Anja Kampmann: „Die Wut ist ein heller Stern“

Die Wut ist ein heller Stern von Anja Kampmann.  Shortlist des Leipziger Buchmesse-Preises 2026

Shortlist des Leipziger Buchmesse-Preises 2026: Über das Rotlichtmilieu der Weimarer Zeit existieren einige namhafte Romane, bspw. Alfred Döblins Berlin-Alexanderplatz oder Vicki Baums Menschen im Hotel in Berlin oder wie Hans Falladas Wer einmal aus dem Blechnapf frißt und Klaus Manns Mephisto teilweise auf der Reeperbahn in Hamburg spielen. Anja Kampmann fügt nun mit Die Wut ist ein heller Stern einen weiteren hinzu, der in St. Pauli spielt und die Auswirkungen der Machtergreifung im Jahr 1933 auf die Verhältnisse der Hamburger Unterwelt beforscht. Im Zentrum des Geschehens steht das Varieté Alkazar, geleitet von einem Arthur Wittkowski, dessen eine Hauptattraktion Edda Récord heißt, die mit ihrem unerschrockenen Sturz hinab zu einem Paar fauchender, hungriger Kaimane in ihren Bann reißt:

Von hier oben starre ich hinunter wie in einen dunklen Sumpf, ein Wirbel auf der Trommel, der lauter wird. Langsam lasse ich mich einmal herunter, halte inne, unten die Kaimane, das Publikum, sie sehen meinen Hals, die Arme, dann lasse ich mich fallen, die Drehung, rasch, auf sie zu, ich wirbele herum, rum, bleibe über ihnen waagerecht in der Luft, die Arme gestreckt bis in die Fingerspitzen. Applaus, die Dschungelnacht, das Mädchen läuft das Seil wieder hinauf, dreht sich, ich drehe mich, alles ist ganz leicht.
Anja Kampmann aus: „Die Wut ist ein heller Stern“

Inhalt/Plot:

Hedda Möller, wie die Akrobatin mit bürgerlichem Namen heißt, schlägt sich durch das Nacht- und Unterweltleben und sucht die Hoffnung und das Licht in den leuchtenden Sternen am Zirkusfirmament. Sie kann als literarische Gegenfigur zu Hendrik Höfgen aus Mephisto gelesen werden. Ihre Mutter arbeitet schwer in der Zigarettenfabrik, ihr Vater schlägt, säuft und bekennt sich zu den neuen Machthabern, indes der Bruder zu seinem Onkel Joist, dem Schmied, gezogen ist, um dem gewalttätigen Vater und seinen herrischen Maßregelungen aus dem Wege zu gehen. Bleibt noch Pauli, Eddas jüngerer Bruder, der wegen Sonnenlichtmangels an Rachitis leidet, Schienen trägt und Gefahr läuft ob der neu ausgehobenen Hygienebestimmungen in die staatliche Fürsorge zu geraten, die damals schon bekanntermaßen ihre Schutzbefohlenen schnell wegsterben lässt. Hedda aber legt sich ins Zeug, ihn zu beschützen und ihm die frische Luft zukommen zu lassen, die er benötigt, um endlich zu Kräften zu kommen.

Wann immer ich kann, gehe ich mit meinem kleinen Bruder an die Elbe, langsam, sein sichelförmiger Schritt. Wir sehen die großen Pötte, wie sie zufahren auf das Licht, alles tanzt über dem Wasser. […] Vor uns der Nebel, so leicht. Ölschlieren auf Wasser und Steinen, und Pauli, er friert, er weiß nicht, wer zu Haus auf dem Flur schnarcht, er muss hier weg, wir müssen beide von hier fort. Schau, sage ich. Da sind Gestalten über dem Fluss, und wir schauen in den Nebel, der sich auftürmt und leuchtet, so hell, so groß und schön, und Pauli, er begreift alles, sagen kann er es nicht, seine warme Hand, da ist das frühe so glänzende Licht, als wäre mit einem Mal alles wieder offen.

Die Gefahr liegt auf der Hand. Die Fürsorge hat bereits mehrere Briefe an die Familie geschickt, und der Vater will seinen kranken Sohn sowieso loswerden. Hinzukommen die Probleme mit den Hygieneuntersuchungen für die Hafenprostituierten, vor denen sich Hedda und ihre Kolleginnen fürchten, zumal Sterilisation angedroht wird oder gar ein Aufenthalt in Farmsen, einem Armenhaus, um „geistig gebrechliche“ „gemeinschaftswidrige“ Frauen „nach Möglichkeit zur zuchtvollen Einordnung in die Volksgemeinschaft zu erziehen“, wie es im Nachwort der Autorin in einem Zitat über die Tätigkeit einer Dr. Käthe Petersen besagt. Des Weiteren verbieten die neuen Gesetze das Auftreten des jüdischen Trompeters und die Swingmusik und jagen den kommunistischen Widerstand in den engen Gassen der Hafenviertel, denen sich Hedda als Arbeiterkind zugehörig fühlt.

