Vorstufen einer Taxonomie des Romans

Plot
Plot-Kategorien.

Ich unterscheide hierfür in drei materiale Bereiche: Inhalt, Form und Komposition, die sich am Textganzen, anhand von Textbeispielen, festmachen, also dokumentieren lassen (im Unterschied zum Leseerlebnis). Diese Bezugsgrößen sollen eine erhöhte Kommunikabilität der Romane herstellen, also ein In-Bezug-Setzen erleichtern, durch Vergleiche Eigenschaften hervorheben und hervortreten lassen, also eine Umgebung des Romans schaffen, in welchem er literaturhistorisch kommuniziert. Romane entstehen nicht im luftleeren Raum, und so möchte ich einen Versuch unternehmen, die jeweilige Umgebung der Romane zu entdecken und so einen multiperspektivischen Raum der Literatur zu entfalten, der das Leseerlebnis möglicherweise bereichert (so die Hoffnung).

Bislang erschienen:

  1. Stoff-Kategorien
  2. Plot-Kategorien
  3. Über den Roman (Definition)
  4. Über das ästhetische Gelingen des Romans
  5. Reihe: Interpretationsmodelle
    (i) Theodor W. Adorno: „Skoteinos“
    (ii) Jacques Derrida: „Gesetzeskraft“
    (iii) Franz Kafka: „Der Prozess“
    (iv) Moritz Baßler: „Populärer Realismus“
    (v) Byung-Chul Han: „Die Krise der Narration“
    (vi) Niklas Luhmann: „Liebe als Passion“

Stoff:

Die offensichtlichste Unterscheidung zwischen verschiedenen Romanen besteht im verhandelten Thema, also im Gegenstand des Romans. Klassischerweise wurde der Gegenstand in vier Genres unterteilt, also in: Tragödie (Johann Wolfgang Goethes Faust), Komödie (William Shakespeares‘ Ein Sommernachtstraum), Romanze (Joseph von Eichendorffs Aus dem Leben eines Taugenichts),und Satire (Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausens Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch). Diese Unterscheidung selbst erscheint mir jedoch zu grob und zu wenig spezifisch und erlaubt keine guten Vergleiche, zumal die Oberbegriffe völlig an Schärfe verloren haben. Im Folgenden versuche ich mich eher in der Unterscheidung zwischen Stoff und Plot, für die ich dann weitere Unterkategorien vorschlage.

Was verstehe ich unter „Literaturstoff“? Stoff zeigt an, aus welchem Erfahrungsbereich hauptsächlich berichtet wird, die Einfärbung und Umgebung eines Plots, die Gesamtatmosphäre, das generelle Setting, das Wortfeld – welche Welt beschrieben wird, die Szenerie, also das Medium der Ereignisfolge. Beispielsweise: Familie, Jugend und Öffentliches Miteinander. Der Stoff beschreibt also nicht die Kulisse, sondern das Medium der Handlung. Die Kulisse (Szenerie) wäre die geographische, folkloristische Umgebung, die Bühne (welches Land, welche Epoche, welches Milieu). Der Stoff beschreibt das Medium der Handlung. Die Kulisse kann aber zum Medium der Handlung werden, bspw. bei einem Bergsteigerroman. In diesem Falle wäre der Stoff Natur, mit Hinblick auf die Gebirgswelt, in dem Sinne, dass die Natur selbst zum Handlungsträger wird. Der Stoff dient als passives Medium, das durch den Plot Entdeckungsdrang, bspw. kosmische Selbstüberschreitung oder Selbstzerstörungstendenzen, dynamisiert wird.

Beispielsweise in Middlemarch von George Eliot handelt sich beim Stoff um das Familien- und Liebesleben in der ländlichen Idylle. Die Natur aber stellt keinen Handlungsträger dar, auch nicht die Tierwelt wie etwa das Leben und Arbeiten auf einem Bauernhof. Vielmehr reichert sich der Text durch die wechselwirkenden, dynastischen, karriereorientierten Bestrebungen der Individuen im sozialen Auf- und Abstieg durch Erbfolge an. Die Landschaft bleibt Kulisse, Szenerie, das England des 19. Jahrhunderts, ein Setting. Der Stoff bei Middlemarch heißt vielmehr Generationen und Öffentliches Miteinander, denn die Figuren werden im Widerstreit der sozialen Konkurrenz und Erwartungshorizonte beschrieben und dynamisiert.  

Stoff-Kategorien:

Literaturstoff bezeichnet also einen weit angelegten Themenbereich. Das Thema eines Buches umreißt die Handlung als Situierung. Ich unterscheide vorerst in folgende Stoffe: (Zurück)

  1. Kindheit
  2. Jugend
  3. Alter
  4. Körper-Geist-Bewusstsein
  5. Generationen (Familie)
  6. Liebe
  7. Freundschaft
  8. Öffentliches Miteinander (Diskurs)
  9. Brutalität
  10. Katastrophen
  11. Natur
  12. Parallelwelt

Anhand dieser Kategorien wird die generelle Richtung eines Romanes spezifiziert. Selbstredend gehen manche Romane in viele Richtungen, und nicht immer lässt sich klar auswerten, in welche stärker, in welche schwächer, weshalb Mehrfachnennungen möglich sind. Ich bin alle rezensierten Bücher auf Kommunikatives Lesen durchgegangen und habe die Kategorien erprobt, beim Durchgehen verändert, bin wieder durchgegangen und habe so versucht, ein lebendiges System von Kategorien zu erstellen, das die Romane alle umfasst.

Die Kategorien erscheinen auf der ersten Hand auch trivial. Sie entstehen durch eine einfache Überlegung, beginnend mit Mensch/Nichtmensch, also die Kategorie Natur, in der der Stoff von der nichtmenschlichen Welt geprägt wird: die Tiere, die Mineralien, das Meer, der Himmel, die Erde, also auch eine mögliche Welt ohne den Menschen, ein entleerter Kosmos.

Nach dieser Differenz bleibt der Mensch im Zentrum, von denen die gewichtigsten die Gefahren für die körperliche Unversehrtheit darstellen, also Gewalt, einwirkende, beängstigende Kräfte, die wiederum in intentionale (menschliche) und nicht intentionale (natürliche) Gewalt unterschieden werden kann, also Brutalität (Verbrechen, Krieg, Mord und Totschlag) und Katastrophen (Meteoriteneinsturz, Wechsel der Polarität des Magnetfeldes, Hurricanes, Protuberanzen etc…, Stürme, Fluten, Viren).

Spielt eine solche, alles beherrschende Bedrohung keine Rolle, also leben die Menschen sicher, lässt sich das zwischenmenschliche Leben unterscheiden in Person, die sozialen Konstellationen, also das Öffentliche Miteinander, zum privaten, verbindlichen, aufeinander als Individuen bezogenen Verhältnissen, die Freundschaft, bis hin zum intimen, erotischen Bereich der Liebe. Hier stellt die Verbindlichkeit das graduelle Kriterium dar: ein öffentliches Verhältnis kann professionell, entfremdet, distanziert, desinteressiert sein, ohne dass dieses Desinteresse problematisch werden könnte. Eine Freundschaft, die auf Ignoranz basiert, also Ignoranz in Bezug auf das Individuum selbst, auf sein Wohlergehen, lässt sich nicht denken, und die Freundschaft als noch intensivere Verbindlichkeit heißt dann Liebe, in der zwei Menschen ein neues System an aufeinander bezogener Verbindlichkeit erstellen.

