
Valeria Gordeev, Bachmann-Preisträgerin aus dem Jahr 2023 mit dem Text Er putzt, hat nun den zugehörigen, breitausgelegten Ost-West-Schelmenroman vorgelegt, der den etwas länglichen Titel Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle erhalten hat. Der Titel stammt aus den 36 Strategemen, die wahrscheinlich auf einen General Tan Daoji, gestorben 436, zurückgehen. Zusammen mit Sun Tzus, gestorben 496 v. Chr., Über die Kriegskunst gehören die Strategeme zum im China weitverbreiteten Erfahrungsschatz, wie Krisen erfolgreich gemeistert werden können. „Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle“ lautet das 21 Strategem, das als Kerninhalt die Befreiung aus einer prekären Situation durch Metamorphose oder Ablenkung vorschlägt. Gordeevs Roman spannt hierfür einen Geschwisterkonflikt zwischen einer in Berlin studierenden Schwester Lada und einen in Moskau arbeitenden Bruder Konstantin auf. Moskau selbst steht von den beiden Polen aber klar im Zentrum des Geschehens:
Trotz erheblicher Erfolge in der Zerschlagung des bewaffneten Aufstands sei es Teilen der Wagner-Terroristen gelungen, in das Moskauer Stadtgebiet vorzudringen. Betroffen sei vor allem der Südwesten der Stadt: die Sperlingsberge sowie angrenzende Gebiete. Der Präsident zeigte sich zuversichtlich, den kriminellen Mob bald seiner rechtmäßigen Strafe zuzuführen, rief die Stadtbevölkerung jedoch dazu auf, öffentliche Plätze zu meiden und bis auf weiteres in den Wohnungen zu verbleiben – zur eigenen Sicherheit und um die Maßnahmen gegen die Aufständischen nicht zu beeinträchtigen. Er vertraue auf die Verteidigungsbereitschaft und die Besonnenheit der Moskauer Stadtbevölkerung, der keine Gefahr drohe, solange sie sich an die Sicherheitsbestimmungen halte.
Valeria Gordeev aus: „Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle“
Inhalt/Plot:
Moskau wird von Anfang an in Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle als umkämpftes Gebiet eingeführt. Ultranationalistische Kräfte rundum einen Prigoschin streben danach, das Regime eines sich immer mehr zurückziehenden Präsidenten umzustürzen, dessen Vertrauen sich scheinbar auf nicht-reinrussische Mitglieder stützt. Der namentlich nicht ausgewiesene Präsident erweist sich zudem als Hobby-Paläontologe und krabbelt in einer Denissowa-Höhle herum, während ein flächendeckender Brand im Moskauer Umland das Land in Atem hält. Diese gesamtpolitische Handlungsebene, die weitestgehend satirische Elemente besitzt, steht in fast keinem Kontakt zum Moskauer Alltag, in welchem sich Konstantin Molot nun schon seit geraumer Zeit befindet:
Von der Metrostation führte sein Weg durch das Auferstehungstor (jeden Morgen eine Auferstehung), und tatsächlich war es oft so, dass die Sonne, wenn sie nicht von Wolken verdeckt war, ihren goldenen Zeigefinger allen aus nördlicher Richtung her Kommenden so entschieden ins Gesicht streckte, als wären sie, sie persönlich, dazu auserwählt, zu jenen Glücklichen zu stoßen, denen der Einlass in das ewige Leben gewährt würde, der Strahlenkranz im Rundbogen und ein Tor, dessen schmiedeeisernes Gatter vor Großveranstaltungen, Paraden und manchmal auch ohne ersichtlichen Grund mit einer Eisenkette verschlossen war. Vor ihm ein Grüppchen ein wenig verloren wirkender Touristen, die außerdem auch etwas müde schienen, Pappbecher in den Händen, auf denen anstelle der grünen Meerjungfrau nunmehr ihr Zwilling zu sehen war. Die neue Meerjungfrauenkrone: die perfekte Kreuzung aus einem Kokoschnik und einer Budjonowka, seit Starbucks zu Stars Coffee geworden war, Dr. Oetker zu Dr. Bakers und Coca-Cola nun Dobrij Cola hieß.