In Die Wut ist ein heller Stern liegt der Akzent aber nicht wie in Peter Weiss‘ Die Ästhetik des Widerstandes auf einen politischen Kampf. Der Fokus bleibt ganz und gar auf das Rotlichtmilieu und deren Probleme gerichtet, ihre Arbeit unter den neuen Machtverhältnissen fortzusetzen, insbesondere steht die Zukunft des Alkazar auf dem Spiel: Wird Arthur, der Lude und Varieté-Besitzer seinen Laden behalten? Wird Leni, die Prostituierte, den Fängen der Käthe Petersen entkommen und wo bleibt der Boxer Kuddel, der Vorzeigeathlet des Kraftsportvereins Rot Sport?

Das Wasser gibt es, ihre Waden gibt es, die hohen Stiefel. Märsche gibt es, Fackeln und Mädchen gibt es, Jubel gibt es, eine neue Symmetrie, neue Namen. Flugzeuge gibt es, die Junkers vom Führer, den Klumpfuß gibt es, Herrn Lametta. Den Hühnerzüchter gibt es, das Stadthaus gibt es, den Keiler. Die Rufe gibt es, die nicht verstummen. Uns gibt es, die Straßen gibt es, in denen der Jubel laut ist, da stehen Kuddel und all die anderen, ich kann sie sehen, mitten auf der geschmückten Straße stehen sie, ihr braucht sie nicht zu sehen, Gebrüll, der Schnäuzer kommt.

Die Fokussierung auf das Rotlichtmilieu ermöglicht eine Vorwegnahme der Maßnahmen, die alsbald alle Gesellschaftsschichten ereilen wird, 1933 aber erst die Unterschicht zu fühlen bekommt, als eine Art Vorbeben, die weniger wie staatlich verordnete Terroraktionen als wie Drückerbanden- und Mafiakriege wirken und so auch in anderen Um- und Zuständen verortet werden könnten wie in Al Capones Chicago der 1920er, wie es Thomas Pynchon bspw. in Schattennummer beschreibt. Der geschichtliche Hintergrund bleibt zumeist nur angedeutet, wie der Stapellauf der Wilhelm Gustloff 1937 in Hamburg oder die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin. Als Nebenhandlung erscheint noch das Auslaufen der Jan Wellem, ein Walfangschiff, auf dem zum Stolz von Onkel Joist ihr Bruder Jaan angeheuert hat:

Etwas ist hier nicht richtig. Etwas werde ich nicht verstehen. Joist hebt sein Glas, in dem der Genever funkelt wie ein Edelstein, kälter als das Rot von Kirschen, süß und abscheulich.
Er geht auf Walfang. Er stößt sein Glas gegen meines und trinkt.
Ich trinke, seltsame Süße. Joist ist es, der redet. Joist ist es, der jemanden kennt unten im Hafen, alte Seilschaften. Haben zusammen Schlamm gefressen, Stacheldraht, Kaiser, all das ist dicker als Blut.

In Die Wut ist ein heller Stern sucht die Akrobatin Hedda aus dem Wirrsinn ihrer Umgebung einen Ausweg, den sie zuerst im Varieté Arthurs, dann in der Hilfe Jaans oder beim Ex-Turnkollegen Maks vermeint gefunden zu haben, nur um immer wieder Rückschläge zu erleiden. Stofflich und thematisch lässt sich Kampmanns Roman zeitdiagnostisch mit Erich Kästners Fabian vergleichen und vom Setting her mit Alfred Döblins Berlin-Alexanderplatz. Als Figur jedoch erinnert sie an die geläuterte weibliche Variante von Klaus Manns karriere-orientiertem, opportunistischen Hendrik Höfgen, indem sie sich nicht an die neuen Machtverhältnisse anpasst und gar, im vorauseilenden Gehorsam, eine Karriere im völkischen Alkazar, dem Allotria, anstrebt, sondern die Mitläufer-Maske, die „Rita“, nur aufsetzt, um sich aus für ihr Leib und Leben brenzligen Situationen zu befreien.

Vollständige Inhaltsangabe mit Spoilern hier.
Stoffbereich: Öffentliches Miteinander mit Plot: Verhängnisvolles Durcheinander

Stil/Sprache/Form:

Kampmann, die bereits Gedichtbände herausgegeben hat, wählt für Die Wut ist ein heller Stern eine an Schmerz, Angst und Verzweiflung mimetisch angelegte Sprache. Ein-Wort-Sätze, abrupte Sprünge, orientierungsloses Schweifen gehören zu den hervorstechendsten Stilmitteln, die auch die Betäubung durch Opiate bezeugen, der sich Hedda unterzieht:

Sulfonal, Laudanum, Morphin, Äther. Es fällt nicht auf, wenn ich mich daran bediene. Schächtelchen, Tinkturen, eine eigene Weltkarte. Es gibt eine Wut, die nirgendwo hinkann, was sind wir Frauen doch gut darin, wir reisen nach innen, immer. Die große, die sanfte Gattin. Ha. Es ist fast so gut wie in der Schmuckstraße im Keller, schsch. Denk nicht daran, die Chinesen, die Heizer und Wäscher, sie wissen, wie man es schafft, auch dort unten noch zu träumen, mit ihren langen Pfeifen.