Von hier gleitet die Differenzierung in den Privatbereich des Individuums ab, das zunächst mit einer gewissen Genealogie, also Herkunft konfrontiert ist, der jeweiligen Generationen, dann mit sich selbst als einzelnes Individuum, mit einem spezifischen Körper und einem ebenso spezifischen Geist, was in der Kategorie Körper-Geist-Bewusstsein thematisch wird.

Die Geschichte des Individuums bildet sich als letztes Dreigestirn aus, nämlich Kindheit, Jugend, und Alter. Das Erwachsenenalter stellt keine für sich bestehende Thematik dar. Kindheit und Jugend und Alter dagegen enthalten Übergangsprozesse (Bewusstwerdung für das Kind, Geschlechtsreife für die Jugend, Erschöpfung für das Alter).

Und all dies bereits genannte, kann nun in einer bekannten oder unbekannten, mystischen Welt spielen, und so kommt die letzte Stoffkategorie zustande: Parallelwelt, die Fantasybereiche, Außerirdische, intentionale Lebewesen, sprechende Drachen, unwirkliche Ereignisse voller Magie, aber durch Magie, also als Phantasie des Menschen noch in der Region des Menschlich-Phantastischen, umfasst.

Ob sich nun im Laufe der Analysen noch weitere Kategorien für Stoffe ergeben, lässt sich schwerlich abschätzen, aber die Zahl der kategorisierten Romane beläuft sich bereits auf über dreihundert, sodass eine gewisse statistische Signifikanz gegeben ist.

Ich werde wahrscheinlich dennoch nicht umhin gekommen, hier und da kleinere Veränderungen oder Differenzierungen vorzunehmen, wenn eine Kategorie allzu sehr ausufert. Am ehesten kommt hier die Kategorie Öffentliches Miteinander infrage, die bereits zu viele Einträge besitzt. Auf seine Weise aber hat sich die Funktion des Romanes von der Romanze, der Darstellung von erotischen Verhältnissen zum öffentlichen Diskurs verlagert, eine allgemein geteilte Einschätzung innerhalb der Literaturwissenschaft, sodass die Übergewichtung dieser Kategorie auch das Medium Roman selbst kennzeichnet.

Im Folgenden nun die verschiedenen Kategorien, nur etwas spezifischer vorgestellt mit den zugeordneten, bislang auf Kommunikatives Lesen besprochenen Titeln. Ich freue mich über Anmerkungen, Kritik, Anregungen, Korrekturen und Hinweise! Ich hoffe, dieser etwas trockene Post hat dennoch Freude und Spaß und Neugier aufs Lesen gemacht!

Detaillierte Stoff-Kategorien:

1.) Kindheit: Die ersten Eindrücke, Kindheitserinnerung, das Dasein als angewiesenes Lebewesen, die impressionistischen Zufälle und naiven Bedeutungszuschreibungen, auch die Unterstellung von Magie, von Undurchschaubarem, die Wissenslosigkeit als Zusammenhangslosigkeit. Das Kind vermag die Umstände nicht miteinander in Verbindung zu bringen. Die Tatsachen bleiben isolierter, einfach als Reihe, Reihung, Serialität der Emotionen, ohne innere, stärkere Konsistenz, prägend vor allem das Ausgeliefert-Sein. (Zurück)


Paradigma: Marcel Proust: „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Beispiele:

„Maman“
„Das dritte Licht“
„Das andere Mädchen“
„Junge mit schwarzem Hahn“
„Wo der spitzeste Zahn der Karawanken in den Himmel hinauf fletscht“
„Emil und die Detektive“
„Pünktchen und Anton“


2.) Jugend: Die Jugendjahre mit allen Konflikten in Bezug auf den Übergang ins voll zurechnungsfähige Erwachsenenalter. Die Schuljahre, die erste Liebe, der erste Sex, die ersten intensiven Freundschaften, Triumphe, Niederlagen, die Konflikte mit den Eltern, wer entscheidet darüber, wie wer wann und wo die Zeit verbringt. Hier wird aufbegehrt, protestiert, gesucht, Schule, Ausbildung, Universität, der langsame (erfolgreiche oder unerfolgreiche) Ausgang aus der unverschuldeten finanziellen und psychologischen Abhängigkeit. (Zurück)


Paradigma: Robert Musil: „Die Verirrungen des Zögling Törleß“; Robert Walser: „Jakob von Gunten“; Wolfgang Goethe: „Die Leiden des jungen Werther

Beispiele

„Echtzeitalter“
„Vatermal“
„Unterm Staub der Zeit“
„22 Bahnen“
„Unser Deutschlandmärchen“
„Heroin Chic“
„Nordstadt“
„Liebe ist gewaltig“
„Spitzweg“
„Herumtreiberinnen“
„Paradais“
„Lichtungen“
„Radio Sarajevo“
„Gittersee“
„Junge mit schwarzem Hahn“
„Blaue Frau“
“Die Fremde”
“Später”
“Hard Land”
“Ministerium der Träume”
„Die Glasglocke“
„Die neuen Leiden des jungen W.“
„Die Leiden des jungen Werther“ 
„Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“
“Das verlorene Paradies”  



3.) Alter: Reflexion des Altwerdens als körperlicher, psychischer Vorgang. Demenz, Schwäche, Inkontinenz, Angst vor dem Tod, Abschiednehmen, die Zeitlichkeit und Finalität selbst. Konfrontation mit der Endlichkeit, die fehlende körperliche Kraft, der fehlende Mut, die Müdigkeit, das langsame Verschwinden des eigenen sozialen Umfeldes, der Horizont ins Nichts, die Angst vor dem Vergessenwerden, der Tod selbst, der sich ankündigt – all dies reflektiert, erzählt, Leben, das sich Revue passieren lasst, das mit sich abrechnet, in der Stimmung oft breit und weit, die Erinnerung als Fläche, der Rückblick. (Zurück)


Paradigma: Hermann Broch: „Der Tod des Vergil“; Leo Nikolajewitsch Tolstois: „Der Tod des Iwan Iljitsch

Beispiele:

„Melody“
„Im Auge der Pflanzen“
“Stay away from Gretchen”
„Seit dem er sein Leben mit einem Tier teilt“
„Das späte Leben“
„Der heutige Tag“
“Unzertrennlich: Über den Tod und das Leben”
“da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete”
„Baumgartner“
„Der alte Mann und das Meer“
„Der Tod in Venedig“
„Der andere Name“


