Doris Wirth: „Findet mich“

Findet mich von Doris Wirth.
Findet mich von Doris Wirth. Deutscher-Buchpreis 2024-Longlist.

Sobald sich die Frage nach Sinn stellt, gibt es im wesentlichen drei Wege, mit ihr umzugehen: Sie weltanschaulich-konstruktiv zu verschleiern; sie zu ignorieren oder sie begriffspulverisierend bis zur Dissoziation zuzulassen. Doris Wirth in Findet mich entschließt sich wie eine Elfriede Jelinek in Lust oder eine Marlene Streeruwitz in Partygirl für letzteres. Im Stoffkreis Familie/Generationen, mit einer Plotdynamik in Sachen Prekäre Kindheitserfahrungen und Aussteiger sucht die Ich-Erzählerin Florence in Findet mich nicht mehr den Sinn in den Ereignissen in ihrer Familie, im Verhalten ihres Vaters Erwin, ihrer Mutter Maria und dem ihres Bruders Lukas, nein, sie setzt auf rhapsodisches, rhythmisches Abhandeln des im Kern Unverständlichen:

Erwin stellt sich [auf ihrer Vernissage] mit einem Glas Weißwein neben Florence, legt den Arm um sie und schaut sie aufgekratzt an. »Das ist genial hier!«, sagt er mit lauter Stimme. Dann hält er ihr einen Vortrag über seine Ideen, ausgelöst durch die Bilder, Florence lächelt schmal.
Als sie daheim ist, klappt sie ihren Laptop auf und tippt ein paar Wörter in die Suchmaske. Dann schickt sie Maria eine Mail mit zwei Links.
»Ich mache mir Sorgen um Papa«, schreibt sie dazu.
Doris Wirth aus: „Findet mich“

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Jean de Palacio: „Das Porträt“

Das Porträt von Jean de Palacio.

Vom Stoff her behandelt Jean de Palacios Roman Das Porträt die Liebe und erhält seine narrative Dynamik durch den Plot Unerfüllte Liebe/Eifersucht. Es steht hiermit im engen Zusammenhang zu J.M. Coetzees Der Pole und Marie Borrélys Mistral. Durch seine apokalyptische Stimmung kommuniziert es aber auch mit Simon Strauss‘ Zu zweit und Cees Nootebooms Die folgende Geschichte. In allen genannten Werken herrscht die Sehnsucht, die unerfüllte Liebe, aber auch am Horizont die Möglichkeit einer alle Lebensqualen besänftigenden Zweisamkeit. Bei de Palacio dient die Sprache als Gesamtsymbol für dieses Gefühl:

Von Marie Smith Jones [der gestorbenen weltweit einzigen Eyak-Sprecherin] wanderten Maurices Gedanken zu Elisabeth Wehland, auch sie eine Erbin und Schatzmeisterin der Sprache, die furchtsam und zitternd die schwere, stets bedrohte Bürde trug, die zweifellos im Zwiespalt war zwischen dem Wunsch, sie weiterzugeben oder sie hochmütig ganz für sich allein zu behalten, in diesem maßlosen Hochmut, zugleich Babel und das Ende einer Welt zu verkörpern, denn die Welt existierte ja letztlich nur durch den Klang der sie beschreibenden Worte.
Jean de Palacio aus: „Das Porträt“

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Oswald Egger: „Diskrete Stetigkeit“

Diskrete Stetigkeit by Oswald Egger
Diskrete Stetigkeit von Oswald Egger … Georg-Büchner-Preis 2024

Der Stil von Oswald Egger, des Georg-Büchner-Preisträgers 2024, gilt gemeinhin eher, wie die Herausgeber des Sammelbandes Wort für Wort – Lektüren zu Oswald Egger resümieren, als „unzugänglich“, „uninterpretierbar“ und interessant scheinbar nur für die „literarische Avantgarde“, unternehmen dann jedoch selbst und im Einzelnen den Versuch, diese Aussagen zu widerlegen. Unabhängig von solchen Versuchen, lässt sich jedoch bspw. an Oswald Eggers Diskrete Stetigkeit zeigen, welcher Reichtum und Anschlussfähigkeit seinen Texten zugrunde liegt, wodurch die Behauptung, er sei hermetisch und unverständlich, sich von alleine ihrer Sinnhaftigkeit enthebt. Was Egger nämlich in Diskrete Stetigkeit durchführt, lässt sich als Sprachrettungsexkurs bezeichnen, um den Wald vor lauter Bäumen wieder sehen zu lernen:

Mitten im Leben fand ich mich wieder in einem Wald (ohne Weg). Ich schritt durch die links, rechts, links glimmenden Stämme. Aschgrau ragten die Bäume auf, glatt und gerade, wie Schäl-Säulen loderten, oder windstill kräuselnder Rauch, Stummel, Strünke und dicht-an-dicht glosendes Geäst. Dessen Pfosten, Sprossen drei bis vier Schritte auseinander standen als Holz-Wall, Bausch- und Bodenflächen fast, Felsen, Tannen, Wellen ohne Stengel und Schaft, als Pendel im Halmwald, abgeschnitten vom Pfad, doch wo war ich? war ich? ich?
Oswald Egger aus: „Diskrete Stetigkeit“

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Daniela Krien: „Mein drittes Leben“

Mein drittes Leben by Daniela Krien
Mein drittes Leben von Daniela Krien.

Der Tod eines Kindes wird in der Literatur selten aus der Sicht eines Elternteils erzählt. Häufiger findet sich die Trauerarbeit einer Partners wie in Irvin D. und Marilyn Yaloms Unzertrennlich, Jon Fosses Der andere Name oder Helga Schuberts Der heutige Tag. Auch der Verlust der Eltern aus Sicht des Kindes bildet einen häufig bearbeiteten und gestalteten Stoff wie in Edgar Selges Hast du uns endlich gefunden, Caroline Wahls Windstärke 17 oder Alois Hotschnigs Der Silberfuchs meiner Mutter. Daniela Krien nimmt sich nun in ihrem neuesten Roman Mein drittes Leben der Thematik an, was bleibt, wenn ein Kind stirbt, und schließt so an bspw. Cees Nootebooms Allerseelen an, nur im Falle Kriens steht die trauernde Mutter im Zentrum des Geschehens:

Vor Sonja bin ich ein eigenständig fühlender, doch unvollendeter Mensch gewesen, ein Individuum ohne Zusammenhang. Ab ihrer Geburt war mein Lebensglück ihrem unterworfen. Von Beginn an und bis über ihr Ende hinaus bin ich das, was sie ist – glücklich, unglücklich, ängstlich, traurig, euphorisch, lebendig oder tot. Denn wenn ein Kind geht, nimmt es dich mit. Es lässt nicht mehr von dir zurück als eine welke Hülle.
Daniela Krien aus: „Mein drittes Leben“

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Saša Stanišić: „Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne“

Möchte die Witwe angesprochen werden … von Saša Stanišić. Spiegel Belletristik-Bestseller (2024)

Saša Stanišić‘ Buch mit dem sehr langen Titel Möchte die Witwe angesprochen werden, platziert sie auf dem Grab die Gießkanne mit dem Ausguss nach vorne reiht sich ein in die inhaltliche Kategorie Prekäre Kindheit, gesellt sich also zu bspw. Tijan Silas Radio Sarajevo und Necati Öziris Vatermal, lässt sich aber auch als eine komödiantische Gegenwartsverarbeitung verstehen, also im Sinne von Heike Geißlers Die Woche und Barbi Marković‘ Minihorror als Aktivistisches Agitprop. Um einen klassischen Roman handelt es sich bei Stanišić‘ Buch jedenfalls nicht. Narrative Elemente fehlen fast völlig. Literaturgeschichtlich nähert es sich dem Buch Deutschland, Deutschland über alles an, das Kurt Tucholsky zusammen mit Jean Heartfield 1929 herausgebracht hat. Viele kleine Szenen werden lose aneinander montiert:

»Ohne Plan ist sowieso am geilsten«, sprach Nico die große Wahrheit aus und lehnte sich zurück, weil man das so tat, nachdem man eine große Wahrheit ausgesprochen hatte in den Weinbergen. Faith lehnte sich auch zurück und Piero auch, ich lehnte mich auch zurück, und dann lehnte sich, ohne Scheiß, das komplette Neckartal zurück, kurz knirschte der Horizont.
Saša Stanišić aus: „Möchte die Witwe angesprochen werden …“

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Henri Alain-Fournier: „Der große Meaulnes“

Der große Meaulnes
Der große Meaulnes … Literatur, die mit Schmerz versöhnt, ohne ihn zu verleugnen …