Hedda umkriecht die Angst. Aus jeder dunklen Ecke fürchtet sie den Übergriff und Angriff und bereitet sich vor, in stetiger Höchstspannung und Verdichtung, wie als Akrobatin auf ihrem Seil hoch oben im Zirkuszelt, auszuweichen und davon zu rasen. Diese innere Gemütslage verhindert Reflexion oder sinnstiftende Zusammenhänge. Die Welt wird zu einem Scherbenhaufen, zersprungen, in Myriaden Einzelteile zerfetzt, wie ihr Ich durch die Angst, durch den Druck von außen im Innen zerbirst.

Und ich kauere in meinem Dickicht: Nur mein Atem verrät mich. Dezember, kalte Nacht. So hat es mir der Graue erzählt, das Schwarzwild, das sich flüchtet ins Brombeergestrüpp – Eis auf den Hecken, nichts zu sehen, die Hunde kommen nicht durch die Dornen, über den Brombeerblättern ein weißer Dunst, sie können die Wildschweine nicht sehen, aber sie sehen ihren Atem. Schsch.

Die Wut ist ein heller Stern liest sich über weite Strecken wie eine Improvisation über eine Handvoll Symbole: das Verstummen „schsch“, die nationalsozialistische Gewalt „der Keiler“, der Widerstand mit dem Boxer „Kuddel“, die opportunistische Überlebensmaske als treue und gehorsame Frau „die Rita“, alles inmitten von „Walfangseilen“, „Hafen“, „Ratten“ und den engen dunklen St. Pauli-Gassen, in welchem nur noch ein Hauch von Ich überlebt, zersetzt von Angst, betäubt durch Drogen, verlassen von der Hoffnung. Anja Kampmann erinnert in diesen Passagen an Marlene Streeruwitz‘ verwandte Figurencharakterisierung mit fast identischer Diktion in Partygirl:

Und dann ins Hotel zurück. Die Zimmertür versperren. Und ein 10er Valium. Und nichts mit Eric zu tun haben. Oder mit dem Kellner. Aber dann sofort. Und alles so machen, daß sie sein Gesicht und diese Zähne nicht sehen mußte, und trotzdem waren sie die ganze Zeit da. Und grinsten. Waren gebleckt. Hinter ihr. Über ihr. Und sie durfte die Augen nicht aufmachen. Sie hätte sich sonst sofort übergeben müssen. Madeline hielt das Glas mit beiden Händen. Nahm einen großen Schluck. Der alte Mann stand unten. Sie sah ihm zu. […] Ein Hund lief zwischen den Menschen. In Richtung Hafen. Madeline trank. Waren diese beiden Polizisten auf der Suche nach Prostituierten gewesen. Vorhin. Bei diesem kleinen Markt.
Marlene Streeruwitz aus: „Partygirl“

Die teilweise häufigen Wiederholungen, Schleifen, Ellipsen, die immer wiederkehrenden Symbole und Anspielungen erzeugen eine bedrückende Starre in Die Wut ist ein heller Stern, eine Klaustrophobie und Beengung der Ausdrucksweise, die wohl als mimetischer Rückbezug verstanden werden soll, aber auch wie ein ästhetisch vollzogener Offenbarungseid gelesen werden kann, dass gegen den Druck der Verhältnisse die Sprache nicht standhält.

Kommunikativ-literarisches Resümee:

Inhaltlich, nur invertiert, an Klaus Manns Mephisto erinnernd, stilistisch das Trauma wie Marlene Streeruwitz in Partygirl nachzeichnend, wirkt Die Wut ist ein heller Stern wie eine eigenwillige Mischung aus Bertolt Brechts Seeräuber-Jenny aus Der Dreigroschenoper, Anna Seghers Widerstandsepos Das siebte Kreuz und die traumatischen Kriegsreminiszenzen aus Erich Maria Remarque Im Westen nichts Neues, insbesondere des letzteren Atmosphäre findet sich bei Hedda des öfteren wieder:

Das sind die gefährlichen Augenblicke, die uns zeigen, daß die Anpassung doch nur künstlich ist, daß sie nicht einfach Ruhe ist, sondern schärfste Anspannung zur Ruhe. […] Und mit Schrecken empfindet man nachts, aus einem Traum aufwachend, überwältigt und preisgegeben der Bezauberung heranflutender Gesichte, wie dünn der Halt und die Grenze ist, die uns von der Dunkelheit trennt – wir sind kleine Flammen, notdürftig geschützt durch schwache Wände vor dem Sturm der Auflösung und der Sinnlosigkeit, in dem wir flackern und manchmal fast ertrinken. Dann wird das gedämpfte Brausen der Schlacht zu einem Ring, der uns einschließt, wir kriechen in uns zusammen und starren mit großen Augen in die Nacht. Tröstlich fühlen wir nur den Schlafatem der Kameraden, und so warten wir auf den Morgen.
Erich Maria Remarque: „Im Westen nichts Neues“