4.) Körper-Geist-Bewusstsein: Die Erfahrung des eigenen Körpers, die Lust, der Schmerz, die Angst um die Unversehrtheit, das Empfinden, das Flirren, das Erleben der Haut, der Hitze und Wärme, des Begehrens, der physischen Reaktionen, der Vorgänge, der Vivisektion im Inneren. Jedwede Form der Gesundheit und Krankheit, die sich körperlich manifestiert, als Körperregung. Hier gehen alle Beschreibungsvarianten des physischen, somatischen Erlebens ein, die Praktiken, die Wörter, das Leben als Körper mit und unter anderen Körpern zu empfinden, in Lust, Angst, Auflösung, Traum und Phantastik, aber auch die Vergeistigung, die Verarbeitung der Sinnlichkeit, das Vergegenwärtigen der Situation durch das Verständnis, die Erinnerung, die Konstruktion und Rekonstruktion eines wie auch immer gearteten Realen. Also Thema: der eigene Körper, der eigene Geist. (Zurück)


Paradigma: Anais Nin: „Das Venus der Delta“; Joshua Groß „Prana Extrem“; Miguel de Cervantes Saveedra: „Don Quijote

Beispiele:

„Empusion“
„Lügen über meine Mutter“
„Mama“
„Griechischstunden“
„Ich stelle mich schlafend“
„Zeiten der Langeweile“
„Kaspar“
“Monstrosa”
„Maniac“
„Prana Extrem“
„Heroin Chic“
„153 Formen des Nichtseins“
„Aufruhr der Meerestiere“
„Die göttlichen Kindchen“ 
„Das Ereignis“
„Blutbuch“
„Über die See“ 
„Ein Sommer in Niendorf“
„Unterm Teppich“
„Vernichten“
“Die Aufdrängung”
„Red Pill“
„Blaue Frau“
„Nadja“
„Die Glasglocke“
„Schachnovelle“
„Der Tod in Venedig“
„Lolita“
„Bebuquin“
„Hunger“
„Der andere Name“
„Stiller“
„Giovannis Zimmer“
„Das Seidenraupenzimmer“ 
„Unendlicher Spaß“ 
„Aufzeichnungen eines Serienmörders“


5.) Generationen (Familie): Das Leben zwischen und mit den Generationen, die Vater-Mutter-Kind-Verhältnisse, im Haus, unter einem Dach, oder bereits auseinander gelebt, aber noch in Kommunikation, die nicht abbricht, oder sich noch sucht, das Verbindliche einer verwandtschaftlichen Beziehung exploriert, die Nähe, Möglichkeit, das Kennen, das Miteinander, das schwer aufgekündigt werden kann. Auf seine Weise wird hier ein Schicksal thematisch, in diese und keine andere familiäre Situation geboren worden oder geworfen zu sein. (Zurück)


Paradigma: Thomas Mann: „Buddenbrooks

Beispiele:

„Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten“
„Eine Arbeiterin“
„Eigentum“
„Birobidschan“
„Die Ballade des letzten Gastes“
„Maman“
„Wovon wir leben“
„Das dritte Licht“
„Die Möglichkeit von Glück“
„Das andere Mädchen“
„Lügen über meine Mutter“ 
„Ein rostiger Klang von Freiheit“ 
„Was ich nie gesagt habe“
„Der Silberfuchs meiner Mutter“
„Serge“
„Mama“
„Das Versprechen“
“Crossroads”
“Die Enkelin”
“Stay away from Gretchen”
“Hast du uns endlich gefunden”
“Die Fremde”
“Eurotrash”
“Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid”
„Middlemarch“
„Dass die Erde einen Buckel werfe“
„Unser Deutschlandmärchen“
„Der Markisenmann“
„Dschinns“
„Menschenkind“
„Blutbuch“
„Violeta“
„Tunnel“


6.) Liebe: Jede Form der Romantik, des erotischen Interesses an einem Mitmenschen, die Nähe, Intimität, das Flirten, Ersuchen, Umwerben, Liebesbriefe, das Drama, jemandem näherkommen zu wollen, die Tragödie, dass jemand wegrückt, kein Interesse zeigt, das Heiraten, die Probleme in der Beziehung, das Kinder-Bekommen, das Unglücklich-Sein, Sich-Nicht-Gesehen-Fühlen, die Eifersucht, das langsame Aufeinander-zu-Bewegen, auch die Angst vor Nähe, Zärtlichkeit, die Flucht, die Immunisierung, der Skandal und Perversion der Intimität, vor allem die Form der eingegangenen, definitiven, zumindest einseitigen Verbindlichkeit. (Zurück)


Paradigma: Stendhal „Rot und Schwarz“; Ingeborg Bachmann: „Malina“; oder Leo Nikolajewitsch Tolstois „Anna Karenina

Beispiele:

 „Griechischstunden“
„Ich stelle mich schlafend“
„Wir sehen uns im August“
„Seit dem er sein Leben mit einem Tier teilt“ 
„Flammengeküsst“
„Die Stadt und ihre geheimnisvolle Mauer“
„Das späte Leben“
„Muna“
„Zu zweit“
„Der Pole“
„Blue Skies“
„Melody“
„Das Liebespaar des Jahrhunderts“
„Der junge Mann“
„Liebe ist gewaltig“
„Nachmittage“
„Die Nacht unterm Schnee“
„Blaues Blut“
„Vernichten“
“Kairos”
“Der Brand”
“Es ist immer so schön mit dir”
“Unzertrennlich: Über den Tod und das Leben”
“Das Land der Anderen”  
“Mädchen, Frau etc.”
“Daheim”
“Monschau” 
“Erste Person Singular”
„Nadja“
„Hundert Jahre Einsamkeit“
„Aus dem Leben eines Taugenichts“
„Mistral“
„Der Tunnel“
„Der Kreis des Weberknechts“ 
„Brief an D.“ 
„Das Ungeheuer“
„Allerseelen“
“Schicksal”  
„Die folgende Geschichte“
„Rot und Schwarz“
“Vom Aufstehen”
„Der Totschläger“
„Ansichten eines Clowns“


7.) Freundschaft:  Thema des Akzeptierens, Kennenlernens, nicht intime Begegnungen, die dennoch Spuren hinterlassen. Keine körperlich-intensiven Erlebnisse zwischen Figuren, mehr die Gespräche, das gemeinsame Aufwachsen, das gegenseitige Respektieren, das Auseinanderleben, über Aktivitäten verbunden sein, Freundeskreise, entfernte Verwandte, gemeinsame Reisen, Zufallsbegegnungen mit Figuren, die eine Vergangenheit, einen Charakter erhalten, auf der Arbeit, im Verein, im Studium. Alle Zwischenstufen des privaten zwischenmenschlichen verbindlichen Begegnens ohne erotische und familiäre Liebe. (Zurück)


Paradigma: Henri-Alban Fournier: „Der große Meaulnes“; Mark Twain: „Tom Sawyer

Beispiele:

„Zonen der Zeit“
„Lichtungen“
„Drifter“
„Wir hätten uns alles gesagt“
„Diese ganzen belanglosen Dinge“
“Der erste letzte Tag”
„Der große Meaulnes“
„Dirac“
„Kruso“
„Rituale“
“Klara und die Sonne”  
„Nebenan“ 
„Yoga“
„Das Traumbuch“    
„Der Untergeher“
„Ein von Schatten begrenzter Raum“
„Wovon wir leben“
“Echos Kammern” 
„Am Gletscher“
„Die Inkommensurablen“


