Erweckungsliteratur entspringt dem Bedürfnis, einer ersehnten und erlangten Form des Bewusstseins Öffentlichkeit zu verschaffen. Sie entstammt meist mythischen, politischen oder esoterischen Inspirationen. Werden sie institutionell gebündelt, also zu einer Religion gefasst, heißt diese Form des Textes Erbauungsliteratur und hat die Literaturgeschichte seit je begleitet. Literarisch und konfessionell divergente Formen subsumieren sich neuerding unter dem Begriff des New Age und verbindet so unterschiedliche Schriftsteller wie Robert M. Pirsigs Zen und die Kunst ein Motorrad zu warten mit Hunter S. Thompsons Angst und Schrecken in Las Vegas, Carlos Castanedas Die Kunst des Pirschens oder, bis hin zu Vertretern der Gegenwartsliteratur, mit Paulo Coelhos Der Alchimist und eben Joshua Groß‘ Prana Extrem:
„Joshua Groß: „Prana Extrem““ weiterlesenEs gibt einen Ort für uns. Wir erschaffen ihn gemeinsam, durch unsere Offenheit und durch unseren Hustle, durch unseren Humor und durch die wahnwitzigen und wunderbaren Wiederholungen. Wir kontaminieren uns gegenseitig, immerzu; es ist eine Verunreinigung, die elektrisierend ist, weil sie aus unseren Gedanken, unseren Körperflüssigkeiten und unserem Lachen besteht. Wir befinden uns in einem subatomaren Zueinanderfinden; ein Zueinanderfinden, in dem wir beide luxurieren als zwei.
Joshua Groß aus: „Prana Extrem“