Wie der Soldat sich übermächtigen Kräften ausgesetzt fühlt, immer spröder, dissoziierter in den ausgehobenen Gräben weilt und in Existenzstarre verharrt, irrt Hedda plan- und haltlos durch die Straßen St. Paulis, um ihren Bruder Pauli zu retten, die Welt, in der sie gerne gelebt hat, die Akrobatik, die Solidarität im Arbeiterturnerverein, die Freiheit auf den Seilen, die Kraft, sich mit den eigenen Händen in die Luft und aus dem Schlamassel zu ziehen, die Utopie des Varietés die eigene Existenz mit dem schlagenden Vater, der ausgebrannten Mutter, dem mutlosen Bruder zu vergessen. Hierfür steht Pauli, der kränkliche Bruder, und das St. Pauli, das Hedda zu retten versucht:

Aber dann sehe ich sie, neben mir das Mädchen, das noch immer Arthur auf dem Süllberg entgegenfiebert, mit diesem Gesicht, verträumt und aufgeregt, ihre Wangen, die noch etwas voller sind, glühen vor Freude, sie will ihm alles glauben, Arthur, er reicht ihr eine Hand in seine Welt. Aber ich sehe auch, dass er keine zweite Hand hat, die er ihr reichen kann. Vorbei, neben mir sitzt das Mädchen aus dem Arbeiterturnverein, dessen Fahne man jetzt in einem Bienenkorb versteckt.

Hedda träumte von einer Welt der ästhetischen Immunisierung, die des Varietés, und muss unter veränderten Umständen den vollendeten Zusammenbruch dieses Traumes verarbeiten. Die Wut ist ein heller Stern zeichnet diese Desillusionierung nach in traumatisch harter spröder Sprache einer Figur, die mit sich und der Welt in Zwiespalt geraten ist, zwischen einer Rita, einem vergangenen, zukünftigen und jetzigen Ich, einer Edda Récord, und einer jungen Frau, die plötzlich gejagt und verachtet statt gefeiert und angehimmelt wird. Der Traum von einer heilen Welt inmitten der Reeperbahn platzt. Die Art, wie Anja Kampmann davon erzählt, zeigt auf, wie vielfältig die Gründe dafür sind und wie wenig vielleicht der Traum Grundfesten in der Realität gehabt hat, nicht zuletzt, aber auch nicht als einzige, durch die veränderten politischen und staatsterroristisch verordneten Maßnahmen, die aber eigentümlich verklausuliert im drohenden Hintergrund verbleiben.

tl;dr … eine Kurzversion der Lesebesprechung, aber mit detaillierter Inhaltsangabe findet sich hier.

Weitere Rezensionen zu Die Wut ist ein heller Stern:
Buchhaltung
LiteraturReich
literaturleuchtet

In den nächsten zwei Wochen, bis zur Verkündigung des Leipziger Buchmessepreises 2026, bespreche ich die Titel auf der Shortlist und gebe eine kurze Einschätzung am Tag der Auslobung, am 19. März:

Katerina Poladjan: „Goldstrand“
Elli Unruh: „Fische im Trüben“
Norbert Gstrein: „Im ersten Licht“
Helene Bukowski: „Wer möchte nicht im Leben bleiben“
Anja Kampmann: „Die Wut ist ein heller Stern“

Die Kurzversion findet sich hier und auch andere aktuelle Kurzrezensionen.

15 Antworten auf „Anja Kampmann: „Die Wut ist ein heller Stern““

  1. Das ist eine sehr gute Besprechung.
    Das Buch benötigt den Raum, den du hier einnimmst. Jetzt erst wird mir die Dimension des Textes klar, die auf Goodreads in der Kürze nicht herauskommt.
    Der Vergleich mit „im Westen nichts Neues“ gefällt mir. Ich habe das Buch nicht gelesen, dennoch passt das Dissoziieren sehr gut, wie ich finde. Die Zitatbeispiele, die ich bereits aus „die Wut ist ein heller Stern“ kannte, hätte ich genau dort eingeordnet. Sie schiebt in eine Denkbewegung oder Beobachtung, scheinbar unzusammenhängende Geistesblitze ein, die diesen Druck des Gedankens zu einer Irritation verformen.
    Wenn du schreibst, die Sprache hält dem Druck der Verhältnisse nicht stand, wäre das für mich genau diese Form.
    Denn für mich entsteht nichts Drittes aus dieser Methode.
    Dadurch scheint das Buch diese seltsame Redundanz zu bekommen. Ständiges, Irren, Wirren, Aufbauen einer Szene, Aufbrechen und nicht weiter wissen was nun. Also nochmal von vorn. Füge ich keinen reflexiven Aspekt hinein, der die vorherige Bewegung integriert und von einer neuen Seite denkt, erhältst halt diese unproduktive Schleife.
    Wahrscheinlich wird man das Buch mit Dana Suffrins „nochmal von vorn“ (der Gedanke kam mir auch erst, als ich den Ausdruck benutzte) in der Suchbewegung, Sprache für etwas Unverständliches zu finden, gut Kontextualisieren können?