8.) Öffentliches Miteinander (Diskurs): unverbindliche Begegnungen, eher anonyme Erwägungen, entfernte Bekanntschaften, die eher über öffentliche Kriterien zustande gekommen sind, äußere Nöte, Zufallsereignisse, Arbeitsgespräche, unverbindliche Gespräche, Kommunikationen. Hier gehen die Gesprächsthemen des Kollektivs ein, das allgemeine Zeitgespräch, die jeweiligen herrschenden Stimmungen, eine Art erweiterter Stimmenchor, der ein Zeitporträt schafft, eine Zeit einfängt, deren Vorurteile, Politik, deren soziale Konflikte, ohne das private, intime in den Vordergrund zu stellen. Die Figur als öffentliche Person, als Person mit einem gewissen Status, einer gewissen Zugehörigkeit. (Zurück)


Paradigma: George Eliot: „Middlemarch“; Werner Bräunig: „Rummelplatz“; Peter Weiss: „Die Ästhetik des Widerstandes“; James Joyce: „Ulysses„; Virginia Woolf: „Die Wellen

Beispiele:

„Minihorror“
„Trophäe“
„Zeiten der Langeweile“
„Was ihr nicht seht“
„Krass“
„Sinkende Sterne“
„Die Krume Brot“
„Der belgische Konsul“
„Pompeji oder Die fünf Reden des Jowna“
„Noch wach?“
„Mindset“
„Liebes Arschloch“
„Die Woche“
„Eine runde Sache“
„Zukunftsmusik“
“Die Rache ist mein”
„Zandschower Klinken“
„Der Beamte sagte: Erzählung“
“Über Menschen”
“Ministerium der Träume”
„Kochen im falschen Jahrhundert“
„Mein Lieblingstier heißt Winter“
„Angabe der Person“
„RCE“
„Der Schlaf in den Uhren“
“Der falsche Gruß“
„Irre“
“Die Kandidatin”
„Stoner“
„Der menschliche Makel“
„Die Ladenhüterin“
„Zur See“
„Der Tangospieler“
„Warten auf die Barbaren“
„Zwischen Welten“
„Die Erweiterung“
„Das glückliche Geheimnis“ 
“Ciao”
„Fabian“
„Rummelplatz“
“Guldenberg”
„Annette, ein Heldinnenepos“
„Lektionen in dunkler Materie“
„Trottel“ 
„Die Insel des vorigen Tages“
„Der Untertan“
„Der Fuchs war schon damals der Jäger“
“Es war einmal in Hollywood”  
“Liebe in Zeiten des Hasses” 
„Das Café ohne Namen“
„Professor Unrat“
“Dunkelblum”
„Der Tod des Empedokles“
„Tauben im Gras“
„Middlemarch“ 
„Der Ölprinz“
„Antigone“
„Lord Jim“
„Herz der Finsternis“
„Empusion“
„Lichtspiel“
„Der Mann, der Donnerstag war“


9.) Katastrophe (nicht intendierte Gewalt): Zerstörungen, verheerende Ereignisse wie Fluten, Überschwemmung, Erdbeben, aber auch Giftgaswolken, Unfälle, Zugentgleisungen, Kraftwerkexplosionen, Bodenwasservergiftungen, Seuchen und Pestilenzen, alles Unkontrollierbare und Überindividuelle, Dürren, Missernten, Plagen, ein elektrischer Fallout, Meteoriteneinschläge, Klimakatastrophen, Unfälle, neuartige Krankheiten, alles, was die körperliche Integrität unintendiert (also nicht durch einen anderen Menschen) in Mitleidenschaft zieht. (Zurück)


Paradigma: Esther Kinsky: „Rombo“; Valerie Fritsch: „Winters Garten

Beispiele:

„Pompeji oder Die fünf Reden des Jowna“
„Rombo“
„Die Nächte der Pest“
“Der Zorn des Oktopus”
“Die Anomalie”
“Der neunte Arm des Oktopus”
„Die andere Seite“
“Winters Garten”
„Die Kinder der Toten“
„Eine runde Sache“


10.) Brutalität: Jede Form physischer, gewalttätiger und militärischer Konflikte, also alle anderen Formen von zwischenmenschlicher Brutalität und Gewaltausübung, Übergriffe, Verletzungen, Rohheiten, in der die Integrität des Körpers nicht nur bedroht, sondern auch verletzt, in Mitleidenschaft gezogen wird. (Zurück)


Paradigma: Homer: „Illias“; Ernst Jünger: „In Stahlgewittern“; Erich Maria Remarque: „Im Westen nichts Neues“; Bret Easton Ellis: „American Psycho“; William Shakespeare: „Hamlet

Beispiele:

„Trophäe“
„Radio Sarajevo“
„Flammengeküsst“
„Lichtspiel“
„Um mich herum Geschichten“
„Die göttlichen Kindchen“
„Die Nacht unterm Schnee“
„Die Nächte der Pest“
“Die Verlorenen”
“Mädchen, Frau etc.”
“Der Heimweg”
„Lord Jim“
„Herz der Finsternis“
Die Bestie im Menschen“
„Die Brücke über die Drina“
„Menschenkind“
„Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“
„American Psycho“
„Der Thron der sieben Königreiche“
„Das Erbe von Winterfell“
„Paradais“
“Das Land der Anderen”
„Die Herren von Winterfell“
„Die Kinder der Toten“


11.) Natur (Idyll-Bucolica): Wo die Landschaft, die Tiere, die Materie ein selbständiges Handlungsgefüge erhalten, aus der Rolle der Kulisse steigen, der Berg, der bestiegen werden soll, das Tier, das gejagt wird, die Kälte, die besiegt werden muss, das Meer, auf dem Durst herrscht, die Wüste mit der sengenden Sonne, die Konfrontation mit den Elementen, Feuer, Wasser, Luft und Erde, Tiere, die Pflanzen, die Unzurechenbarkeiten, die aus dem Nichts unwillkürlich entstehen. Die Natur als Gegenüber, als kommunikativer Partner, Gegner, als eigene, zu verhandelnde Größe. (Zurück)


Paradigma: Herman Melville: „Moby Dick“; James Graham Bell: „Kristallwelt

Beispiele:

„Nachtarbeit“
„Trophäe“
„Empusion“
„Rombo“
„Mama“
„Der alte Mann und das Meer“
„Der Mensch erscheint im Holozän“
„Das Erbe“
„Schattenfuchs“
„Dass die Erde einen Buckel werfe“
„Die Kinder der Toten“


12.) Parallelwelt: Jede Form von Phantastik, die also den gegebenen Rahmen überbietet, eine neue Existenzform einführt wie Zeitreisen, wie Traumwelten, wie ein ganz eigener Kosmos, wie Außerirdische, Monster, Fabelwesen, hochgradig unwahrscheinliche Szenarien, Unplausibilitäten. Hier wird das Erwartbare transformiert hin zu etwas Unerwartetem, aber gänzlich ohne Anlass zum Möglichen. (Zurück)


Paradigma: Alfred Kubin: „Die andere Seite“; Franz Kafka: „Die Verwandlung“; Mary Shelley „Frankenstein“; Dante Aligheri: „Die göttliche Komödie“; Stanislaw Lem: „Solaris“; Johann Wolfgang Goethe: „Faust

Beispiele:

„Kaspar“
„Die Stadt und ihre geheimnisvolle Mauer“
„Ist hier das Jenseits, fragt Schwein“
„Eine runde Sache“
“Die Anomalie”
“Später”
„Die andere Seite“
„Die Prinzessin von Babylon“
„Bebuquin“
„Im Farindelwald“
„Der Thron der sieben Königreiche“
„Das Erbe von Winterfell“
„Die Herren von Winterfell“
„Atlas Shrugged“
„Der Mann, der Donnerstag war“
„Die Kinder der Toten“
„Birobidschan“


Plot:

Plot
Plot-Kategorien.