Konstantin arbeitet in dem Institut für Biologische Strukturen, das allein der Konservierung von Lenins Leichnam gewidmet ist und sich unterhalb seines Mausoleums tief in die Erde des Roten Platzes bohrt, ein Hochhaus nach unten, wo sich die verschiedensten Institutsmitglieder um den Zustand von „WIL24“ (Wladimir Iljitsch Lenin, gestorben 1924) oder spaßeshalber um „Die Jugend von heute“ bemühen. Konstantin gehört nicht zum wissenschaftlichen Apparat. Seine Stellenbeschreibung lautet Informatiker der Abteilung Stoffliche Abläufe, und diese Stelle hat er auf Veranlassung seines Patenonkels Boris Bogdanov erhalten, der als Multimillionär und Hans-Dampf-in-allen-Gassen im fortgeschrittenen Alter sein Leben dem Kampf gegen das Altern widmet. Boris, der Jugendfreund von Konstantins Vater, hat Konstantin ins Institut geschleust, um ihn dort seltene Reliquien und Gegenstände aus dem Archiv des Instituts entwenden zu lassen. Konstantins siebzehn Jahre jüngere Schwester Lada studiert unterdessen in Berlin, befindet sich aber zum Romanbeginn ebenfalls im Dienste Boris‘. Sie fährt mit einem Bus von Kiew über Krakau nach Berlin, wo sie schließlich am Zentralen Omnibusbahnhof mit dem gewünschten Paket ankommt:
Unschlüssig, zu welcher Gruppe [Lada] sich dazustellen sollte, blieb sie mehr oder weniger dazwischenstehen und wurde trotzdem irgendwie mitgezogen. Sie sah ihren Koffer, ihre Kameratasche, die Tasche mit dem Stativ (hätte sie alles auch zu Hause lassen können) und gleich daneben: diese mit Briefmarken übersäte, zugepflasterte ›Sache‹, die Lada für ihren Onkel hatte abholen sollen, ein Paket in einem blauen Stoffbeutel, auf dem RAI 8 geschrieben stand, in gelben Großbuchstaben, die Ziffer sehr schräg gestellt, als würde sie zur Seite kippen.
Dieses Paket wird ihr aber direkt von Boris‘ Assistentin Claudia am Busbahnhof abgenommen. Auch Tage später hört sie nichts von Boris und erhält auch das versprochene Geld für den Kurierdienst nicht. Und so warten beide Geschwister, die schon länger nicht mehr miteinander sprechen, auf ein Lebenszeichen von Boris, der sie aus ihrer jeweiligen brenzligen Lage befreien könnte: Konstantin will nach Kanada und Lada hat Geldsorgen. Zu einem Geschwistergespräch kommt es dennoch nicht, und die Eltern halten Boris ohnehin für einen Kriminellen und wollen von dem Ganzen nichts wissen.
Ein wenig wie ein Kriminalroman aufgezogen, bleibt Gordeevs Roman Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle vom Assoziationsstil und seiner humoresken Grundatmosphäre ganz und gar in der Kantischen Ästhetik verhaftet und reiht, mehr oder weniger lose gekoppelt, einzelne Szenen seriell aneinander, wie es für Schelmenromane, Paradigmen der kantischen Ästhetik, typisch ist, bspw. Laurence Sternes Tristram Shandy oder Umberto Ecos Die Insel des vorigen Tages, oder als Paradebeispiel Jean Pauls Siebenkäs.
Vollständige Inhaltsangabe mit Spoilern hier.
Stoffbereich: Öffentliches Miteinander mit Plot: Verhängnisvolles Durcheinander
Stil/Sprache/Form:
Wie es für diese Literaturtradition üblich ist, glänzt Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle mit einem äußerst geschliffenen Stil. Gordeevs Schreibweise zeichnet sich in diesem Roman durch Intensivierung und Überverdeutlichung aus. Sie geht von der Makroskopie in die Mikroskopie, wiederholt, stellt um, reiht auf, um dann nochmals den Zusammenhang betonend zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Das Verfahren illustriert Roland Barthes in seinem Buch Die Lust am Text:
In ‚Bouvard et Pécuchet‘ [von Flaubert] lese ich folgenden Satz, der mir Spaß macht: »Tischtücher, Laken, Handtücher hingen, mit Holzklammern an gespannten Leinen aufgehängt, vertikal herab.« Ich genieße hier einen Exzeß an Präzision, eine Art manische Genauigkeit der Sprache, eine Beschreibungswut (die man in den Texten von Robbe-Grillet wiederfindet).