    War es schwer das Buch zusammenzufassen? Ist dir für jemanden der es nicht kennt (mich), gut gelungen.

    1. Alexander Carmele – Ich lese gern, reise viel, laufe Langstrecken, studiere, lerne und bin wissbegierig und interessiert an neuen Erfahrungswelten. Studiert, am Arbeiten, Hobbydenker, Freizeitsportler, offen für moderne Unterhaltung aller Art. Germanistik, Physiker, und blogge herum.
      Alexander Carmele sagt:

      Danke dir! Tatsächlich ist das eine seltsame Sache gewesen. Es las sich schlimm, aber erzeugt im Rückblick einiges, sodass das Schreiben darüber manches eröffnet. Rein äußerlich ist es sprachgewagt und formal-interessant, ich denke, es wird auch den Preis der Leipziger Buchmesse gewinnen, denn dieser Preis gibt dem formalen Wagnis stets den Vorzug. Aber das Problem am Text liegt genau darin, was du beschreibst, es zirkelt, spielt mit Motiven, hat viele Anschlüsse, aber dreht irgendwie die Spirale nicht weiter. Die Katze beißt sich in den Schwanz, am Ende. Hierin besteht auch der Grund, weshalb der Text sich leicht zusammenfassen lässt. Er bleibt musikalisch bei wenigen roten Fäden und variiert sie fast gar nicht. Dieser Stillstand als Angst macht Sinn, wirkt aber auf Dauer extrem ermüdend, weil die Komplexität der Sorge nicht durchkommt (die Angst für den Bruder reicht nicht). Ich konnte es relativ leicht zusammenfassen, weil ich die sich wiederholenden Motive aufgeschrieben habe 😀 Ich bin mir nicht sicher, ob der Text etwas für dich wäre – Dana von Suffrin könnte tatsächlich als die dynamische Variation davon verstanden werden. Das hätte als Vergleich auch sehr gut funktioniert. Stimmt.

      1. Aber du sagst immer, wenn es sich gut zusammenfassen lässt, ist es operativ geschlossen und konsequent gearbeitet.
        Wahrscheinlich liegt es dann an der Erzählinstanz im Präsens, die eben genau das reflexive Moment nicht leisten kann?
        An sich müsste es ja eigentlich dem Begriff Kunstwerk wie du ihn verstehst gerecht werden, oder?
        Wahrscheinlich würde das Buch als Novelle mit 150-170 Seiten besser funktionieren?

        Ich werde das nicht lesen. Nein, nein. Mir fehlt die Disziplin so einen Stil durchzuhalten.

      2. Alexander Carmele – Ich lese gern, reise viel, laufe Langstrecken, studiere, lerne und bin wissbegierig und interessiert an neuen Erfahrungswelten. Studiert, am Arbeiten, Hobbydenker, Freizeitsportler, offen für moderne Unterhaltung aller Art. Germanistik, Physiker, und blogge herum.
        Alexander Carmele sagt:

        Das Absurde ist: es ist abstrakt geschlossen, wie wenn ich immer wieder „Kaimane“ oder „der Keiler“ sage, diese Wendung abwandle, und diese dann zwanzig Seiten wieder aufnehme, wieder „Kaimane“ oder „Keiler“ sage, und wenig dadurch hinzufüge. Kampmanns Buch legt da einen Finger in die Wunde – operativ geschlossen bedarf eben auch einer aus sich selbst heraus hervorgehenden Anschlussfähigkeit, die sozusagen die Dynamik der Schließung verhindert und ermöglicht. Bei Kampmann bleibt alles zu abstrakt, eigenartig distanziert und kühl wegen der mangelnden Innerlichkeit der Figur (die sich auch mit Drogen betäubt). Es „müsste“ dem Begriff des Kunstwerks, wie ich ihn oft zu beschreiben suche, entsprechen, aber es verfehlt diesen gerade ums Ganze, da es weder schön, noch rund, noch aus sich heraus operativ schließend „wirkt“ – eigenartig das Ganze. Ich denke, hier fehlt einfach der aus der Figur heraus extrahierte Konflikt. Es fehlt, witzigerweise, die Wut 🙁