Im ersten und vorangegangen Kategorie-Kapitel beschäftigte ich mich mit dem literarischen Stoff. Hier spielte das Wortfeld, das generelle, weitere Thema eine Rolle, also wo wird das Geschehen angesiedelt, um was für eine Welt handelt es sich, welcher Ausschnitt der Welt wird thematisch im Textgeschehen. Ein Beispiel wäre: das öffentliche Miteinander, die sozialen Interaktionen, berufliche Schwierigkeiten, Einflüsse der anderen auf das eigene Leben, aber hier andere, die in keinem verbindlichen sozialen Zusammenhang mit einem stehen, bspw. Kollegen.

Dieser Stoff lässt sich als Medium vorstellen, als Masse, als Gewebe, das träge und entspannt daliegt, mehr oder weniger durch seinen Wortschatz festgelegt und beschreibbar ist. Der Plot nun, dessen Kategorien ich im Folgenden darstellen möchte, dynamisiert den Stoff, bringt ihn dazu, Wellen zu schlagen, sich zu kräuseln, sich zu falten, aufzuwerfen, sich zu dehnen, zu verzerren, sich in der Form zu verändern und mehrdimensional zu werden. Der Plot dynamisiert den Stoff, haucht ihm Leben ein, und zwar durch Ereignisse und Handlungen.

Als Beispiel, Ernest Hemingways Der alte Mann und das Meer: Hier stellt die Natur, der Körper der Figur, das Alter den Stoff dar; die Dynamik aber resultiert aus dem Hunger Santiagos. Er hat nichts mehr zu essen, kein Geld mehr, um sich Nahrung zu kaufen. Er muss einen Fisch fangen. Der Plot besteht aus seinem physischen Ausgeliefertsein, Nahrung für sein Überleben zu benötigen.

Ein anderes Beispiel, Bernhard Schlinks Das späte Leben: Stoff bildet hier das Alter des Protagonisten Martin Brehm und die Ehe und Liebe zu seiner Frau Ulla. Dynamisiert wird diese familiäre Situation einerseits durch den beachtlichen Altersunterschied von 23 Jahren zwischen den beiden, und der Tatsache, dass er eine Krebsdiagnose erhält. Zum physischen Ausgeliefertsein gesellt sich also noch die Problematik von Alt liebt jung, da Martin erkennt, dass seine Frau noch lange nach ihm leben und auch weitere Beziehungen haben wird.

Mittels dieser Unterscheidung lassen sich schnell Romane vergleichen und Parallelen erkennen, bspw. hier zwischen Schlinks Das späte Leben und Michel Houellebecqs Vernichten, zwei Romane, die zwei sehr ungleiche Protagonisten besitzen, aber mittels der Krebsdiagnose den Plot der physischen Ausgeliefertheit teilen, und von dort aus viele Ähnlichkeiten erkennen lassen (Rückzug in den mütterlichen Schoß der Frau, die Suche, die Eifersucht, das Primat der körperlichen Liebe).

Es lassen sich auch überraschende Querverbindungen finden, wie zwischen Hemingways Der alte Mann und das Meer und Max Frischs Der Mensch erscheint im Holozän. Sie besitzen denselben Stoff (Alter/Natur) und auch denselben Plot (physisches Ausgeliefertsein). Auch wenn im Falle von Max Frischs Roman die Bergwelt Figur wird, die Lawinengefahr und mehr die geistige Schwächung (Demenz) als die physische eine Rolle spielt (wie bei Santiago beim Fischen) liegt der Schluss nahe, dass wer Der alte Mann und das Meer mochte, auch an Der Mensch erscheint im Holozän Gefallen finden könnte. Die Parallele zwischen Hemingway und Frisch findet so eine begriffliche, über die Intuition hinaus gehende Schärfe.

Plot-Kategorien:

Als Wortfelder, generelle Themen ließen sich zwölf verschiedene Stoffe ausmachen, die über dreihundert Romane kategorisieren und vergleichbar werden lassen. Nach vielem Hin-und-Her vermochte ich aus zuerst über fünfzig Plotkategorien fünfzehn herauszudestillieren, die ebenfalls die bislang auf Kommunikatives Lesen besprochenen Texte übersichtlich und deutlich charakterisieren. Ich schlage vor, in Folgende Plotfelder zu unterscheiden: (Zurück)

  1. Physisches Ausgeliefertsein
  2. Kosmische Selbstüberschreitung            
  3. Repressive Entsublimierung      
  4. Prekäre Kindheitserfahrungen   
  5. Alt liebt jung
  6. Unerfüllte Liebe/Eifersucht
  7. Liebes- und Reiseabenteuer
  8. Umgarnte Machtmenschen       
  9. Genies und Wahnsinnige
  10. Verhängnisvolles Durcheinander
  11. Soziale Renitenz
  12. Aussteiger/Duldsamkeit
  13. Gewalt/Verbrechen/Krieg          
  14. Welt in Trümmern
  15. Aktivistisches AgitProp

Drei Grundkonstellationen werden in diesen Plotkategorien berücksichtigt: das Individuum für sich genommen, das Individuum mit einem anderen Individuum konfrontiert, das Individuum im Zusammenhang mit seinem sozialen System gelesen.

Für sich genommen sieht sich das Individuum mit den Beschränkungen konfrontiert, die durch seine physische Ausgeliefertheit, was alle Körpereigenschaften und -funktionen umfasst, zustande kommen. Diese Ausgeliefertheit kann dann durch eine kosmische Selbstüberschreitung, die mit den Beschränkungen und Determinanten kreativ verfährt, oder, als Ausflucht, Flucht, durch repressive Entsublimierung zeitweise überschrieben oder überlagert werden, bspw. durch Süchte.

In Zusammenhang mit einem direkten Gegenüber können im Rahmen von Kindheitserlebnissen prekäre Kindheitserfahrungen auftreten, die aus der physischen Unterlegenheit resultieren. Im Erwachsenenalter spielt dann die Liebesproblematik eine dynamische Rolle im direkten zwischenmenschlichen Kontakt: als räumliche Trennung im Liebes- und Reiseabenteuer, als emotionale Distanz in unerfüllte Liebe/Eifersucht oder durch zeitliche Diskrepanzen Alt liebt jung.