Wie der Bewusstseinsstrom, oder stream of consciousness, mit James Joyces Ulysses (1922) als literarisches Mittel verknüpft wird und nicht mit Édouard Dujardins Geschnittener Lorbeer (1888), so wird auch die Sequenzierung und Ineinanderüberblendung der literarischen Erinnerungstechnik von Traum und Wirklichkeit meist mit Marcel Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (1913) in Verbindung gebracht und nicht mit Henri Alain-Fourniers Der große Meaulnes (1913), der zur selben Zeit entstand und zu seiner Zeit sogar populärer gewesen ist. Wie Proust taucht Alain-Fournier tief in die Mythen und Zeitlosigkeiten der Kindheit und Jugend ein:

Alle Jahre holten wir [meine Großeltern] einige Tage vor Weihnachten an der Bahnstation vom Zug um vier Uhr zwei ab. Um uns zu besuchen, hatten sie das ganze Département durchquert, beladen mit Säcken voller Kastanien und mit Lebensmitteln für Weihnachten, die in Handtücher eingewickelt waren. Sobald sie alle beide eingemummelt, lächelnd und ein wenig schüchtern die Schwelle des Hauses überschritten hatten, schlossen wir hinter ihnen alle Türen, und eine ganze Woche voller Freude begann.

Henri Alain-Fournier aus: „Der große Meaulnes“
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Caroline Wahl: „Windstärke 17“

Windstärke 17 by Caroline Wahl
Windstärke 17 von Caroline Wahl. Spiegel Belletristik-Bestseller (2024)

Aus der Kategorie Prekäre Kindheitserfahrungen meldet sich nach 22 Bahnen der neue und zweite Roman von Caroline Wahl Windstärke 17. In Intensität, Tempo und Wucht stimmt es mit Romanen wie Ministerium der Träume von Hengameh Yaghoobifarah und Öziri Necatis Vatermal ein, d.h. harte, umgangssprachliche Kraftausdrücke werden nicht gescheut, trotz aller Verletzlichkeit, die die Figuren dieser Romanwelten aufweisen und in ihrer Sehnsucht nach Frieden und Beschaulichkeit den Schwebezustand eines Prana Extrem von Joshua Groß anstreben. Die Welt liegt aber in Trümmern, und mit Welt sind hier meist die familiären Verhältnisse und die als desaströs empfundenen Eltern-Kind-Beziehungen gemeint:

[Mama] bleibt im Türrahmen stehen, während ich »egalegalegalegal« schreibe. Im Augenwinkel sehe ich, wie sie sich umdreht und die Tür schließt. Wie sie sich umdrehte und die Tür schloss. Ich hasse mich für dieses »Egal«. Ich hasse mich, ich hasse sie, und ich hasse alles. Sie wusste, als sie an diesem frühlingshaften Dienstag an meine Tür klopfte, dass sie gehen wird, und ich wusste es irgendwie auch. Ich habe »fjsodksnd« und »egalegalegalegal« aus dem Dokument gelöscht, »Scheißkuh« dringelassen. Und habe sie gehen lassen.
Caroline Wahl aus: „Windstärke 17“

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Ulrich Plenzdorf: „Die neuen Leiden des jungen W.“

Die neuen Leiden des jungen W.
Die neuen Leiden des jungen W. … Intensität statt Larmoyanz.

Das Thema DDR treibt wie kaum ein anderes die Gegenwartsliteratur um. Kaum eine Shortlist kommt ohne einen solchen Titel aus, der sich an der Vergangenheitsaufarbeitung des untergegangenen Staates versucht und ein weiteren Aspekt von dessen Staatsapparat beleuchtet. Sei es Helga Schubert Vom Aufstehen, Heike Geißler Die Woche, Anne Rabe Die Möglichkeit von Glück oder Trottel von Jan Faktor, um nur einige wenige aktuelle Romane dieser Art zu nennen. Um diesen Romanen einen innerliterarischen Hintergrund zu verleihen, mit welchem sie, ob sie es wollen oder nicht, ohnehin kommunizieren, bietet es sich an, exemplarische Romane der DDR-Literatur selbst zu Wort kommen zu lassen. Werner Bräunigs Rummelplatz, Brigitte Reimanns Franziska Linkerhand und Christoph Heins Der Tangospieler gab es bereits. Heute soll nun Ulrich Plenzdorfs Die neuen Leiden des jungen W. einstimmen dürfen:

Ein neuer Code. Ich hätte mir in den Hintern beißen können. Wenn wir in Stimmung waren, konnten wir uns zum Beispiel massenweise blöde Sprichwörter an den Kopf werfen: Ja, ja, das Brot hat immer zwei Kanten. — Schon recht. Aber wenn man das Geschirr morgens nicht abtrocknet, ist es noch naß. — Wer dumm ist, braucht noch lange nicht blöd zu sein. — Arbeit macht die Füße trocken. In dem Stil. Aber das war zuviel für Old Willi. Leute, seine Stimme hättet ihr hören sollen. Er verstand die Welt nicht mehr.

