shortlist die folgenden sechs Bücher, für die ich jeweils ein Zitat herausgesucht habe:

Buchpreis 2023

«Aber was ich noch sagen wollte: Wenn jetzt so viele Tiere sterben, kleine Tiere vor allem, also Insekten und Amphibien und Fische und kleines Meeresgetier, dann…», die Kamera suchte ihn, er blickte leer vor sich hin, «… dann verschwindet so das Gewirr, das Gewirk, das, das Dickicht, ja? Die Substanz, das Gewebe, also, dann fällt alles auseinander.» [Donato] schluckte und blickte in die Runde. «Alles auseinander.»

Ulrike Sterblich aus: „Drifter“
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Tonio Schachinger: „Echtzeitalter“

Echtzeitalter
Impromptu-Erzählen …  … Shortlist des Deutschen Buchpreises 2023.

Echtzeitalter von Tonio Schachinger gehört in die Kategorie des Jugendromans. Die Figuren gehen noch zur Schule. Sie arbeiten sich an Lehrern ab. Sie versuchen sich zu orientieren und geraten hierbei oft in die hilflosesten Formen der Verwirrungen. Echtzeitalter referenziert trotz seines modern klingenden Titels Romane wie Robert Musils Die Verwirrungen des Zögling Törleß und Robert Walsers Basta, einer Kurzerzählung aus Der Spaziergang und kleine Prosa. Die Stelle, die Schachinger in Echtzeitalter von Robert Walser zitiert, lautet:

Bei der Deutschmatura, wo Till damit rechnet, dem Dolinar zum letzten Showdown zu begegnen, hat irgendein anderer Lehrer Aufsicht. Es stehen drei Themen zur Auswahl: ein Kommentar zu den Grenzen des Tourismus, die Analyse einer Kolumne zum Thema Zeitverschwendung und eine Textanalyse zu Robert Walser. Sie haben dreihundert Minuten Zeit. Till hat noch nie von Robert Walser gehört. Er liest den ersten Satz: »Ich kam dann und dann zur Welt, wurde dort und dort erzogen, ging ordentlich zur Schule, bin das und das und heiße so oder so und denke nicht viel.«

Tonio Schachinger aus: „Echtzeitalter“
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Necati Öziri: „Vatermal“

Vatermal
Ein abgeschriebenes Selbst … Shortlist des Deutschen Buchpreises 2023.

Der Schelmenroman als Erzählform entzieht sich im Grunde völlig der Kommunikation. Das, was geschrieben steht, soll schillern, soll irritieren, soll persiflieren, in jedem Falle aber Verwirrung stiften. Ob’s konstruktive sein muss, bleibt dahingestellt. Mit dem Aufstieg des Bildungsromans im 19. Jahrhundert verlor der Schelmenroman à la Der abenteuerliche Simplicissimus (1669) von Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen seine Bedeutung, die er jedoch zur Mitte des 20. Jahrhunderts langsam wiederfand. Werke wie Thomas Manns Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (1954) oder Albert Vigoleis Thelens Die Insel des zweiten Gesichts (1953) oder Günther Grass’ Die Blechtrommel (1956) trugen zu seiner Rehabilitation maßgeblich bei. Momentan befindet er sich wiederum stark im Trend. Zu den gegenwärtigen Formen gehören Romane wie Jan Faktors Trottel (Shortlist deutscher Buchpreis 2022), Tomer Gardis Eine runde Sache (Leipziger Buchpreis 2022) oder nun Necati Öziris Vatermal (Shortlist deutscher Buchpreis 2023):

Fast so schwierig, wie »Papa« zu sagen, ist es für mich hier, »ich« zu sagen. »Papa« klingt ausgesprochen falsch, »ich« löst schon vorher ein Stocken, einen Muskelkrampf in der Zunge aus. Ich werde es trotzdem tun. Auch wenn dieses »ich« immer ein anderer war. Ich werde von mir erzählen, Metin, aber ich werde permanent lügen. Nichts stimmt, und doch ist jedes Wort wahr.