Die Freundschaft öffnet nun das soziale Feld, in welchen das Individuum auf umgarnte Machtmenschen und Genies und Wahnsinnige treffen kann oder mit einem verhängnisvollen Durcheinander konfrontiert wird. Gegen dieses Durcheinander kann es sich durch soziale Renitenz behaupten. Aussteiger/Duldsamkeit wären der Versuch, dem Durcheinander auszuweichen, es zu ignorieren, oder es mit Gewalt/Verbrechen/Krieg zu bekämpfen, was schnell zu einer Welt in Trümmern gerät. Ein letzter kommunikativer Akt besteht dann in einem aktivistischen AgitProp, das kaum noch Handlung, mehr Meinung und Interjektion, also Distanznahme zur erlebten Welt enthält.

Bei dieser Unterteilung des Plots spielt die Perspektive des einzelnen Romans eine entscheidende Rolle, sodass bspw. Lolita von Vladimir Nabokov keine prekäre Kindheitserfahrung von Dolores Haze beschreibt, sondern ein Gewalt/Verbrechen von Humbert Humbert, der in Ich-Perspektive von seiner gewalttätigen Neigung spricht und diese zu rechtfertigen sucht. Die genauen Beschreibungen der Kategorien werden im Folgenden präsentiert.

Detaillierte Plot-Kategorien:

1.) Physisches Ausgeliefertsein: Jede Form der erfahrenen körperlichen Restriktion, der materiellen Wirklichkeit der Schwäche, der Erschöpfung, der Auszehrung, der drohende Tod, die Krankheit. Hier belebt sich der Text durch den Widerstand, die Reflexion, den Versuch, aus der Abwärtsspirale hinauszugelangen. Sucht ist hier nicht das Problem – äußere, nicht handlungsbezogene Determinanten erscheinen, das Alter, die Krankheit, die von außen erzeugte Ausgeliefertheit den Elementen gegenüber. Dies gilt auch für den Verlust eines nahe stehenden Menschen, so dass der Verlust eine materielle/physische Wirklichkeit besitzt, eine Ausweglosigkeit. Konfrontation mit der Endlichkeit der Kraft, das ist die psychische Wucht des faktisch Erlittenen. (Zurück)

Paradigma: Hermann Broch: „Der Tod des Vergil“; Ernest Hemingway: „Der alte Mann und das Meer

Beispiele

Brief an D.;
da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete
Das späte Leben
Das Traumbuch
Der alte Mann und das Meer
Der andere Name
Der erste letzte Tag
Der heutige Tag
Der Mensch erscheint im Holozän
Die Ballade des letzten Gastes
Dschinns
Mama
Unzertrennlich
Vernichten

2.) Kosmische Selbstüberschreitung: Hier steht eine poetische Selbstübersteigerung der Weltwahrnehmung im Vordergrund, die gegen Binnendifferenzierungen protestiert, eine All-Einheit mit dem Kosmos sucht, sich in die Welt, in die Materie hineinfühlt, aufgehen möchte in ein ozeanisches Gesamtempfinden. Hier steht die Poetisierung der Welt im Vordergrund, keine Drogen, keine Exzesse, nur das Auflösen von abstrakten Grenzen, also eine inwendige Reise, die zu einer äußeren wird, sich der Welt öffnend, sich der Welt zeigend, mit der Welt spielend, die Möglichkeiten der Welt nutzend, ohne sie im Todestrieb aufzuzehren (Gegenbild zur repressiven Entsublimierung). (Zurück)

Paradigma: Novalis: „Heinrich von Ofterdingen“; Dante Alighieri: „Die göttliche Komödie

Beispiele

Der große Meaulnes;
Die Aufdrängung;
Die Insel des vorigen Tages;
Drifter;
Hyperion;
Prana Extrem;
Über die See;
Malina;

3.) Repressive Entsublimierung: Hier findet eine narzisstische, selbstbezogene Entfesselung und Schädigung von sich und anderen statt, also eine Normen- und Moralübertretung, eine Bejahung von Tabus, eine Herausforderung der Normalität, eine Bekämpfung von Erwartungshorizonten mit aggressiven, gewalttätigen Mitteln, oder aber auch als reine provokative Geste. Vor allem eben das Durchstoßen des Alltags mit obszönen, radikalen, sadomasochistischen, sich an die Grenze bringenden, autosadistischen Mitteln der physischen und psychischen Extreme. Im Grunde jedwedes Ablegen von Grenzen und Fesseln, das Durchbrechen von Codes, ein Auskosten einer autonomen Geste – worin schon von alleine ein Konfliktpotential besteht. Meist in Verbund mit sozialem Abstieg, i.e. kurzfristige Lust gegen langfristige soziale, physische, psychische Interessen. Ein gewisser Genuss muss vorhanden sein. (Zurück)

Paradigma: Donatien Alphonse François, Marquis de Sade: „Justine und Juliette“; Comte de Lautreamont: „Gesänge des Maldoror“; Henry Miller: „Wendekreis des Steinbocks

Beispiele

American Psycho
Aufruhr der Meerestiere;
Blutbuch;
Crossroads;
Der Totschläger;
Die Inkommensurablen;
Die Möglichkeit von Glück;
Die Verwirrungen des Zöglings Törleß;
Ein Sommer in  Niendorf;
Es ist immer so schön mit dir;
Es war einmal in Hollywood;
Eurotrash;
Giovannis Zimmer;
Heroin Chic;
Hunger;
Ich stelle mich schlafend;
Kairos;
Kochen im falschen Jahrhundert;
Kruso;
Liebe in Zeiten des Hasses;
Liebe ist gewaltig;
Liebes Arschloch;
Monstrosa;
Muna;
Paradais;
Professor Unrat;
Rituale;
Trophäe;
Unendlicher Spaß;
Warten auf die Barbaren

4.) Prekäre Kindheitserfahrungen: Hier wird die Kindheit durch einen Vertrauensverlust, durch einen Gewaltakt, eine Übergrifflichkeit herbeigeführt, die kindliche Welt bricht zusammen, das Kind steht vor einem Dilemma, Scherben einer Welt, Gewalt, Verlust, Heimatlosigkeit, Traurigkeit. Es wird mit Verbrechen, mit einer lieblosen Erwachsenenwelt konfrontiert, und sucht Wege, damit umzugehen: Krieg, Verbrechen, übergriffige, abwesende, nicht zugängliche Eltern, Familie, Geschwister, Freunde. Die Dynamik entsteht durch den Widerspruch, naiv einer Welt zuzugehören, von dieser aber ausgeschlossen, abgestoßen, ausgegrenzt zu werden. (Zurück)

Paradigma: Hermann Hesse: „Unterm Rad

Beispiele

Das andere Mädchen;
Das dritte Licht;
Das verlorene Paradies;
Der Silberfuchs meiner Mutter;
Ein rostiger Klang von Freiheit;
Emil und die Detektive;
Gittersee;
Hast du uns endlich gefunden;
Herumtreiberinnen;
Junge mit schwarzem Hahn;
Kaspar;
Lügen über meine Mutter;
Mädchen, Frau etc. ;
Ministerium der Träume ;
Nordstadt;
Radio Sarajevo;
Unterm Staub der Zeit;
Vatermal