  2. hibouh – Grand Turc – read me! Und weiterhin.... Die Labyrinthe von Hibouh: Orte der Sehnsucht. Oasen für alle Umtriebigen und Nachtschönheiten. Inseln im opaken Licht der Phantasie unter einem fleischig dahinziehenden Mond. Leise Dämmerung auf den Höhen. Neugierig geworden? Wir bringen Sie hin, wo Erleben und Erkennen eins werden. Nur Mut - lüften Sie dieses Geheimnis!
    hibouh sagt:

    Ha! Nicht lesen? Bin kein Arbeiterkind aber liebe dennoch St.Paulis enge Gassen. Schaetze und liebe auch St. Paulis Bewohner. Hab ja da viele Jahre lang gearbetiet.
    Danke für die Besprechung des Buches! Danke für die Erwaehnung von Remarque und Streeruwitz! Möchte „Die Wut…“ wohl gerne lesen.
    Mal ehrlich: kehren die Schrecken des Nationalsozialismus nicht wieder? Was ist – ausserhalb unseres falschen bürgerlichen Wohlseins – so verschieden vom 1000-jaehrigen Reich? Hab viele russische, kurdische, albanische, türkische und auch deutsche Bewohner St.Paulis naeher kennengelernt und weiss, wovon ich spreche. Was wissen wir schon, unter welchen Bedrohungen ein Zigeuner lebt?

    Exemplarisch: Die Laufbahn der Petersen. Sie macht nach dem Krieg da weiter, wo sie vorher war…

    Hoffe, dieses Buch gewinnt den Preis

    1. Alexander Carmele – Ich lese gern, reise viel, laufe Langstrecken, studiere, lerne und bin wissbegierig und interessiert an neuen Erfahrungswelten. Studiert, am Arbeiten, Hobbydenker, Freizeitsportler, offen für moderne Unterhaltung aller Art. Germanistik, Physiker, und blogge herum.
      Alexander Carmele sagt:

      Ich mache bewusst kein Politikum aus Büchern, denn die moralisch-politische Instrumentalisierung von Kunst lässt sich in jede Richtung abwickeln und aufwickeln und weiterwickeln, bis im Grunde das Kunstwerk als solches nur noch Anlass zur Diskussion realer Problembestände wird. Dass das wiederum seine Berechtigung hat, Anlässe zur Diskussion von Probleme zu geben, will ich gar nicht verhehlen, nur reicht dazu meist eine Reportage, eine Dokumentation, ein Aufsatz aus – Kunst als Medium des ästhetischen Scheins bedarf es hierzu gar nicht (unterstützt das Argument in diese oder jene Richtung auch gar nicht). St. Pauli selbst, die historische Lage der Bevölkerung, über die Repression des Dritten Reichs gegenüber dem Prostitutions-, Stripper-, Tänzer-, Musiker- und Zuhältermilieu werden auch nur angedeutet. Der Roman legt vielmehr den Finger darauf, wie Angst sich erbaut und sich durch die Sprache schlägt bis hin zu einer Verstummung und Drogenvernebelung. Ob das ästhetisch gelungen ist, hat mich interessiert. Die Frage also, inwiefern die Zerrüttung nachempfindbar wird, ohne sie selbst in den Text legen zu müssen – und hier fand ich, dass die teilweise sehr großen Sprünge in Heddas innerem Monolog zu viele Lücken, zu viele Fragezeichen ergeben hat, zu viele Unklarheiten. Selbstredend lässt sich über Anja Kampmanns Buch auch anders sprechen. Da ich aber im Gegensatz zu dir keine Ahnung von St. Pauli habe, will ich mich da lieber zurückhalten. Dass ich gegen Repression von Menschen bin, steht hierbei, wie du sicherlich weißt, außer Frage. Viele Grüße und Danke für deinen Kommentar ✌️

  3. Ich habe es angelesen. Wurde aber nicht warm mit dem Buch. Am Beginn ein wenig euphorisch, aber dann packte es mich nicht mehr. Vielleicht wegen der Distanz. Clemens Meyer hatte ja Mal eine Buchvorstellung von Anja Kampmann moderiert. So bin ich darauf gekommen es zu lesen.
    Ich hab es nicht weiter gelesen, aber war sehr gespannt auf deine Besprechung und das zurecht

    1. Alexander Carmele – Ich lese gern, reise viel, laufe Langstrecken, studiere, lerne und bin wissbegierig und interessiert an neuen Erfahrungswelten. Studiert, am Arbeiten, Hobbydenker, Freizeitsportler, offen für moderne Unterhaltung aller Art. Germanistik, Physiker, und blogge herum.
      Alexander Carmele sagt:

      Danke dir! Ich war auch gespannt, aber die sprachliche Intensität hat mich gar nicht gepackt – es wird auch oft mit Döblins Alexanderplatz verglichen, leider habe ich das Buch von ihm nicht mehr sehr präsent und mir fehlt die Zeit, diese Bücher dann zeitnah zu lesen, insbesondere wenn ich nur wenige Tage bis zur Preisverleihung habe. Die Shortlist beim Leipziger Buchpreis wird etwas spät ausgelobt. Döblin folgt irgendwann im Jahr noch. Mit Clemens Meyer hat das alles ja nichts zu tun 😀

      1. Diese Buchpreisverleihungen interessieren mich kaum noch.
        Es widerspricht dem, was ich in Literatur suche.
        Dieser Wettbewerbszirkus hat was Tribute von Panem, ich weiß ich bin polemisch und banal. Und überziehe maßlos.