Necati Öziri aus: „Vatermal“
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Toni Morrison: „Menschenkind“

Menschenkind
Dem Monströsen literarisch die Stirn geboten … Nobelpreis für Literatur 1993

Die Menschheitsgeschichte wartet mit vielen Abgründen auf. Die Sklaverei gehört dazu. Ihren Horror zu beschreiben, die Erinnerungen an die Verbrechen aufrechtzuerhalten, fordert das geschichtsträchtige Schreiben heraus. Unter die zahmen und umstrittenen Varianten gehören Harriet Beecher Stowes Onkel Toms Hütte (1852) oder Alex Haleys Wurzeln (1976). Toni Morrison, afroamerikanische Literaturnobelpreisträgerin von 1993, schlägt eine härtere Gangart der Geschichtsvergegenwärtigung ein. Wie bei William Faulkner in Schall und Wahn steht in ihrem Roman Menschenkind aus dem Jahr 1987 eine schwarze Köchin im Zentrum des Geschehens. Ihr Name ist Sethe:

Ein Weißer kommt, um Denver zur Arbeit abzuholen, und Sethe geht auf ihn los. Der Babygeist kehrt als böser Geist zurück und macht, dass Sethe auf den Mann losgeht, der sie vor dem Erhängen gerettet hat. In einem sind sich alle einig: zuerst haben sie das Etwas gesehen und dann nicht mehr. Als sie Sethe zu Boden geworfen und ihr die Eishacke aus der Hand genommen hatten und zurück zum Haus schauten, war es fort.

Toni Morrison aus: „Menschenkind“

[Triggerwarnung: Die US-amerikanische Schriftstellerin Toni Morrison verwendet in ihren Zitaten teilweise die Sprache der Sklavenhalter und benutzt das N-Wort. Ich zitiere Toni Morrison unverändert.]

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Hanna Bjørgaas: „Das geheime Leben in der Stadt“

Das geheime Leben in der Stadt
Eine sehr entspannte, konstruktive, freundliche, weitreichende Zeitgeistkritik

Die Blickweise auf die Umwelt erhält viel Aufmerksamkeit, sobald es die Verhältnisse zwischen Menschen betrifft. Das eigene Verhalten zur Umwelt, die geradezu synästhetische Position im eigenen Weltgeschehen findet viel seltener Zuspruch und Aufmerksamkeit. Hier wird das Selbst zu seinem eigenen Anderen, reflektiert rückhaltlos über sich und seinen Bezug, seine Aufmerksamkeit für das, was sein eigenes und kein anderes Selbst umgibt. Nicht die anderen, sich selbst betrachtend erforscht es in der Bewegung den eigenen blinden Fleck. Michael Crichton hat so etwas in Im Kreis der Welt in Bezug auf einen Kaktus getan. Douglas Adams in Die Letzten ihrer Art für die vom Aussterben bedrohten Tiergattungen wie den Komodowaran. Humberto R. Maturana hat diese zweite Reflexion in Biologie der Realität reflektiert. Hanna Bjorgaas wendet diese Form der Selbst- und Fremderforschung in Das geheime Leben in der Stadt auf das Leben in der Betonwüste an und erweitert so den Blick auf diese, für viele bestimmende moderne Daseinsweise:

An meinem ersten Tag wieder zurück in Oslo hatte ich keine anderen Pläne, als meinen Jetlag durchzustehen. Ich lief durch die Straßen und versuchte anzukommen. Die Tauben vor der U-Bahn pickten auf etwas herum, das wie ein platt getrampeltes Rosinenbrötchen vom Kiosk aussah. Die Spatzen lärmten in den Ziersträuchern. Alles um mich herum schien allein von Menschen gemacht. Die wunderbare, komplexe Natur, aus der ich gerade zurückgekehrt war [die Pinguine in der Antarktis], war zu dem hier reduziert worden: Spatzen und Stadttauben, harte Oberflächen und rechte Winkel. Eine armselige Landschaft. Ich drehte mich um und wollte nach Hause.