Roland Barthes aus: „Die Lust am Text“
Das, was Barthes, an dieser Stelle hervorhebt, lässt sich auf die paradoxale Überdeutlichkeit zurückführen, die „hängen“, „herab“ und „vertikal“ erzeugen. Dass die Laken aufgehängt herabhängen, lässt vor dem inneren Auge das „vertikal“ bereits entstehen. Es dennoch zu betonen, erzeugt einen syntagmatischen Überschuss, der sich als Lust an der Beschreibung bezeichnen lässt – statt etwas hinzufügen, erschafft es einen phantasmatischen Freiraum. Dieses Verfahren betreibt Gordeev in ihrem Roman nicht nur lexikographisch oder syntagmatisch. Sie zieht sogar ikonographische Verfahren hinzu, die die Überdeutlichkeit geradezu ins Auge springen lassen:
Zuerst wäre da [nach Aufklappen des Laptops] nur eine reflektierende Fläche, die ihr Spiegelbild erkennen ließ, ein Spiegelbild, das an eine Zeichentrickfigur erinnerte, deren Ohren zwei schwarze Schalen waren, während in der Gesichtsmitte (dort wo sich eigentlich Mund und Nase befinden müssten) nur eine Leerfläche zu sehen war, als wäre die Zeichentrickfigur nicht zu Ende gezeichnet worden oder in der Mitte einfach ausradiert, die Wahrnehmungsorgane zu überflüssigen Rudimenten verkümmert – das war Lada, beim Versuch sich zu konzentrieren.

Das dem Zitat folgende Bild verüberdeutlicht das Spiegelbild Ladas, das die Sprache bereits gesichert und gelungen umschrieben hat. In dieser Verüberdeutlichung markiert der Text eine Sprachangst, die die Inkommunikabilitäten, um die sich der Roman dreht, formalästhetisch aufnimmt und expressiv weitertreibt, und zwar auf überraschend innovative, eigenwillige und humorvolle Art und Weise. Statt an der Sprache zu verzweifeln, wird die Sprache in Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle unterstützt und zwar mit allen Mitteln der Kunst.
Kommunikativ-literarisches Resümee:
Gordeevs Roman liest sich kompliziert: Nicht weniger als fünf Handlungsfäden durchweben sich: Ladas und Konstantins Geschichte; die einer Sekte, die den Kreml in die Luft sprengen wollen; die eines Stigmata-Experten, Fernando Calderons aus Argentinien, der übersinnliche Phänomene u.a. am Leibe Lenins begutachten soll; und noch die der Rebellion und Umstrukturierung des russischen Regimes, die mit der Krönung eines neuen Zaren Arkadij I. endet. All diese Handlungsfäden berühren sich an dieser oder jener Stelle: Konstantin wird von zwei Frauen der Sekte mit Piroggen betäubt, so dass diese sich wahrscheinlich Zugang zum Institut verschaffen können; Fernando Calderon, der das Institut von Konstantin besucht, wird von der Krönungszeremonie aufgehalten, oder wenn derselbe Nina auf dem Flughafen in Lima kennenlernt, ein ehemaliges Mitglied der radikalen Sekte. Was aber durchweg in Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle fehlt, sind Vaterfiguren, also Herrensignifikanten oder, wie Luhmann es nennen würde: Kontingenzformeln. Boris taucht genauso wenig auf wie der leibliche Vater von Lada und Konstantin oder der Präsident Russlands. Die Autoritäten schweigen allesamt:
Ganz anders als diese so scheu wirkenden Eigenbrötler, zu denen ihre Eltern geworden waren, was auf ihren Vater mehr noch als auf ihre Mutter zutraf, die Beziehungen zu ihren Verwandten unterhielt und auch nicht unmittelbar das Weite suchte, sobald sie auf Russischsprachler stieß, wie es die Angewohnheit ihres Vaters war.
Der Vater als Symbol und als Figur existiert im Roman nicht. Er hinterlässt eine Leerstelle, die die Kommunikationen in Ladas und Konstantins Umfeld bedroht oder sogar verunmöglicht: Bruder und Schwester reden nicht mehr miteinander; Boris antwortet ebenfalls nicht mehr; die Kollegen teilen Konstantin nicht mit, dass er sein Büro wechseln muss; Konstantins Nachbarin Oxana verstummt plötzlich; der Vater hat den Kontakt zu Boris abgebrochen; der Präsident zieht sich aus der Öffentlichkeit zurück und lässt einen Akrobaten auftreten; Lada erzählt Hanne nicht von ihren Geldproblemen etc … Die Figuren in Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle haben es verlernt miteinander zu sprechen. Die Zikade, die Bedeutung, entschlüpft der Sprache, die als goldene Hülle zurückgelassen wird. Das verbindende Element nämlich, die Lebendigkeit des Sinnanschlusses, fehlt dem Text.
Was jedoch wegfiel, von einer Leerfläche aus Kunststoff verblendet, war der Streifen fernen Blaus, der hier früher ganz selbstverständlich über den Köpfen aufschien, nun war er nicht mehr, nicht aus den Fenstern zu sehen. Kein Himmel, der etwas versprechen könnte, der offen war und weit, keine Wolken, die sich zusammenschoben, sie hatten keine Bedeutung mehr. Sie konnten nicht mehr gesehen, nicht mehr gelesen werden, wenn auch nur als meteorologische Formation, die etwas anzeigte, etwas zur Darstellung brachte, was auch immer das gerade war. Auch kein Mond, mochte er noch so voll erscheinen, in keiner noch so klaren Nacht. Wer hier nicht schlafen konnte, hatte wohl einfach zu viele Sorgen, keine umtriebigen Monde mehr.