      2. Alexander Carmele – Ich lese gern, reise viel, laufe Langstrecken, studiere, lerne und bin wissbegierig und interessiert an neuen Erfahrungswelten. Studiert, am Arbeiten, Hobbydenker, Freizeitsportler, offen für moderne Unterhaltung aller Art. Germanistik, Physiker, und blogge herum.
        Alexander Carmele sagt:

        In der Übertreibung liegt Wahrheit – aber welche Form von Kunstöffentlichkeit gibt es deiner Meinung nach neben den Preisverleihungen noch? Das Individuell-Partikulare spielt sich doch fast nur im Privaten ab. Wo gebe es dann noch die Möglichkeit, ästhetische Erfahrung diskursiv zu explorieren, wenn nicht in diesen Auswahlverfahren? Keine Ahnung, ich frage wirklich.

      3. Ich weiß es nicht. Das ist im Moment allgemein mein Problem.
        Ich habe überhaupt keine Idee. Vielleicht ändert sich das, wenn die Literatur mal in den Untergrund muss. Es gibt kaum noch Bücher die mich berühren. Das ändert sich auch durch Preisverleihungen nicht.
        Aber natürlich gebe ich dir Recht- es schafft Öffenlichkeit

  4. Ist diese Kunstöffentlichkeit überhaupt noch in der Lage, ästhetische Erfahrung diskursiv zu explorieren?

    Für mich sind die Zeiten einer allgemeinen Öffentlichkeit in diesem Sinn vorbei. Wir sind gesellschaftlich und systemisch so stark ausdifferenziert, dass sich das meiste längst in Teilöffentlichkeiten abspielt: in Zeitschriften, Blog-Kollektiven, Podcasts, kleineren Gesprächsräumen. Eine Öffentlichkeit des Allgemeinen halte ich deshalb auch nicht mehr für notwendig.

    Ich glaube aber, dein Punkt ist eigentlich ein anderer. Du betonst selbst immer wieder, dass du Literatur nicht mit politischem Diskurs vermischen willst. Genau das geschieht im öffentlichen Kunstdiskurs über Literatur aber ständig. Im Vordergrund stehen Meinung, moralische Lesbarkeit, Repräsentationsfragen, Anschlussfähigkeit, meist im Sinne von Identifikation, und Reichweite. Gesucht wird dann nicht mehr primär eine formal-ästhetische Begründung, sondern eine Begründung, die sich an Zeitgeist und Diskurs anschließen lässt.
    Formal-ästhetische Argumente werden oft nur noch nachträglich als Legitimationsschein mitgeliefert. Wenn ich etwa an Blutbuch denke, dann wurde der Diskurs darüber für mein Empfinden fast vollständig identitätspolitisch überformt. Die Textstruktur selbst, also das Werk als Werk, spielte nur noch eine untergeordnete Rolle.
    Deshalb frage ich mich: Mit wem willst du über dieses Preislisten-Hopping eigentlich in einen ästhetisch ernsthaften diskursiven Kontakt treten?
    Soziologisch wäre das für mich nur als Symptom interessant: als Ausdruck dessen, wie gegenwärtige Öffentlichkeit auswählt, rahmt und legitimiert. Aber wenn dich genau diese symptomatische Ebene gar nicht interessiert, bleibt für mich unklar, was du dir von diesem Raum eigentlich noch versprichst.

    Gerade deshalb finde ich deinen Anspruch auf ästhetische Erfahrung als etwas, das in einem strengeren formalen Raum ernst genommen werden muss, sehr wichtig. Ich halte das sogar für unerlässlich, wenn gesellschaftliche Selbstbeobachtung wieder mehr sein soll als irgend ne moralische Sortierung. Nur so lassen sich Widersprüche, Spannungen und Dynamiken überhaupt noch genauer wahrnehmen.

    Mein Eindruck ist allerdings, dass die Teilöffentlichkeit, die bereit wäre, sich der Begriffsverflachung und dem symbolischen Verlust wirklich zu stellen, erst aufgebaut werden müsste. Ich sehe sie im Moment (noch) nicht.
    Ich sehe auch ein, dass der Rückzug ins Private keine Lösung ist. Dann bleibt eigentlich nur, selbst an solchen Räumen mitzuwirken und Teil einer anderen Form von Öffentlichkeit zu werden.