5.) Alt liebt jung: Eine ältere Figur verliebt sich, vernarrt sich in, wird verrückt nach einer um viele Jahre jüngeren anderen. Der Abstand beträgt mindestens Jahrzehnte, um den Generationenkonflikt, das Tabuisierte an dieser Beziehung zu bearbeiten, der Versuch, eine Beziehung mit jemanden aufzubauen, der eine ganz anders geartete Kindheit und Jugend gehabt hat, die Entfremdung, oder die Fokussierung auf das rein Körperliche, die Verdinglichung. Der Plot entfaltet sich durch die Problematik der verschiedenen Welten und Erfahrungsbereiche – wie Liebe entsteht, entstehen soll, wie sie sich ermöglicht, verunmöglicht, wenn altersbedingte extreme Ungleichheiten aufeinanderstoßen. Die Problematik impliziert auch eine radikale Infragestellung der Liebenden, vielleicht sogar den völligen Rückzug, i.e. das Transzendieren von zeitlichen Unterschieden. (Zurück)

Paradigma: Thomas Mann: „Der Tod in Venedig“;

Beispiele

Das späte Leben;
Der junge Mann;
Der menschliche Makel;
Der Tod in Venedig;
Echos Kammern;
Es ist immer so schön mit dir;
Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid;
Melody;
Seit dem er sein Leben mit einem Tier teilt;

6.) Unerfüllte Liebe/Eifersucht: Hier entwickelt sich die Dynamik hauptsächlich aus dem Wunsch, dem Begehren nach einem anderen Menschen heraus. Hier handelt es sich um das typische Genre der Romanze mit allem Beiwerk, ohne den abenteuerlichen Aspekt, den das Liebesabenteuer besitzt. Hier bleibt der Ort meist statisch, und die Beziehung problematisch, wohingegen beim Liebesabenteuer die Liebe unproblematisch, der Raum aber trennend wirkt. Liebe inkludiert hier alle pathologischen Formen der Besessenheit, der amourösen Psychopathologien. (Zurück)

Paradigma: Gustave Flaubert: „Madame Bovary“; Johann Wolfgang Goethe: „Die Leiden des jungen Werther

Beispiele

Ansichten eines Clowns;
Crossroads;
Der Kreis des Weberknechts;
Der Pole;
Der Tunnel;
Die folgende Geschichte;
Die Leiden des jungen Werther;
Die Nacht unterm Schnee;
Die neuen Leiden des jungen W.;
Die Stunde zwischen Frau und Gitarre;
Es ist immer so schön mit dir;
Flammengeküsst;
Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid;
Kairos;
Lichtungen;
Mein Name sei Gantenbein;
Mistral;
Stay away from Gretchen;
Was ich nie gesagt habe;
Wir sehen uns im August

7.) Liebes- und Reiseabenteuer: Am ehesten verwandt der Romanze, eine Reise, ein Ereignis, das Treffen von Bekannten und Unbekannten in bekannten oder unbekannten Orten, Reisememoiren, eine Handlung mit Akzent auf Bewegung, Neuerung, Öffnung für das Unbekannte, Geheimnisvolle. Hier spielt das freundlich Fremde eine Rolle, der Mut, sich dem Neuen zu öffnen, das Neue zu wagen. Das Genre besitzt etwas Unschuldiges-Dümmliches-Verworrenes. (Zurück)

Paradigma: Miguel de Cervantes Saavedra: “Don Quijote”; Daniel Defoe: “Robinson Crusoe

Beispiele

Aus dem Leben eines Taugenichts;
Der Ölprinz;
Die Prinzessin von Babylon;
Echtzeitalter;
Hard Land;
Im Farindelwald;
Monschau;
Spitzweg;
Über das japanische Kloster Kozan-ji;
Yoga

8.) Umgarnte Machtmenschen. Hier stehen mächtige Figuren im Zentrum, die schalten und walten, wie sie wollen, unterdessen sich andere um sie herum scharen, sie bewundern, und sich etwas von ihnen erhoffen. Hier gibt es eine gehässige Unterwürfigkeit und Bewunderung, eine Form der mentalen Unterwerfung, ein unentschiedenes Faszinosum, das von diesen Menschen ausgeht, und diese Menschen halten auch den Stoff in Bewegung, ihr Schicksal, ihre Meinung, ihre Art, an die Dinge heranzugehen. (Zurück)

Paradigma: Heinrich Mann: „Der Untertan“;  

Beispiele

Atlas Shrugged;
Der Untertan;
Die Kandidatin;
Dunkelblum;
Herz der Finsternis;
Krass; Lichtspiel;
Melody;
Mindset;
Nachmittage;
Noch wach?;
Pompeji oder Die fünf Reden des Jowna;
Tauben im Gras

9.) Genies und Wahnsinnige. Hier besteht der Plot in einer sehr reduzierten, spezialisierten Weltsicht, einer Dynamik durch Exklusion, Verrückung, durch anomales Verhalten, aus der Reihe tanzen, Größenwahnsinnige, Exoten, die durch ihre Leidenschaft und ihr Steckenpferd in Konflikt mit ihrer Umwelt geraten, oder Individuen, die an einer Geisteskrankheit leiden. Eine gewisse Aggressivität gehört in diese Kategorie. Sie hat nichts Drolliges, Freundliches. Es handelt sich nicht um einen liebevollen Exoten, sondern um gewisse Abgründe, die sich in der Inselbegabung durchsetzen und zeigen. (Zurück)

Paradigma: Stefan Zweig: „Schachnovelle“;  Joris-Karl Huysmans: „Gegen den Strich“; Fjodor Michailowitsch Dostojewski: „Der Idiot

Beispiele

Aufzeichnungen eines Serienmörders;
Baumgartner;
Bebuquin;
Der Kreis des Weberknechts;
Der neunte Arm des Oktopus;
Der menschliche Makel;
Der Zorn des Oktopus;
Die andere Seite;
Dirac;
Kaspar;
Maniac;
Mindset;
Red Pill;
Schachnovelle

10.) Verhängnisvolles Durcheinander. Hier besteht ein größerer, meist politischer, kulturell weiterer Zusammenhang, das in Chaos, Leid, Verwirrung und Missstimmung stürzt. Im Gegensatz zur entsagenden Duldsamkeit besitzt dieser Plot eine Mannigfaltigkeit, die über das Individuelle hinaus geht – nicht so sehr eine einzelne Person steht im Vordergrund als eine Stimmung, eine Atmosphäre, eine gewisse allgemeine Bewegtheit, die einen Zeitgeist, eine Zeit, einen Ort in seiner Gesamtheit und Zerworfenheit darstellt, i.e. eine kollektive, allgemeine Form der Duldsamkeit, eine soziale Dissoziation. (Zurück)

Paradigma: Gabriel Garcia Marquez: „Hundert Jahre Einsamkeit

Beispiele

Birobidschan;
Das Land der Anderen;
Das Ungeheuer;
Das Versprechen;
Der falsche Gruß;
Der Schlaf in den Uhren;
Die andere Seite;
Die Anomalie;
Die blaue Frau;
Die Brücke über die Drina;
Die Krume Brot;
Die Nächte der Pest;
Fabian;
Guldenberg;
Kairos;
Pompeji oder Die fünf Reden des Jowna;
Rot und Schwarz;
Schicksal;
Serge;
Trottel;
Violeta