Die Transzendenz des Textes, die Idee einer Möglichkeit fehlt, also die verbindende, zusammenhaltende Rahmenerzählung, die hier als deus absconditus in ihrem Verschwinden nachvollzogen worden ist. In Paradigmen der kantischen Ästhetik sichern häufig Ich-Erzählinstanzen den Zusammenhang wie in Siebenkäs von Jean Paul, oder ein Herausgeber, der die Ich-Erzählung kommentiert, wie in Die Insel des vorigen Tages von Eco. Selbst ein so überbordendes Werk wie Michail Bulgakows Der Meister und Margarita, dem Gordeev Roman viele Motive, Anspielungen und Details verdankt und die strukturverwandtes Chaos sprachlich in Literatur ummünzen, findet sogar am Ende einen sich exponierenden, das Phantastische teilweise legitimierenden Erzähler im Epilog:
Was ist aber denn nun in Moskau geschehen, nachdem Woland am Samstag bei Sonnenuntergang die Hauptstadt verlassen hatte und mitsamt Gefolge von den Sperlingsbergen verschwunden war? Müßig zu erwähnen, dass die unglaublichsten Gerüchte durch die Stadt und bald auch durch die abgelegensten Provinzen dröhnten. Diese Gerüchte mag man gar nicht wiederholen. Der Verfasser dieser wahrheitsgetreuen Zeilen hat persönlich im Zug nach Feodossija gehört, in Moskau hätten über zweitausend Menschen splitternackt ein Theater verlassen und wären allesamt in diesem Zustand in Taxis gestiegen. In den Warteschlangen vor den Milchläden, in Straßenbahnen, Geschäften, Wohnungen, Küchen, Regional- und Fernzügen, großen und kleinen Bahnhöfen, auf Datschas und an Stränden wurde über Hexen und Dämonen getuschelt.
Michail Bulgakow aus: „Der Meister und Margarita“
Der Spagat zwischen Sinn-Ersehnung und Sinn-Entleerung gelingt in Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle jedenfalls durch diese fehlende Instanz nicht bruchlos. Die Überverdeutlichungspraxis gibt dem Text zwar eine eigentümliche, das Ganze zusammenhaltende Kraft, so dass ein Gegengewicht zum fehlenden Erzählrahmen entsteht, eine Intensität, die allein auf der poetischen und szenischen Beschreibungskraft fußt, aber diese Fabulierlust findet leider zu keinem befriedigenden Ende und zu keinem Abschluss, und das mag, zwar so gewollt gewesen sein, lässt aber eine Ahnung von Resignation zurück, die bei dieser farbenfrohen Erzählweise nicht wirklich notwendig gewesen wäre und nicht zum kantisch geprägten stoischen Assoziationismus passt. Mit anderen Worten, der Roman hätte trotz seiner Länge ruhig noch umfassender sein können, um die Inkommunikabilität zwischen Ost und West bis zur Schmerzgrenze zu gestalten, bspw. hätte auch aus Symmetriegründen ähnlich Phantastisches in Berlin stattfinden, Berlin ähnlich untergraben und bedroht und strukturverwandt verwirrt und desolat gezeichnet werden können, um die Gemeinsamkeit zwischen Ost und West herauszustreichen, statt einfach nur desolate Wohnungsmärkte und Inkommunikabilitäten zu betonen, die es fast in allen Großstädten heutzutage zu bestaunen gilt.
tl;dr … eine Kurzversion der Lesebesprechung, aber mit detaillierter Inhaltsangabe findet sich hier.
Andere Rezensionen von der diesjährigen Long- und Shortlist:
Elias Hirschl: „Schleifen“ (Shortlist)
Dana Vowinckel: „Anton und Alma“ (Shortlist)
Franziska Gänsler: „Orca“ (Shortlist)
Shida Bazyar: „Die Lücken“ (Shortlist)
Valeria Gordeev: „Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle“ (Shortlist)
Peggy Mädler: „Selbstregulierung des Herzens“ (Shortlist)
Svenja Leiber: „Nelka“
Tomer Gardi: „Liefern“
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Lukas Rietzschel: „Sanditz„
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Leh-Wei Liao: „Glaszeit“
Die Kurzversion findet sich bald hier und auch andere aktuelle Kurzrezensionen.