    1. Alexander Carmele – Ich lese gern, reise viel, laufe Langstrecken, studiere, lerne und bin wissbegierig und interessiert an neuen Erfahrungswelten. Studiert, am Arbeiten, Hobbydenker, Freizeitsportler, offen für moderne Unterhaltung aller Art. Germanistik, Physiker, und blogge herum.
      Alexander Carmele sagt:

      Die Frage ist sehr vielschichtig. Ich stimme dir zu, dass es eine Gesamtöffentlichkeit in diesem Sinne nicht gibt, vielleicht auch nie gegeben hat, und auch nicht der Punkt gewesen ist, auf den ich hinauswollte.

      Lass es mich so formulieren: Ich mag gute Literatur, und ich denke, dass gute Literatur nicht allein im Kämmerlein entsteht, dass es zu einer guten Literatur auch eines guten Publikums bedarf, das gutes Handwerk, Phantasie, Einfallsreichtum, meinetwegen sogar Virtuosität zu schätzen weiß. Also besteht ein Grund meines Blogs darin, dass ich, wie auch immer vernachlässigbar, meinen Teil dazu beitragen will, ein gutes Publikum zu sein. Dass mir das nicht immer gelingt, mag sein, aber ich möchte, dass Bücher wertgeschätzt werden, dass Menschen, die Bücher schreiben, wissen, dass sie aufmerksam gelesen werden, und dass sie dann auch ein fundiertes Feedback erhalten, und nicht nur ein Klapps auf den Rücken: „Gut gemacht, du bist gegen Repression“ oder so.

      Und hier schließt mein Bemühen an, Teil dieser Form der Öffentlichkeit zu sein, die nicht nach Gesinnungspunkten die Kunst einordnet, sondern nach innerliterarischen Entwicklungslinien, und dem, was es bereits gegeben hat, und wie das, was es bereits gegeben hat, in der Gegenwart Anwendung und Veränderung findet. Einfach ein neuer Stoff, einen neuen Konflikt aus dem Hut zaubern, ist da zu wenig. Bspw. leben viele Bücher auch davon, dass einfach alles vergessen wird, was geschrieben worden ist, was wiederum ein völliges Leerlaufen irgendwann zur Folge hat. Da dann nur noch die Gegenwart für ihre Gegenwart schreibt, sich völlig auf diese bezieht, und im Kurzschluss verpufft, und da macht es dann gar keinen Sinn mehr, ästhetische Großprojekte anzugehen. Wieso auch? Siehe nur Clemens Meyer „Die Projektoren“ – wen interessiert das noch? Der Mann hat daran jahrelang geschrieben, und nun, aus die Maus. Blutbuch ebenso, nur hat er offenkundig kein ästhetisches Großprojekt vom Stapel lassen wollen.

      Über das Soziologische stimme ich auch zu, nur beschäftigt es mich gerade nicht so sehr. Dass sich aus der Literatur sehr viel über den Zeitgeist sagen kann, sehe ich auch so – nur bekommt dann die Literatur eine Dokumentfunktion, eine Art Zeitzeugnis, und das müsste ich aber mit anderen Entwicklungen und Veränderungen zusammenlesen, und hierfür fehlt mir schlicht die Zeit, das Interesse und auch der Impetus, denn wissenschaftliches Arbeiten ist dann noch mal eine ganz andere Nummer als ein gutes, fröhlich-interessiertes, ästhetisches Laienpublikum hochzuziehen. Mein Anspruch ist da hinsichtlich der Wissenschaft (aus biographischen Gründen) extrem gesunken. Auch interessiert mich statisches Arbeiten (das dann notwendig wird, um Plausibilität zu erzeugen) momentan nicht.

      Deinen und meinen und auch andere (wenige) Blogs lese ich momentan (auch) in dieser Richtung, dass sie eben ein widerständiges, interessiertes Lesepublikum bilden, die gut gearbeitete Bücher wertschätzen, an sie erinnern, diese wieder hervorholen, um das Gegenwartsabsinken stets im Moment zumindest teilweise aufzuhalten.

      1. Ja, Danke. Das klärt meine Irritation bezüglich deiner Formulierung zur Öffentlichkeit.
        Ich finde dir gelingt es durchaus ein sehr gutes Publikum zu sein, so respektvoll und umfassend du dich den Werken widmest.
        Der Punkt des Literaturgedächtnisses – also seiner historischen Entwicklung – kam bei mir erst im Zuge unserer Diskussion zu Hefters „Hey Guten Morgen“ zum tragen. Das war etwas, das ich sehr lange nicht für wichtig erachtet habe, bzw. seine Relevanz nicht sah.
        Dieses Jahr ist es daher Leseprojekt mit dem Wemser über Deutsche Literaturgeschichte.
        Ich erhoffe mir auch irgendwann so viele Referenzen zusammen zu haben, dass ich die Bücher untereinander besser kontextualisieren kann. Bisher habe ich viel zu wenig gelesen, um ergiebig damit arbeiten zu können.

        Und Danke für die Zeit, die du dir für die (verständliche: ist bei dir ja manchmal etwas ähemm…)Antwort genommen hast.

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