11.) Soziale Renitenz: Hier entwickelt sich aufbegehrendes Verhalten gegen äußere Zwänge, gegen Verbote, gegen Ausschlüsse, eine Form des Protestes, eine Rebellion, aber gegen eine klar ausgewiesene Fremdbestimmung, also jedweder Widerstand gegen Eingrenzung, Ausgrenzung, gegen Bevormundung, ohne dass eine Form von physischer Gefahr für andere in der angestrebten Freiheit ausgeht. Soziale Renitenz speist sich aus zivilem Ungehorsam, Frechheit, Aufbegehren, spielerischem Ausweichen oder klar ausgewiesenem Protestieren, aber in Bezug auf ein individuelles Begehren, nicht unbedingt als repräsentativer Akt, vielleicht auch, aber nicht ausgehend von einem Allgemeinen, sondern eben von diesem je Besonderen, i.e. das Besondere gegen das Allgemeine. (Zurück)

Paradigma: Sophokles: „Antigone“; Christa Wolf: „Kassandra

Beispiele

153 Formen des Nichtseins;
22 Bahnen;
Am Gletscher;
Angabe der Person;
Annette, ein Heldinnenepos;
Antigone;
Atlas Shrugged;
Das Ereignis;
Dass die Erde einen Buckel werfe;
Der belgische Konsul;
Der Fuchs war schon damals der Jäger;
Der Tangospieler;
Der Untergeher;
Die Fremde;
Die göttlichen Kindchen;
Die Rache ist mein;
Echos Kammern;
Franziska Linkerhand;
Ist hier das Jenseits, fragt Schwein;
Junge mit schwarzem Hahn;
Klara und die Sonne ;
Lektionen in dunkler Materie;
Lord Jim;
Maman;
Menschenkind;
Middlemarch;
Ministerium der Träume ;
Pünktchen und Anton;
Rummelplatz;
Später; 
Unser Deutschlandmärchen;
Vom Aufstehen ;
Wo der spitzeste Zahn der Karawanken …;
Zukunftsmusik;

12.) Aussteiger/Duldsamkeit/Bucolica: Eine gewisse Aura der Unabhängigkeit. Äußerliche Erwartungshorizonte werden hingenommen, aber nicht übernommen. Es findet kein Protest, aber auch keine Unterwerfung, eher ein Ausweichen statt. Es werden kleine Refugien gebaut, kleine Ausweichmanöver, Übersprungshandlungen, Kompensationen. Alternativen werden gesucht, Möglichkeiten werden ausgelebt, ausprobiert, Ausnahmesituationen herbeigeführt, eher tote Winkel im Weltgesamtgeschehen. Kurze Räume des Aufatmens für die Figuren, wo sie sich ihrer besinnen, neuen Mut schöpfen, i.e. Selbstimmunisierungsstrategien. (Zurück)

Paradigma: Hermann Hesse: „Narziss und Goldmund“; Fernando Pessoa: „Das Buch der Unruhe“; Franz Kafka: „Die Verwandlung

Beispiele

Blaues Blut;
Daheim ;
Das Café ohne Namen;
Das Erbe;
Das glückliche Geheimnis;
Der Brand;
Der erste letzte Tag ;
Der Markisenmann;
Der Tod des Empedokles;
Die Enkelin;
Die Nacht unterm Schnee;
Die neuen Leiden des jungen W.;
Diese ganzen belanglosen Dinge;
Dschinns;
Ein Sommer in Niendorf;
Empusion;
Griechischstunden;
Hunger;
Im Auge der Pflanzen;
Kruso;
Maman;
Montauk;
Nebenan;
Rituale;
Sinkende Sterne;
Stiller;
Tunnel;
Was ihr nicht seht;
Winters Garten;
Wovon wir leben;
Yoga;
Zandschower Klinken;
Zeiten der Langeweile;
Zur See

13.) Gewalt/Verbrechen/Krieg. Aus der Sicht der Tat, derjenigen, die Gewalt anwenden, eine Beschreibung von Verbrechen, von Gewalt, von Zerstörung, die nicht erlitten, die begangen wird. Hier auch typische Genre-Romane, Gewalt, die faszinieren soll, die den Eklat erbringt, den Stoff vorwärts treibt. Gewalt als Mittel angewandt, um den Stoff interessant zu gestalten, oder um der Ausweglosigkeit zu entkommen, als letztes Mittel der Selbstbehauptung. (Zurück)

Paradigma: Emile Zola: „Die Bestie im Menschen“; Ernst Jünger: „In Stahlgewittern

Beispiele

American Psycho;
Das Erbe von Winterfell;
Der Heimweg;
Der Thron der sieben Königreiche;
Der Tunnel;
Die Bestie im Menschen;
Die Herren von Winterfell;
Die Verlorenen;
Herz der Finsternis;
Lolita;
Menschenkind;
Schattenfuchs;
Trophäe

14.) Welt in Trümmern. Bezeichnet Chaos, das um sich greift, das soziale System in die Grundfesten hinein erschüttert, durch Wetterkatastrophen, Krieg, durch die Folgen von Krieg, von Bürgerkriegen, wenn alles zweifelhaft, in der Schwebe, in Trümmern liegt, alles zerbröckelt, und diese Welt kurz vor dem Verschwinden steht. Ein sehr allgemeines, kein Schicksal eines Einzelnen – um sich greifende Zerstörung im zivilisatorischen Ausmaße. (Zurück)

Paradigma:  Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen: „Simplicissimus Teutsch

Beispiele

Atlas Shrugged;
Blue Skies;
Ein von Schatten begrenzter Raum;
Rombo;
Tauben im Gras;
Um mich herum Geschichten;
Vatermal;
Winters Garten;
Zu zweit

15.) Aktivistisches AgitProp. Verhängnisvolles Durcheinander nur ohne wirklichen Plot, oder Figurenzeichnung, ein Kessel Buntes voller Meinungen und Assoziationen, tatsächlich eher eine Art Kollage, eine Zeitgeistnotiz mit nur rudimentärem Versuch, Charakter zu zeichnen, eher unpersönliche Pamphlete, Hetzereien, Anekdoten, Literatur als Interjektion, Intervention, als Dokument, als Performance. Kennzeichnend eine sehr große Distanz zu den Figuren, sehr abstrakt, sehr schematisch, sehr Schwarzweiß-Freund-Feind-Denken. (Zurück)

Paradigma: Henry David Thoreau: „Walden”; Peter Handke: “Publikumsbeschimpfung

Beispiele

Der Mann, der Donnerstag war;
Die Erweiterung;
Die Woche;
Eine runde Sache;
Irre;
Liebes Arschloch;
Mädchen, Frau etc.;
Minihorror;
Publikumsbeschimpfung;
RCE;
Red Pill;
Über Menschen;
Zwischen Welten

Anhand dieser Plot-Kategorien werde ich nun zunehmend versuchen, neue Querverbindungen und Parallellektüren zu verwirklichen. Im Sinne der Taxonomie steht als nächstes die Komposition an, also die Analyse und Kategorien der Erzählinstanz und Komposition, die bislang noch nicht berücksichtigt worden sind. Ich freue mich über Anregungen und Kommentare!