Hanna Bjørgaas aus: „Das geheime Leben in der Stadt“
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Raphaela Edelbauer: „Die Inkommensurablen“

Die Inkommensurablen
Sprachfreudige Ideologiekritik im Vorkriegswien … Longlist des Deutschen Buchpreises 2023

Raphaela Edelbauers neuer Roman Die Inkommensurablen lebt von dem Zauber, den die Moderne Anfang des 20. Jahrhunderts ausstrahlte. Er steht im Zusammenhang mit dem kollektiven Unbewussten eines Carl Gustav Jungs, mit dem Geheimnisvollen der Mathematik des Unendlichen eines Georg Cantors und dem nationalistischen Zeitgeist eines Vorkriegswiens im Jahre 1914, auf das die kommenden Schrecken des 1. Weltkrieges noch warten. Sprachlich und stilistisch stellt sich Edelbauers Roman in die Tradition eines Robert Musils aus Der Mann ohne Eigenschaften, Alfred Kubins Die andere Seite und Hermann Hesses Die Morgenlandfahrer. Zwischen den Zeilen schimmert ein Unbehagen an einem selbstbezogenen ästhetisch-begründeten Hedonismus hindurch, dem David Foster Wallace auf eigenwillige Weise in Unendlicher Spaß eine Absage erteilt. Im Gegensatz zu diesem verbleibt Edelbauer aber ganz und gar klassizistisch:

Wer die Karlskirche betritt, befindet sich in zu Stein gewordenem Gedächtnis. Sie ist aber – ganz als hätte ihr Grazer Architekt auch der österreichischen Seele als Ganzem ein Denkmal setzen wollen – nicht nur ein eklektizistisches Kind eines Vielvölkerstaates. Sie ist auch ein Meisterstück abgeschlossener Vereinzelung. Fischer von Erlach orientierte sich beim Bau an den Schriften des Mathematikers Gottfried Wilhelm Leibniz, und so ist die Karlskirche, ganz wie Wien selbst, Monade: fensterlos und gegen Veränderung indifferent.

Raphaela Edelbauer aus: „Die Inkommensurablen“
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Christoph Hein: „Unterm Staub der Zeit“

Unterm Staub der Zeit
Unbewusstes Geschichtserleben … Spiegel Belletristik-Bestseller (April 2023)

Wie in jeder Hinsicht so gibt es auch in Bezug auf Geschichte eine direkte, aggressive Art, sich mit ihr zu befassen, oder Abstufung des Indirekten, bis hin zum sanften Aufmerken. Aggressive Sorten der DDR-Aufarbeitung suchen die Konfrontation wie Anne Rabe in Die Möglichkeit von Glück, Hari Kunzru in Red Pill oder Bettina Wilpert in Herumtreiberinnen. Eine Mittelstellung nimmt Helga Schubert beispielsweise in Vom Aufstehen oder Der heutige Tag ein. Jenny Erpenbecks Kairos oder Christoph Heins Unterm Staub der Zeit gehört einer sehr langsamen, zarten Vergangenheitsaufarbeitung an und steht in der gegenwärtigen Literaturlandschaft als Antipode von Uwe Tellkamps Der Schlaf in den Uhren gegenüer. Im Gegensatz zu diesem fällt Hein die Grenzziehung schwer:

Unsinn, Bert. [Die Abriegelung von Ost-Berlin, von der] der Kerl im Radio erzählt, das geht gar nicht. In Berlin gibt es hundert Straßen, die von Ost nach West und von West nach Ost führen. Selbst wenn sie die alle sperren, dann gibt es noch unterirdisch die U-Bahn und alle möglichen Kanäle. Dann ist da die Spree, ich brauche nur in einer mondlosen Nacht zweihundert Meter zu schwimmen und bin in Westberlin. Da können sie nichts machen. Und außerdem ist da noch die Grüne Grenze, das sind Hunderte Kilometer, die können sie ja nicht mit Stacheldraht verrammeln. Hunderte von Kilometern, nein, da wird es immer genügend Stellen geben, wo man bei Tag und Nacht rüberspazieren kann.

Christoph Hein aus: „Unterm Staub der Zeit“
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Lukas Bärfuss: „Die Krume Brot“

Die Krume Brot
Über Schuld und Unschuld … Georg-Büchner-Preis 2019.