Ulrich Plenzdorf aus: „Die neuen Leiden des jungen W.“
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Marc-Uwe Kling: „Views“

Views by Marc-Uwe Kling
Views von Marc-Uwe Kling. Spiegel Belletristik-Bestseller (2024).

Das literarische Genre Aktivistisches Agit-Prop erfreut sich großer Beliebtheit. Es erlaubt, meist unter einem nur spärlich ausgearbeiteten Plot, Zeitgeist, Diskursen, einen Flickenteppich an Assoziationen unterzubringen. Friedrich Dürrenmatts Die Physiker stellt das Paradebeispiel dar. Es spezifiziert außerdem das Thema von Johann Wolfgang Goethes Gedicht Der Zauberlehrling von einem magischen hin zu einem technologischen Aspekt, vermengt dieses mit einem kriminologischen Plot. Selbiges, und hier in einer Reihe mit Constantin Schreibers Die Kandidatin, unternimmt Marc-Uwe Kling in seinem neuesten Roman Views:

»[Das Video] ist wirklich grausam. Ich weiß nicht, ob du …«
»Stefan«, sagt Yasira ruhig, »ich bin Hauptkommissarin beim BKA, Abteilung für schwere und Organisierte Kriminalität!« So, jetzt war es raus. »Ich hab Sachen gesehen, die dir wochenlang den Schlaf rauben würden. Ein Video kann mich nicht schocken. Gib mir das Handy!«
[…] Schon nach den ersten Sekunden weiß Yasira, dass dieses Video alles verändern wird. Es ist der Tropfen, der Funke, der Zünder. Stefan hat recht. Es ist Sprengstoff.

Marc-Uwe Kling aus: „Views“

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Theodor W. Adorno: „Ästhetische Theorie“ (iii: Universalien)

Ästhetische Theorie von Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie und der Universaliensstreit.

Im ersten Teil meiner Lektüre von Theodor W. Adornos Ästhetische Theorie beschäftigte ich mich mit seinem Kunst-, im zweiten mit seinem Kritik-Begriff, also einerseits mit den objektiven (dem Kunstwerk eigenen) und sonach mit den subjektiven (dem Rezipierenden eigenen) Konstituentien einer ästhetischen Erkenntnis. Im dritten und letzten Teil wage ich nun eine Diskussion von Adornos Theorie-Position, die es ihm überhaupt erlaubt, verbindliche Verallgemeinerungen und Normen aufzustellen. Es wird also um seinen Wahrheitsbegriff und seine Kritik am Nominalismus gehen, der sich in seiner Auffassung vom Stand der Technik und des Materials niederschlägt und zu Aussagen wie diesen hier führt:

Begehrt das differenzierte und dynamisierte Ausdrucksbedürfnis der einzelnen Komponisten nicht länger die Fuge, die übrigens weit differenzierter war, als es dem Freiheitsbewußtsein dünkt, so ist sie gleichzeitig objektiv, als Form unmöglich geworden. Wer dennoch die bald sich archaisierende Form benutzt, muß sie ›auskonstruieren‹, ihre nackte Idee anstelle ihrer Konkretion hervortreten lassen; Analoges gilt für andere Formen.
Theodor W. Adorno aus: „Ästhetische Theorie“

Einer Theorie lässt sich stets dort auf den Pelz rücken, wo die Sätze mit „sollen“ und „müssen“ gebildet werden. In diesem Beispiel „muss“, wer die Figur der Fuge verwendet, etwas tun, was Adorno „ihre nackte Konkretion hervortreten lassen“ nennt, und worunter wohl zu verstehen ist, dass das Schema sich selbst reflektierend, als Setzung, durchbilden, also die Fuge fugenhaft dekonstruiert werden soll (vielleicht durch ineinander, durcheinander laufende zusätzliche Fugen und eine diese kontrastierende, fortlaufende Stimme). Wie jedoch legitimiert Adorno seinen Imperativ?

Es kann wahres oder falsches Glück in einem objektiven Sinne geben, und der erschöpft sich nicht darin, wie das einzelne Subjekt seine Erlebnisse glückvoll und leidvoll registriert. Darin liegt die Anmaßung der Theorie, darüber zu urteilen, was Glück und kein Glück ist.
Theodor W. Adorno aus: „Vorlesungen zur Ästhetik 1967-68“ (14.11.1967)

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