Die Darstellung prekärer Lebensumstände fordert immer wieder das Schreiben und Beschreiben heraus. Soziale Not, der Pranger der Armut, die Fallstricke der Schulden haben schon oft das Gehör und Gemüt von Schriftstellern und Schriftstellerinnen erregt. Nicht erst seit dem Vormärz und Georg Büchner, aber seit ihm besonders und seinem Aufruf „Friede den Hütten, Krieg den Palästen!“ im Der Hessische Landbote von 1834 erfreut sich der Naturalismus in der Literatur großer Beliebtheit. In der Novelle Lenz (1835) trifft der Protagonist auf ein krankes Mädchen in einer armseligen Hütte:

In der dämmernden Stube schlief alles, auch das Mädchen war ruhig geworden. Sie lag zurückgelehnt, die Hände gefaltet unter der linken Wange; das Geisterhafte aus ihren Zügen war verschwunden, sie hatte jetzt einen Ausdruck unbeschreiblichen Leidens. Er trat ans Fenster und öffnete es, die kalte Morgenluft schlug ihm entgegen. Das Haus lag am Ende eines schmalen, tiefen Tales, das sich nach Osten öffnete; rote Strahlen schossen durch den grauen Morgenhimmel in das dämmernde Tal, das im weißen Rauch lag, und funkelten am grauen Gestein und trafen in die Fenster der Hütte.

Georg Büchner aus: „Lenz“

Georg-Büchner-Preisträger von 2019, Lukas Bärfuss, befasst sich in Die Krume Brot ebenfalls mit Armut und sozialer Not, aber anders als Georg Büchner in Lenz enthält der Roman keine mystisch-verhängnisvolle Atmosphäre, in der Handlung, Traum, Wahn und Hoffnung verschwimmen könnten. Bärfuss bleibt auf dem Boden der Tatsachen und beschreibt nüchtern den Lebensweg von Adelina, einer italienischen Einwanderertochter in Zürich:

Der Vater liebte das Kind vom ersten Tag an abgöttisch. Adelina, so nannten sie das Mädchen, besaß ein Lächeln, das den Vater heilte, ihn für einen Moment die Verdorbenheit der Welt vergessen ließ und in ein Land ohne Schmerzen entführte.

Lukas Bärfuss aus: „Die Krume Brot“
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Albert Camus: „Der Mythos des Sisyphos“

Der Mythos des Sisyphos
Der Mythos des Sisyphos … Nobelpreis für Literatur 1957

Die französische Variante der Existenzialphilosophie, der Existenzialismus, wurde mehr oder weniger mit dem Roman Der Ekel von Jean-Paul Sartre, der 1938 erschien, aus der Taufe gehoben. Knapp vier Jahre später erschienen von Albert Camus der Kurzroman Der Fremde und im selben Jahr die mehr oder weniger selbst gelieferte Deutung zu diesem Der Mythos des Sisyphos, zugleich einer der Gründungstexte des Existenzialismus. Die endgültige philosophische Begründung erhielt diese philosophische Richtung ein Jahr später, 1943, mit Das Sein und das Nichts von Jean-Paul Sartre, bevor dieser 1946 mit seinem Satz aus Der Existentialismus ist ein Humanismus folgendes Schlagwort bekam:

Gemeinsam ist [allen Existenzphilosophien] die Tatsache, daß ihrer Ansicht nach die Existenz dem Wesen vorausgeht, oder, wenn Sie so wollen, dass man von der Subjektivität ausgehen muss.

Jean-Paul Sartre aus: „Der Existentialismus ist ein Humanismus“

Albert Camus hat sich zeitlebens vom Existentialismus Sartrescher Provenienz distanziert. Im Folgenden nun ein Versuch durch die genaue Lektüre von Der Mythos des Sisyphos, das Missverständnis aufzuklären, das zwischen Camus‘ Selbstauffassung und Fremdzuschreibung besteht, wenn letztere ihn weiterhin beharrlich zum Existentialismus zählt, obwohl dieser 1953 in seinem Tagebuch schreibt:

Zwei gewöhnliche Irrtümer: Die Existenz geht der Essenz voraus oder die Essenz der Existenz. Sie gehen und erheben sich beide im gleichen Schritt.

Albert Camus aus: „Tagebuch 1951-1959“ (Frühjahr 1953)
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